Einspeisung ins Netz

Re: Einspeisung ins Netz

Beitragvon Ekofun » Do 8. Aug 2013, 21:38

Hallo Jürgen,

meiner Meinung nach:

Akkus(Inselbetrieb) kommt nur ins Frage wenn kein Nez da ist.

Einspeisewechselrichter muss man immer haben,egal welche Geniart man hat.

Drestromgeni ist effizienter als ein oder 2 Fasengeni,man kann ihn in Stern(mehr Spanung,frühere Anfang) oder in Dreieck(Kleinere Spanung,größere Stromstärke,selten gemacht) schalten.Ruhige und stillere Lauf.

Das sind so Antworten auf die "Schnelle".

Wünachenswert ist das Windrad und Geni aufeinander so gut wie möglich abgestimmt wurden.

Grüße

Ekofun
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Re: Einspeisung ins Netz

Beitragvon Totte » Do 8. Aug 2013, 23:26

Hallo Jürgen,

auch ich versuche Dir ein wenig zu helfen und erklären:
Ich entnehme Deinem Eintrag, dass Du auf jeden Fall ins Netz einspeisen willst - dann führt kein Weg am Wechselrichter vorbei.
Der Wechselrichter ist das Bindeglied zwischen einem Stromgenerator und dem öffentlichen Stromnetz. Der Wechselrichter übernimmt hier alle Messungen der Netzspannung, Netzfrequenz, Phasenlage, Impedanz etc. vor und passt diese Deinem Stromgenerator an. Die Funktion des Wechselrichter erkläre ich gern mit einem gefüllten Wasserrohr - willst Du also Strom von Dir ins öffentliche Netz einspeisen, so muss ein Gefälle von Dir zum Netz vorliegen, also das Wasserrohr muss auf Deiner Seite höher sein, als "draußen im öffentlichen Netz". Der Wechselrichter misst also die Netzspannung und stellt z.B. 234V fest, um nun Strom nach außen ins öffentliche Netz abzugeben, stellt Dein Wechselrichter nun eine höhere Spannung ein, z.B. 235V und nun beginnt der Strom von Dir ins öffentliche Netz "hinauszufließen" - ohne diesen "intelligenten Kumpel" geht's also gar nicht!

Nun mal zum zweiten Zähler, hat Dir Dein Energieversorger auch gesagt, dass für den zweiten Zähler auch Gebühren anfallen?
D.h., Du benötigst schon etwas Leistung, die Du einspeisen musst, um Hardware-Investitionskosten + Zähleranschlussgebühr aufzubringen.
Sonst wird die ganze Nummer ein Verlustgeschäft.

Ich weiß, wir sind hier in einem Windrad-Forum, aber wenn Du im kleinen Rahmen bis etwa Deine genannten 500W einspeisen willst, dann kommst Du mit Preis Leistung am Besten, in der Bucht ein oder zwei Solarmodule + Grit Tie Wechselrichter zu ersteigern und sofort durchzustarten.

Willst Du aber experimentieren, was lernen und Dich + Deine Anlage stetig ausbauen und verbessern, dann beginne mit einem "simplen" einphasigen Scheibengenerator plus dazu den Rotorbau. Da wirst Du schon viel Lernen und erfahren, denn der Freund Wind kennt kein Erbarmen. Jeden Deiner Konstruktionsfehler wird er Dir aufzeigen :-) Gute Bauanleitungen für Anfänger gibt's hier im Forum genug, die Fachleute sind auch hier anwesend - Du musst nur noch für Dich selbst entscheiden, was genau Dein Ziel sein soll, danach kann es "mit uns hier losgehen"!

Bei Fragen einfach fragen :-)
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Re: Einspeisung ins Netz

Beitragvon gamemaker007 » Fr 9. Aug 2013, 17:11

@ ekofun: Danke, dass du dir immer die Zeit nimmst, Beiträge zu kommentieren. Bleiben wir hiermit beim Dreiphasengeni.

@ Totte: Auch dir ein ganz herliches Dankeschön für eine solide und verstandene Erklärung. Die 500W waren nur ein vereinfachtes Beispiel.
Wie du bei meinem Thread (Bau Savonius kann beginnen) siehst, will ich MEEEHHHR :D als 500W. Mein Geni soll hat: 50cm Durchmesser und 54 Pole a 80*10mm bei 10mm Magnethöhe mit N42 Magneten. Wie gesagt und von Ekofun errechnet: Drehstrom

Ja, mit den Gebühren habe ich schon mit einem Photovoltaikexperten gesprochen. Es ging darum, dass ich mir überlegen soll, ob ich mir den Zähler Miete oder kaufe. Durch die immer wieder veränderten Bauweisen der Zähler, ist es ratsam, auf Dauer anzumieten. Derjenige meint, dass immer wieder neue Richtlinien (sowie glaube 2012 :?: ) der Zähler "erfunden" werden, und der alte dann wertlos und zum wegwerfen verdammt ist.
Muss mich noch informieren darüber, anscheinend bei "Bundesnetzagentur" oder sowas, sind Beispiele und Richtlinien. Hatte aber noch keine Zeit dafür, zu viel um die Ohren als Unternehmer :(. Bei der Bundesnetzagentur ist anscheinend alles stromtechnische registriert.

So meine zweite, wichtige Frage: Ich lese immer, dass der Geni ohne Last "leicht" läuft. Hänge ich nun 500 Watt Birnen hin, leuchten die zwar, aber meinem Geni muss eine enorme Kraft aufgebracht werden, um sie "am leuchten" zu halten. Mein Anliegen ist jetzt: Wie verhält sich der Geni bei Netzeinspeisung?? Ist dieses dann "Volllast" oder wie ist das?? Geni läuft leicht weiter oder schwerer??


Dankschee, Jürgen
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Re: Einspeisung ins Netz

Beitragvon gamemaker007 » Fr 9. Aug 2013, 17:14

:oops: Halt was vergessen: Dualgenie, erst mal 2 Metallscheiben je 12mm dick. Habe mir 3 Scheiben machen lassen, so kann ich noch was "drauflegen", sobald es erstmal läuft
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Re: Einspeisung ins Netz

Beitragvon andreas » Fr 9. Aug 2013, 17:44

Hallo Jürgen,

beim Windgenerator geht es immer um das leichte Anlaufen. Eine Dualscheibengenerator ist perfekt dafür, er läuft nahezu reibungslos und ruckfrei an. Da in diesem Moment kaum Spannung erzeugt wird, ist die Belastung auch noch gering. Erst mit höherer Drehzahl und entsprechend hoher Spannung schaltet der Wechselrichter ein und es wird tatsächlich eine Leistung erzeugt und abgenommen. Natürlich bremst die Belastung den Rotor ab, er muss ja Energie abgeben. Diese Balance auf dem Leistungsmaximum macht dann der Wind-Wechselrichter. Er hält den Rotor stets in der zum Windleistungsangebot optimalen Drehzahl, solange die Spannung und Leistung in seinem Regelbereich liegt.

MfG. Andreas
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Re: Einspeisung ins Netz

Beitragvon Ekofun » Fr 9. Aug 2013, 17:49

Hallo Jürgen,

wenn Geni dreht so das er 500 W Birne zum leuchten bringt dann gibt er auch 500 W + Verluste.

Bei Einspeisung ins Netz ist es anderes,Wechselrichter - Eingang ist von 35 V biss 200(400V max.) ausgelegt.So wird Leistung schon ab 35 V ins Netz gespeist,varscheinlich nur einige Wats,und je mehr am WR-Eingang Spanung ist,wird auch mehr Leistung ins Netz gegeben.Damit ist eine optimale Abstimmung gemacht,das macht Elektronik.

Also Leistung wird auch abgegeben ins Netz sobald am Eingan von WR mehr als 35 V ist,wie viel das ist zeigt der Stromzähler,neme an,oder auch WR kann Abgabe anzegen,das weiss ich nicht.

Bei erreichen von 200 V DC am Eingang vom WR ist dann auch Nennleistung erreicht,und WR reguliert das automatisch,so wird er nicht überlastet,WR schaltet eine Bremsvorrichtung ein.Zu mindest habe so verstanden.

Grüße

Ekofun
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Re: Einspeisung ins Netz

Beitragvon gamemaker007 » Fr 9. Aug 2013, 19:11

Hi,

also, jetzt habe ich verstanden, dass das Windrad durch höhere Abgabe an Leistung schwergängiger wird. Je höher, desto mehr. Das wäre somit mal geklärt und abgehakt.

Jetzt kommt mal wieder eine Laienfrage: Wo ist die Leistung bis 35V?? Löst die sich in Luft auf.
Bei der Erklärung mit dem Wasserrohr wäre es ja so, dass das Fass irgendwann auch voll wäre, egal ob es tröpfchenweise hineinläuft. Das heißt, der "Druck" steigt und somit fließt irgendwann wieder Wasser. Sagen wir mal so, dass bei einer bestimmten Menge im Fass der Wasserdruck ein Ventil öffnet und es 35ml/min durchlässt. Wasser löst sich ja nicht einfach auf. So laufen für "Stunden" 35ml...

Wie verhält es sich mit dem Strom. Z.B. werden 10V erzeugt, der Wechselrichter nimmt aber erst 35V an.
:roll: Es ist einfach schwer, als Laie sowas zu verstehen und verstehen zu wollen. :evil:
So, und nun habe ich was von ElKo oder Kondensator gehört, welcher ja wie eine Batterie funktioniert oder in meinem Fall vielleicht wie ein Wasserfass. Das Wasserfass wird gefüllt und ab einem bestimmten Druck fliesen wieder 35ml für längere/ lange Zeit heraus. Übersetzt: Der Elko lädt sich auf und ab einer bestimmten Spannung lässt er mindestens/ oder stetig 35V fließen, auch wenn jetzt eine Windflaute herrscht.
Die Frage zu dem ganzen Quatsch von mir: Wie kann ich es möglich machen, dass ich stetig mindestens 200Watt habe anstatt z.B. 1,5kw bei Starkwind?? ...hier sieht man mal, dass ich Watt und Volt über einen Haufen kehre :) :( :?: ...aber ihr werdet es mir und bestimmt auch vielen anderen hier wieder einmal gut erklären.
Freu mich schon!!!! :mrgreen:

Danke Jürgen
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Re: Einspeisung ins Netz

Beitragvon andreas » Fr 9. Aug 2013, 20:19

Hallo Jürgen,

Du kannst die Spannung nicht "stapeln" oder auf andere (einfache) Art anhäufen. Alles was unterhalb der Startspannung des Wechselrichters liegt, wird nicht genutzt. Das Windrad dreht sich frei und ungehindert, bis die Startspannung erreicht ist. Auch der Wind wird so nicht abgebremst, ihm wird keine Energie entzogen. Das Ganze läuft im "Leerlauf", bis die Drehzahl und damit die Spannung hoch genug ist.

Du kannst davon ausgehen, dass es niemals möglich ist, mit einer Kleinwindanlage permanent einen Mindestwert an Leistung zu erreichen. Sei froh, wenn die Anlage mal 200 W Spitze produziert. Der Wind ist kein Fluss mit stetig fließendem Wasser, sondern eine höchst wacklige Angelegenheit, die je nach Lust und Laune die Energielieferung über einen Bereich von etlichen Zehnerpotenzen verteilt. Auch der Bereich von Null bis zu keiner nutzbaren Leistung gehört dazu - der tritt auch ziemlich oft auf.

MfG. Andreas
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Re: Einspeisung ins Netz

Beitragvon gamemaker007 » Sa 10. Aug 2013, 11:22

Hi, Andreas

Danke für die Antwort, aber die ist für mich nicht so richtig zur Zufriedenheit. :)

...aber ich könnte doch alles, was unter den 35V ist, in eine z.B. Batterie einspeichern. Sobald es mehr Wind gibt, und ich 35V erreiche, könnte doch ein Regler dafür einspringen und den Strom dann ins Netz einspeichern. Das müsste doch dann ab 6V (Mofabatterie) gehen. Oder z.B. ein Batterieladegerät für normale Haushaltsbatterien betreiben. Mit Kindern braucht man unzählige Batterien, welche man doch so aufladen könnte.
Ausserdem müsste es doch auch Wechselrichter geben, die von 0 bis ... V umwandeln. Ich habe solche schon mal gesehen, muss aber erst nochmal googeln.
Du siehst, ich gebe erst Ruhe, wenn wir ne passende Lösung haben, auch geringen Strom zu verwenden und ihn passabel einspeisen :roll:

Und kann mir noch jemand den Kondensator ein bisschen erklären, was der bringt?? Ist der nicht sinnvoll um was höheres zu bekommen??
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Re: Einspeisung ins Netz

Beitragvon gamemaker007 » Sa 10. Aug 2013, 16:43

http://www.brucewilles.de/grundlagen.html

..da ist ja mal was für Laien für mich. :lol:

Und da steht auch, dass man den Kondensator auflädt. Wie kann man nun den Kondensator langsam entladen, so dass er längere Zeit die 35V abgibt?? Vielleicht wisst ihr jetzt was ich meinte... .Und wie groß muss der Kondensator sein, oder wieviel muss er aufnehmen, dass ich für einige Sekunden 35V habe??

HILFE :mrgreen:
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