Stillstand

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Beitragvon andreas » Fr 8. Apr 2011, 20:40

Hallo Allerseits,

seit gestern gibt es hier Wind ohne Ende. Ab dem heutigen Mittag ging er nicht mehr unter 10 m/s Mittelwert, nachmittags bis 14 m/s hoch. Abends zwei Stunden abwesend, stand mein kleines Horizontal-Windrad bei meiner Rückkehr still, keine Rotation mehr. Kurz vorher gab es 16 m/s, wohl doch etwas zu viel. Schon am Nachmittag sprach häufig die Sturmsicherung an, aber offenbar hat der Stator die hohe Dauerlast nicht ausgehalten und sich zwischen den Magnetscheiben zu breit gemacht. Morgen werde ich den Mast herunterklappen und den Generator zerlegen.

Passenderweise ist der neue Stator schon im Bau - er hat überlappte Drehstromwicklungen und ist deutlich niederohmiger als der alte. Sobald er fertig ist, werde ich mich im Generator-Bereich darüber auslassen.

MfG. Andreas
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Re: Stillstand

Beitragvon Bernd » Sa 9. Apr 2011, 01:07

Das heisst dein Stator ist geschmolzen ?

Grüsse

Bernd
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Re: Stillstand

Beitragvon andreas » So 10. Apr 2011, 09:52

Hallo Bernd,

geschmolzen nicht gerade, aber ich habe beiderseits des Stators kräftige Schleifspuren des Rotors. Obwohl ursprünglich mit genug Platz zwischen Rotor und Stator eingebaut, lag nun der Rotor auf einer Seite des Stators fest an und wirkte wie eine Scheibenbremse.

Oberseite.jpg
Gesamtluft nun auf der Oberseite
Oberseite.jpg (27.19 KiB) 10420-mal betrachtet


Unterseite.jpg
Hier ist kein Platz mehr
Unterseite.jpg (23.58 KiB) 10420-mal betrachtet


SchädenOberseite.jpg
SchädenOberseite.jpg (50.29 KiB) 10420-mal betrachtet


SchädenUnterseite.jpg
Die Bremsscheibe
SchädenUnterseite.jpg (72.37 KiB) 10420-mal betrachtet


Entsprechend blank poliert sehen die Magnete auf der Unterseite aus:

MagneteUnten.jpg
Hier war mal Lack drauf
MagneteUnten.jpg (42.1 KiB) 10420-mal betrachtet

Das ging so weit, daß sich die äußeren Magnetkanten ins Trägermaterial eingearbeitet hatten:

DetailUnterseite.jpg
Schrott
DetailUnterseite.jpg (48.3 KiB) 10420-mal betrachtet

Dabei hat es auch Kupfer abgetragen, dieser Stator ist Schrott. Der neue ist in Arbeit.

Leider ist mir vollkommen unklar, wie es zu solchen mechanischen Verwerfungen kommen konnte.

MfG. Andreas
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Re: Stillstand

Beitragvon itsandbits1 » So 10. Apr 2011, 20:00

it is sad to see this hard work go to waste. I hope you find the reason that it moved to one side and can correct it easily so this does not happen again :( :( :( :( .
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Re: Stillstand

Beitragvon Bernd » Di 12. Apr 2011, 07:55

Hast du heraus gefunden warum die Magnete aufsetzten ?
Hat sich die ganze Konstruktion evtl. verwunden oder hat die Lagerung soviel Spiel ?

Grüsse

Bernd
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Re: Stillstand

Beitragvon andreas » Di 12. Apr 2011, 21:03

Hallo Bernd,

es war nicht herauszufinden, was dort passiert ist. Die Lagerung ist spielfrei (wie sich das für ein Festplattenlager gehört), aber vielleicht die Welle an sich im Lager ein wenig dünn. An Verwindung des an vier Punkten aufgehängten Hartgewebe-Stators habe ich schon im letzten Jahr gedacht, weil dort eine ähnliche Situation auftrat und der Rotor am Stator schliff, allerdings nur geringfügig. Daraufhin habe ich den Stator mit randseitigen Alu-Winkeln verstärkt und wieder mittig zwischen den Rotorscheiben montiert. Geholfen hat es nichts, wie ich nun sehen konnte. Die wirkliche Ursache bleibt mir unklar.

MfG. Andreas
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Re: Stillstand

Beitragvon Ekofun » Do 28. Apr 2011, 18:19

Hallo Andreas,

wenn nirgendwo Spiel ist,alles fest dann kann ich mir diese Schaden wegen hohe Temperatur erkähren.Alle Metalle machen sich breiter je höher Temperatur wird,und Klebstof konnte das nicht verhindern,wirklich Schade,tut mir Leid. :( :(

Eingetlich diese Sache hatt mir wieder einmal gezeigt auf wieviel Dinge soll man Acht geben bei Windanlagen.Soll man dem nechst eine Strombegrenzung in Geni machen?

Nochmal es tut mir Leid.

Viele Grüße

Ekofun
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Re: Stillstand

Beitragvon andreas » Do 28. Apr 2011, 21:13

Hallo,

mitunter habe ich den Eindruck, dass der gesamte Rotor nach vorn, also gegen den Winddruck, verschoben worden ist. Denn die Schleifspuren traten vermehrt auf der hinteren Magnetscheibe auf. Und dann verrückterweise auch noch an den Außenkanten der Magnete, so als ob sich die Magnetscheiben verbogen und einander zugeneigt hätten. Technisch kann das gar nicht sein. Bei sehr hohen Drehzahlen ist es denkbar, dass zu dünne Magnetträgerscheiben aufgrund der Fliehkräfte der einseitig aufgeklebten Magnete nach außen verbogen werden, weil es die schweren Magnete in die Rotationsebene zieht. Das ist mir mit recht dünnen Aluträgerplatten passiert, die schliffen dann an den Schrauben des Lagerbocks. Bei den aktuellen Trägerscheiben möchte ich das ausschließen, denn sie sind aus 5 mm dickem Stahl gefertigt.

MfG. Andreas
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Re: Stillstand

Beitragvon Ekofun » Fr 29. Apr 2011, 10:50

Hallo Andreas,

ich hänge eine Genischuzschaltung der vom vielen möglichen einfach ist,bei.
Werde mich Interesiren Ihre Meinung darüber.

Viele Grüße

Ekofun
Dateianhänge
Mappe2genischuz.xls
(18 KiB) 70-mal heruntergeladen
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Re: Stillstand

Beitragvon bernhard8 » Fr 29. Apr 2011, 15:41

Ich denke der Generator sollte so ausgelegt sein dass man ihm im Notfall kurzgeschlossen betreiben kann. Ich mache das so weil ich ja mein Windrad genau auf diese Weise bremse.

Falls du die Last wegschalten würdest würde das Windrad noch höher drehen.
http://www.bernhard-raab.info/windrad
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