Generator klassisch

Generator klassisch

Beitragvon Manfred » So 24. Apr 2011, 21:41

Hallo,

ich wünsche Euch allen noch ein schönes Osterfest. Mir hat der Osterhase eine Bastelidee für einen 1 Phasengenerator in das Nest gelegt. Ich bitte Euch um schonungslose und kreative Kritik.
Um das Rastmoment zu verringern habe ich die Magnete zum Stator versetzt angeordnet, siehe auch hier http://www.otherpower.com/images/scimag ... ial_V1.pdf
Die Statornuten sind in Form und Höhe noch nicht ausgebildet. Der Rotordurchmesser beträgt 98mm. Bis auf die Statorbleche hätte ich alle Materialien im Hause.
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Grüsse
Manfred
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Re: Generator klassisch

Beitragvon Bernd » So 24. Apr 2011, 21:58

Wenn du die Position der Magnete zur Spule von Magnet zu Magnet veränderst dann erhälst du
keinen 1 Phasen Generator mehr.
Das was du da gezeichnet hast ist ein 6 Phasen Generator dem es etwas an Magneten mangelt.
Setze doppelt soviele Magneten ein, also immer noch einen dazwischen, dann hast du einen
funktionsfähigen 6 Phasen Generator mit wenig Rastmoment.

Soll es unbedingt 1 phasig sein dann kann man die Magnete etwas schräg stellen aber irgendwann
wird das Schrägstellen dann kontraproduktiv, das heisst die Leistung sinkt. Nach meiner Einschätzung
sinkt die Leistung durch Schrägstellen bei einem 1 Phasen Generator noch bevor man die Rastung beseitigt hat.
Für einen mehrphasigen Generator gilt das nicht.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator klassisch

Beitragvon Manfred » Mo 25. Apr 2011, 09:57

Hallo Bernd,

Bernd hat geschrieben:Das was du da gezeichnet hast ist ein 6 Phasen Generator dem es etwas an Magneten mangelt.

:D Das ist ja eine sehr gute Nachricht. So weit habe ich noch garnicht gedacht, 6 Phasen das wäre jetzt das 3. Semester im Windforum ( = 3. Generator).
Mit 24 Magneten sieht das schon mehr nach Generator aus. Wo ich so ein Blechpaket her bekomme liegt noch völlig im dunkelen. Oder gibt es genormte Grössen ? Mit jedem Projekt tauchen neue Fragen auf.
DSC00515.JPG
DSC00515.JPG (90.75 KiB) 5931-mal betrachtet

Nach Deinem positiven Bescheid zu diesem "Osterei" werde ich in der Rubrik Generatortechnik einen Baubericht einstellen.

Grüsse
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Re: Generator klassisch

Beitragvon Bernd » Di 26. Apr 2011, 12:29

Ich muss mich korrigieren, es ist sogar ein 12 Phasen Generator geworden. :)

Das macht eigentlich keinen Sinn deshalb solltest du das Verhältnis zwischen Eisenkernen/Spulen und
Magneten etwas verändern. Gängig sindn meist 3 Phasen.
Dabei benötigt man bei der gezeigten Bauart 1/4 weniger Spulen als Magnete um auf den 120 Grad Phasenversatz zu kommen.
Als Beispiel kommen auf 24 Magnete 18 Spulen/Spulenkerne für 3 Phasen Betrieb.

Bei 4 Phasen benötigt man 1/5 weniger Spulen als Magnete (um auf den erforderlichen Phasenversatz zu kommen)
Bei 5 Phasen benötigt man 1/6 weniger Spulen als Magnete.
Bei 6 Phasen benötigt man 1/7 weniger Spulen als Magnete und so weiter...
Noch mehr Phasen machen bei so geringen Spannungen allerdings aus meiner Sicht keinen Sinn.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator klassisch

Beitragvon Manfred » Di 26. Apr 2011, 17:50

Hallo Bernd,

es wird ja immer besser. ein passendes Blechpaket mit 36 Nuten habe ich liegen. Bei dieser Anordnung steht der Nordpol auf dem Kopf und der Südpol auf der Nut im Blechpaket. Sollte das mit dem Rastmoment zu heftig werden, dann kommen da Luftspulen eingebettet in Kunststoff hin.

Grüsse
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Re: Generator klassisch

Beitragvon Bernd » Di 26. Apr 2011, 19:39

Für 36 Spulenkerne wären 48 Magnete nötig um bei der gezeigten Bauweise auf 120 Grad Phasenversatz zu kommen.
Jede 3. Spule gehört dann zu einer Phase.

Alternativ geht auch 30 Magnete und 36 Spulen für 5 Phasen Betrieb.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator klassisch

Beitragvon Manfred » Di 26. Apr 2011, 22:44

Hallo Bernd,

Als Beispiel kommen auf 24 Magnete 18 Spulen/Spulenkerne für 3 Phasen Betrieb. Ich bin davon ausgegangen das zwei Nuten pro Spule benötigt werden. Dann hätte es ja mit 36 Nuten für 18 Spulen schön gepasst. :oops: Oder zwei Statorwicklungen in einem Blechpaket ?
Die Idee mit dem geblechten Stator werde ich still und heimlich entsorgen ;) und auf die Luftspule los gehen.

Grüsse
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Re: Generator klassisch

Beitragvon Bernd » Di 26. Apr 2011, 23:11

Es kommt drauf an wie man wickelt.
Da du dich dazu nicht geäusert hast und auch in der Abbildung keine Spule zu sehen war bin ich davon
ausgegangen das du um jeden "Eisenzapfen" eine separate Spule wickeln wolltest so das sich in der Nut jeweils
die Drähte zweier benachbarter Spulen befunden hätten die die Nut jeweils zu Hälfte ausgefüllt hätten.

Man kann auch überlappend wickeln, so wie es in jedem normalen Elektromotor auch gemacht wird.
Dann würde man eine Spule über mehrere "Zapfen" führen so das sich die Spulen überlappen.
Allerdings muss dann auch ein und derselbe Magnetpol über die grösse der Spule reichen.
Das wäre dann der herkömmliche Aufbau eines eisernen Drehstromgenerators so wie ihn Ekofun schon
mehrfach beschrieben hat.

Grüsse

Bernd
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