Redox-Flow-Zellen

Re: Redox-Flow-Zellen

Beitragvon Labori » Fr 30. Dez 2011, 00:20

Bin neu hier. Ich habe nicht viel Ahnung von "Wind", aber dafür umso mehr von den RF-Zellen auf der F+E-Ebene. Kann mir jemand sagen, ab welcher untersten Speichergröße ein RF-Speicher für den privaten Gebrauch interessant wird. Also wieviel KW, KWh und zu welchem Preis? Das System von Gilde "Cube" (10/100) lag ja bei 80.000€ (Netto). Ich vermute mal, dass das nicht viele "Private" ihr Eigen nennen.

Grüße,
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Re: Redox-Flow-Zellen

Beitragvon permafreak » Fr 30. Dez 2011, 11:22

Ich denke für Zwei,. bis Vier Personenhaushalte sollten 10 Kwh ausreichend sein. Aber sollten RF Zellen nicht getrennt Ge- und Entladen werden?
Das würde dann bedeuten 2 x 5 Kwh wären besser.
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Re: Redox-Flow-Zellen

Beitragvon Bernd » Fr 30. Dez 2011, 11:34

10 kwh ausreichend für was ?
Das verbrauche ich an weniger als einem Tag in meinem Haushalt.

Grüsse

Bernd
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Re: Redox-Flow-Zellen

Beitragvon permafreak » Fr 30. Dez 2011, 12:29

hallo Bernd,
10 Kwh pro Tag sind gar nicht so wenig, ich betreibe Alles elektrisch und koche im Jahr für den Verkauf noch ca 2000 Glas Marmelade, pasteurisiere 1000 Lt Apfelsaft und in der Übergangszeit heize ich auch noch stundenweise Elektrisch.
Ich gebe zu, dass 10 Kwh nur Sinn machen wenn auch Photovoltaik integriert oder genauer gesagt der Strom Hauptlieferant ist. Denn mit Windkraft alleine, das zeigen Deine Berechnungen immer wieder ist das sicher nicht bezahlbar. Außerdem müsste ja ein größerer Speicher nur für vollkommen autharke Versorgung vorhanden sein. Wenn man 80% des Jahresverbrauchs abdecken könnte wäre das für die Meisten ausreichend.
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Re: Redox-Flow-Zellen

Beitragvon Mark » Fr 30. Dez 2011, 12:33

Bernd, was betreibst du alles wenn du 10kwh+ pro Tag brauchst. Landwirtschaft? Wärmepumpe? Ich verbrauch gerade mal ~1400kwh im Zweipersonenhaushalt.
Mein Rechner und mein Plasma laufen davon schon ca. 7Std pro Tag.
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Re: Redox-Flow-Zellen

Beitragvon Bernd » Fr 30. Dez 2011, 13:10

Ich habe letztes Jahr 5500 Kilowattstunden verbraucht. Es ist keine Wohnung sondern ein Haus.
Es läuft ständig ein Server samt USV im Keller den ich aber bald aufgeben will.
Auch eine Brunnenpumpe zieht ihren Strom sowie viele andere Spielereien, die mir auf der anderen Seite
aber Geld in anderen Bereichen einsparen.
Unter 4000 zu kommen halte ich derzeit in meiner Umgebung selbst nach rigiden Sparmaßnahmen für unmöglich.
Eigentlich liegen die Verbräuche meiner Freunde mit eigenen Haus auch so in der Gegend von 4000 kwh.

Grüsse

Bernd
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Re: Redox-Flow-Zellen

Beitragvon Mark » Fr 30. Dez 2011, 14:35

Bei meinen bekannten wo neu gebaut haben, jeweils 2 mit nem kleinen liegt der verbrauch bei 2000 - 2500kwh ebenfalls haus zwischen 140 und 200qm.
Gruß
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Re: Redox-Flow-Zellen

Beitragvon labitrail » Fr 30. Dez 2011, 14:37

Genau dieser Preis ist noch das Problem. Wenn regenerative Energie gespeichert werden soll, dann sollte es einen "Überlebenszeitraum" von 2 bis 5 Tagen geben. Da sind wir bei der vierköpfigen Familie mit 4000kWh Jahresverbrauch schon bei 20- 50 kWh. Das ist mit Bleiakkus immer noch deutlich billiger zu schaffen, denn Bleiakkus schaffen 75kWh Kapazität für rund 15T€.
Interessant die Preisentwicklung bei cellcube / Gilde: Vor anderthalb Jahren noch knapp 200T€, im Sommer noch 100T€, jetzt 80T€. Der Vorteil liegt in der Nicht-Entladung, der (theoretischen) Mobilität des Speichermediums (das ist Vanadium, das wiegt einiges!) und dem sofortigen Bereitstellen der Maximalleistung (10kW).
Von Siemens Energy gibt es jetzt übrigens Li-Io-Akkus als Kompletteinheit mit maximal 0,5 MWp und 1,5 MWh Speicherkapazität. Gedacht für stabile Stromversorgung und Spitzenausgleich in der Industrie. Nennt sich siestorage und fängt mit dem kleinsten System bei 25 kWh, 50 kW Dauer- und 75kW Maximalleistung an. Die Komplettschränke werden dann modular bis zur Maximalgrösse zusammengeschaltet und betriebsfertig im Container ausgeliefert.
Der Wettbewerb ist also angeleiert, aber leider noch zu gering. Und absolut noch nicht haushaltsfähig. Auch unsere Beleuchtungslösung en-solight ist nicht für Privathaushalte gedacht, sondern für Gewerbe und Industrie. Wir sammeln Energie über Solarpanel in Batterien und versorgen direkt daraus LED-Beleuchtungseinheiten. So fallen lästige Umformungen weg, die Energie fressen und der Kunde hat eine dauerhafte Lichtversorgung ohne Fremdbezug von Strom. Das geht aber nur mit besonders sparsamen LED, die hierfür speziell von Osram entwickelt wurden.
Vielleicht trefft Ihr ja nächstes jahr schon in einer Reihe von Supermarktketten auf diese neue Lösung. In diesem Sinne ein windreiches und erfolgreiches Neue Jahr.

Gruss Bodo
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Re: Redox-Flow-Zellen

Beitragvon Bernd » Fr 30. Dez 2011, 15:50

Das schwebte mir auch schon mal vor die Wohnzimmer Deckenbeleuchtung direkt mit Gleichstrom aus einem Akku
zu betreiben den ich per Solar auflade.
Die Wohnzimmerbeleuchtung, die über das Jahr gesehen wohl so 8 Stunden am Tag leuchtet, frisst alleine schon
350 Watt. Zwei der sieben Lampen habe ich auf LED umgerüstet aber es gibt für die üblichen 50mm Halogeneinbaustrahler
keinen wirklichen Ersatz im LED Bereich, die sind alle viel dunkler, habe schon zig getestet. Grund ist der das man nicht
mehr Watt auf so eine kleine Fläche verbauen kann, sonst werden die LEDs zu heiss und verlieren enorm an Lebensdauer.

Diese 350 Watt im Wohnzimmer, die ich an Beleuchtungstärke wirklich brauche und nicht reduzieren kann und will,
verbrauchen im Jahr alleine schon 1000 kwh. Wie manche mit nur 2000 kwh für ein ganzes Haus im Jahr auskommen wollen
ist mir schleierhaft. Ohne deftigen Komfortverlust jedenfalls ganz ganz sicher (!) nicht, auch wenn immer lauthals das
Gegenteil behauptet wird, denn auch dort braucht ein Herd viel Energie zum Erhitzen der Speisen und eine Waschmaschine
und vielleicht ab und an mal der Trockner und der Backofen und die Zirkulationspumpe und die vielen Steckernetzeile und und....

Ich kenne ein Ehepaar das kommt in ihrem Einfamilienhaus tatsächlich mit 1500 kwh im Jahr aus, aber mal ganz ehrlich, was die da
veranstalten um dahin zu kommen, da gebe ich sehr gerne das dreifache aus und lebe (!) dafür dann anstatt so zu vegetieren wie die. :)

Ein anderer Bekannter behauptet standhaft das er im Jahr mit gut 500 Liter Öl in seinem mittig gelegenen Reihenhaus auskommt und
dabei "komfortabel" heizt und keinerlei Abstriche beim Komfort macht. Wenn man ihn besucht sieht man dann aber den eigenen Hauch
vor dem Mund im Wohnzimmer und möchte die Jacke anbehalten, aber es ist ja nicht kalt naaaaaiiiin es ist nicht kalt im Wohnzimmer. :)

Will sagen ich bin da Realist und liebe auch Komfort. Dafür zahle ich gerne deutlich mehr als andere. Komfort = Lebensqualität.
Wenn es endlich mal bezahlbaren LED Ersatz fürs Wohnzimmer gäbe würde ich da mal umrüsten, aber den gibt es noch nicht.
Man muss dann schon auf grössere Lampen ausweichen oder deutlich mehr der bisherigen Grösse verbauen um zur gleichen
Beleuchtungsstärke zu kommen.

Um eine Osram Energy Saver Halogeneinbaustrahler Lampe mit 35 Watt zu ersetzen benötige ich nach meinen vielen Tests
immer noch etwa 10 Watt an LED. Ist natürlich weniger als 1/3, aber dennoch viel mehr als die Werbung verspricht.
Die Lichtfarben die bis heute nie richtig passen und von Modell zu Modell schwanken sind ein weiteres Übel.

EDIT:
Seit dem nun schon 2 Jahre zurück liegenden Einbau der, zumindest am Anfang wirklich extrem hellen Osram Energy Saver Halogen-
einbaustrahler schluckt mein Wohnzimmerlicht keine 350 sondern nur noch 245 Watt, bei hellerem Licht als zuvor.

Grüsse

Bernd
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Re: Redox-Flow-Zellen

Beitragvon Mark » Fr 30. Dez 2011, 16:07

Ich habe im Bad 6 Halogen Einbaustrahler 50Watt GU10 und hab 4 gegen 13Watt Energiesparlampen (von ebay) getauscht. Aber sie bringen definitiv nicht dich das gleiche "Licht" und brauchen lang bis sie ihre volle Leuchtkraft entfalten.
Heute würde ich eine normale Lampe mit ner 20Watt Energiesparlampe verbauen und gut ist.

Hinterher ist man immer klüger :-)
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