Ich habe den Magnetrotor heute soweit fertig gestellt als das alle 48 Magnete eingeklebt sind.
Es ist wirklich viel Arbeit und erst die fertige Scheibe entschädigt für den hohen Zeitaufwand.
Ich habe die Magnetscheibe dann gleich erstmal provisorisch gelagert und konnte sie mit dem Finger in Rotation versetzen.
Der Höhenschlag beträgt geschätzt ca. 2 oder 3 zehntel. Man beachte das die Scheibe noch nicht bearbeitet oder mit Glasgewebe
fixiert/stabilisisert wurde. Ich empfinde das Höhenschlagergebnis daher wirklich als sehr gut.

Mein Kumpel Sebstian hatte die Aufgabe erhalten die Scheibe von Hand auf ca. 60 U/min zu bringen während ich eine
schnell angefertigte simple Testspule (unten rechts im Bild zu sehen) über den Magnetring der Scheibe gehalten habe.
Das Ergebnis war sehr positiv. Wir erhielten ca. 150mV aus der einzelnen Spule bei 60U/min.
Da die Scheibe 48 Magnete hat und ich diese beidseitig mit entweder 2 oder 4 Phasen nutzen möchte, sind
später mindestens 2 x 48 = 96 vergleichbare Spulen im Einsatz.
96 Spulen mal 150mV macht ca. 14,5 Volt bei 60/Umin oder ca. 25 Volt bei 100 U/min.
Das hört sich erstmal sehr gut an.
Gucken wir mal wieviel Widerstand dieses Spulenpaket dann produzieren würde. Hoher Widerstand = schlecht.
Meine Testspule hat 25 Windungen von jeweils ca. 11cm Länge. 25 mal 11cm = 2,75 Meter.
Der Draht der Testspule hat 0,7mm Durchmesser. Er hat pro Meter ca. 0,0463 Ohm.
Der gesamte Generator hätte dann hochgerechnet 2,75m x 96 (96 Spulen) = 264 Meter Draht.
264 Meter x 0,0463 Ohm (pro Meter) = 12,2 Ohm.
Natürlich ist das nur eine erste grobe Hochrechnung, aber sie zeigt schon die Richtung an in der es weiter geht.
Da ich bei diesem Generator eine Übersetzung (wie bereits angekündigt) fest eingeplant habe, verbessern sich
diese Werte noch erheblich. Bei einer vorgeschalteten Übersetzung würde sich der Widerstand (bei gleicher Abgabespannung)
im Quadrat des Übersetzungsverhältnisses reduzieren. Beispiel: z.B. eine 1:4 Übersetzung würde den Innenwiderstand um den
Faktor 4 x 4 = 16 verringern da man nur 1/4 der Windungen für die gleiche Spannung benötigt und diese wenigen Windungen
dann aus viel dickeren Draht entstehen können. Aus den geschätzten 12,2 Ohm würden dann nur noch 0,76 Ohm werden.
Diese beispielhaften 0,76 Ohm bei 25 Volt je 100/Umin wären dann ein wirklich sehr guter Wert, fast zu gut.
Die ganze Rechnerei ist erst eine grobe Abschätzung mit einem grossen möglichen Fehlerfaktor.
Trotzdem freue ich mich sehr.

Grüsse
Bernd