Langversion Lima-Generator

Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon andreas » Di 26. Okt 2010, 21:17

Hallo Hans,

zum Rastmoment fallen mir nur zwei Dinge ein: abgeschrägte Polköpfe (wie von Dir gezeichnet) und/oder versetzte Polköpfe, also über die Länge des Rotors ganz leicht (wenige Grad) verwunden. Ebenso käme ein leicht verwundenes Paket mit den Wicklungen in Frage, aber das wird bei dieser Konstruktion eher nicht möglich sein.

MfG. Andreas
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Atmos » Mi 27. Okt 2010, 11:35

Hallo Hans,

das verschweißen der Ständerpakete würde ich nicht machen, wenn die mit Spannstiften verbunden sind sollte das ausreichen. Die entstehenden Wirbelströme werden die Wicklung wahrscheinlich an den geschweißten Stellen überdurschnittlich erwärmen und dadurch kann die Isolierung der Wicklung beschädigt werden. Spätestens unter Volllast wird es dort wärmer als es sollte. Beim schweißen hast Du auch noch Verzug.
Die Ferritscheiben sehe ich als Widerstand, was spricht denn überhaupt gegen ein Rastmoment ?
Lass ihn doch ein bisschen rasten, solange der noch anläuft, andere haben ein Getriebe mit Losbrechmoment und funktioniert auch. Wie stark war denn das Rastmoment bei denen die Du schon gebaut hast?
Ich würde auf Ferrits verzichten, lieber die Neos abrunden mit einer Fächerscheibe. 50 x 20 x 10 LBH würde ich als Magnetgröße wählen.

Viele Grüße

Atmos
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Bernd » Mi 27. Okt 2010, 12:16

Das mit dem Verzug ist wirklich ein Argument, auch wenn Verschweissen z.B. bei Trafos üblich ist.
Dort wird es meines Wissens nach gemacht um Brummgeräusche an der Nahtstelle zwischen den beiden
Eisenkernhälten zu verhindern.
Die Wirbelströme würde aber nicht die Wicklung erwärmen, weil in der ja gar keine entstehen, sondern
sie würden die Schweissnaht als solche erwärmen. Wie stark sich das auswirkt kann man nur schätzen.
Vielleicht ist es gar nicht so relevant, vielleicht doch.


Bernd
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon permafreak » Mi 27. Okt 2010, 16:13

Hallo Leute!
Ich habe von Elektronik null Ahnung! Da lese ich des öfteren, Radnabenmotoren werden sowohl als Antrieb, wie als Generator genutzt.
Soviel ich aus dem Forum bis jetzt verstanden habe, geht es in der Hauptsache um das Anlaufverhalten, 1. wegen Rastmoment, 2. wegen Trägheit der Masse. Hat schon jemand Experimente gemacht mit einem einfachen Windmesser, der ein Relais schaltet und zwar so, dass bei 3m/s der Generator Strom bekommt, für ein oder 2 Minuten und so als Starter für den Rotor dient. Bei einer Drehzahl, die ausreicht um Strom zu produzieren müsste dann natürlich eine intelligente Regelung die Stromzufuhr unterbrechen, damit die Batterie wieder geladen werden kann. Das Problem dürfte sein, den Rahmen so eng zu stecken, dass diese Rotorstarthilfe nicht im Endeffekt mehr verbraucht, als durch den Früheren Anlauf gewonnen wird.
Keine Ahnung ob so was möglich ist, aber der Gedanke beschäftigt mich schon lange.
Walter
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Bernd » Mi 27. Okt 2010, 18:21

Hallo Walter, ja drüber nachgedacht habe ich auch schon mal. Eigentlich bräuchte man so eine
Anlaufhilfe aber nur bei Konstruktionen die von Haus aus Anlaufschwierigkeiten haben, wie z.B.
Darrieusrotoren mit schmalen, schlanken Profilen, oder aber bei extrem rastenden Generatoren.

Der Nabenmotor rastet übrigens praktisch gar nicht, er hat "nur" das übliche Anlaufmoment zu
überwinden. Natürlich könnte auch dieses den Anlauf eines Windrades verhindern oder verzögern.

Bei so einer Steuerung die ein Windrad auf Touren bringt müsste der Windmesser wahrscheinlich
relativ nahe am Rotor messen, damit man wirklich die tatsächlichen Windverhältnisse ermittelt.
Ich bin wie du am zweifeln ob man bei der ganzen Geschichte nicht mehr verbraucht als man gewinnt.

Grüsse

Bernd
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon haditei » Mi 27. Okt 2010, 20:19

Hallo Miteinander,

danke für die vielen Tipps. Bernd fragt, wozu die Ferrits. Die bekomme ich als Segmente (90Grd) im passenden Durchmesser für die DLMs. Die lassen sich mit einer Diamantscheibe ganz gut zurecht schneiden und damit auf die richtige Länge bringen. Da mir ihre Magnetkraft aber zu gering ist, habe ich die Neos darunter gepackt. Außerdem kann ich mit meinem bescheidenen Maschinenpark schmale Flächen an dem Grundkörper des Rotors anbringen aber einem kompletten 12- Kant, wie er für Große Neos erforderlich wäre, nicht. Außerdem habe ich mich bis jetzt noch nicht getraut, Neos zu schleifen. Irgendwer hat mir erklärt, dass die Dinger genau so schnell brennen wie Magnesium. Bis jetzt hab ich das geklaubt.
Zum erreichen eines leichten Ankaufs hatte ich schon mal ein Fliehkraftkupplung gebaut, die nur zwei Zustände kennt, lose und fest. Das ist bei schwachem Wind schwer zu ertragen, da das Ding ständig einkuppelt und wieder abfällt. Jedes mal gibt das einen Ruck und ganz geräuschlos ging das auch nicht. Also wieder abgebaut.
Das verschweißen der Ständerpakete hat nach meinen Erfahrungen kaum einen Einfluss, da es ja an den Außenflächen gemacht wird. Geschweißt habe ich mit CO2, da hat sich nichts verzogen. Allerdings waren das immer nur 2 Pakete und nicht 5 wie jetzt. Sollten die Spannstifte ausreichen? Ich habe meine Bedenken, dass beim zusammenschrauben der Konstruktion das ganze etwas schief wird und der Rotor am Stator schleift.
Wenn das Ding funktioniert und die Werte so sind wie ich es hoffe, werde ich noch einen „Langgenerator“ bauen, aber dann ohne Statorbleche, also nur Cu-Wicklung und ein außen liegenden Eisenrohr als magnetischen Rückschluss. Aber gut Ding will Weile haben.
Gruß Hans
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Atmos » Mi 27. Okt 2010, 20:59

50 x 20 x 10 passen nicht - sind zu groß
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Menelaos » Do 28. Okt 2010, 02:16

Wir bekommen bald 1000 Stück N42 Magnete mit 46x30x10mm
Vielleicht wäre ja das das passende Maß für dich?

Preis günstiger als beim Polen

Gruß
Max
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon hammer2000 » Do 28. Okt 2010, 11:06

@Max

was sollen die 46 x 30 x 10 denn kosten?


Gruß Manuel
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Atmos » Do 28. Okt 2010, 18:43

Hallo zusammen,

der Klassiker (Bosch 14V 55A) hat einen Rotordurchmesser von ca. 88,8 mm, der Stator 89,2. Lässt sich alles wunderbar 1:1 zeichnen, man braucht nur Zirkel und Geodreieck

Die Länge alleine bringt es nicht, wir brauchen doch unbedingt einen theoretischen Teil.......

Gruß

Christoph
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