Es gibt unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema.
Die einen meinen das die Spannung beim eisenlosen Generator nur durch das direkte Einwirken des Magnetfeldes auf den Kupferdraht
induziert wird, die Spannung also direkt in den Draht hinein induziert wird, so wie es Faraday einst heraus fand.
Ich war bis vor einiger Zeit ein glühender Verfechter dieser Theorie.
Die anderen sagen, nein auch für den eisenlosen Generator gilt die gleiche Induktionsformel wie für "normale" Spulen mit Eisenkern.
Bei dieser "Spulenformel" ist es aber egal ob sie rund, quadratisch oder länglich aufgebaut ist, es zählt einzig deren Flächeninhalt.
Günstig sind da sogar runde oder quadratische Formen, weil sie für relativ viel Fläche wenig Draht benötigen.
Bei der Formel für die direkte Induktion in den Draht hinein ist hingegen nur die Länge des Drahtes/Spulenschenkels der vom
Magnetfeld getroffen wird entscheidend. Hier wären längliche Spulen günstiger.
Tatsächlich ergeben sich aber sehr ähnliche Ergebnisse, egal mit welcher Formel man die Höhe der Induktion berechnet !!
das wäre mir eine gute Erklärung warum diese polnischen Supergeneratoren ( im Forum besprochen ) schon bei einer
geringen Drehzahl eine so hohe Spannung erzeugen.
Nein das glaube ich nicht. Bei den polnischen Generatoren handelt es sich um eiserne Gesellen bei denen unzweifelhaft die
normale "Spuleninduktionsformel" angewendet werden muss. Hier ist wie gesagt nur die Grösse des Flächeninhaltes der
Spule ausschlaggebend, nicht die Formgebung der Spule.
Die teils längliche Spulenform in den eisernen Motoren/Generatoren resultiert wohl mehr aus der benötigten Anzahl von
Polen die man für eine bestimmte Drehzahl benötigt. Da der Platz naturgemäß begrenzt ist, werden die Spulen dann
schmal-länglich ausgeführt.
Dann bringt die Magnetanordnung in Längsrichtung der Achse wahrscheinlich mehr als das Stapeln der Magnete in die Höhe.
Weitere Magnete hintereinander ergeben eine grössere, längere Spule und damit mehr Spannung.
Allerdings steigt auch im gleichen Maße der Innenwiderstand durch die nötige Verwendung von mehr Kupferdraht.
Beim Stapeln von Magneten übereinander sollte die Spannung durch ein stärkeres resultierendes Magnetfeld auch steigen.
Allerdings bei der GLEICHEN Menge an eingesetzten Kupferdraht denn die Spulebgrösse bleibt dabei ja gleich.
Der Innenwiderstand bleibt somit auch gleich und steigt nicht an. Das ist ein erheblicher Vorteil.
Wir erinnern uns "möglichst viel Spannung bei möglichst geringen Innenwiderstand" war das Ziel beim Generatorbau.
Grüsse
Bernd