Klauenpolgenerator

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 28. Aug 2011, 16:52

Leider fehlt mir ein Induktionsmessgerät in meiner Sammlung.
Was du sagst impliziert ja das riesige schnell drehende Motoren furchtbar geringe Induktivitäten haben müssten ?

Ein wesentlich grösserer Nachbau eines Dynamos hätte dann ja durch eine viel grössere Spule
mit viel mehr Fläche und grösseren Kern eine viel höhere Induktivität als der kleine Nabendynamo, richtig ?
Mit anderen Worten unser geplanter grosser Klauengenerator würde dann vielleicht 10 mal weniger
Strom und Leistung abgeben können als so ein kleiner Nabendynamo ?

Irgendwo ist da doch noch ein Denkfehler.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » So 28. Aug 2011, 17:32

Hallo Bernd,

auch wegen der Induktivitätsmessung war das Multimeter, was mein verstorbenes Metex abgelöst hat, ein UT70A. Seitdem ist vieles einfacher geworden, gerade bei Schaltreglern mit ihren Induktivitäten tappt man nicht mehr im Dunkeln.

Normalerweise vermesse ich keine Motore auf ihre Induktivität, kann also auch nicht sagen, wie es dort aussieht.

Beim Eigenbau-Klauenpolgenerator ist die Sache tatsächlich ungewiss. Vielleicht ist diese Bauart auch aufgrund der eingebauten Strombremse für den Windbetrieb ungeeignet. Aber dort kann man mit den Windungszahlen spielen und auch damit die Induktivität flach halten.

MfG. Andreas
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 28. Aug 2011, 17:52

Sicher das du dich nicht um zwei oder drei Kommastellen vertan hast ? :) Wohl nicht, wäre aber toll.

Die Induktivität einer Phase meines neuen 10 KW Generators beträgt laut Typenschild 4mH.
Kann dann 43 mH, also mehr als das 10 fache, für einen kleinen Dynamo hinhauen ?

Wenn man bedenkt das jede Phase pro Umdrehung 3 Hz erzeugt und der Generator bis 6000 U/min
ausgelegt ist, dann ergibt das bei 6000 U/min 300 Hz.
300 Hz und 4mH ergeben in etwa das gleiche wie 43mH und 30 Hz nämlich ca. 7,5 Ohm.
7,5 Ohm und 530 Volt verträgt sich aber besser als 7,5 Ohm und vielleicht 10 Volt des Dynamos bei 30 hz.

Warum hat ein Dynamo denn so eine grosse Induktivität ? Sicher das dein Wert stimmt ? ;) :)
Aber dort kann man mit den Windungszahlen spielen und auch damit die Induktivität flach halten.

Aber auch die Spannung.... das wäre dann leider kein Ausweg und wenn das mit der extrem hohen Induktivität
so stimmt würde das das Scheitern des Projektes bedeuten.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » So 28. Aug 2011, 18:18

Hallo Bernd,

vorsichtshalber habe ich nun auch den vollformatigen Shimano DH-3N20 vom Fahrrad der Tochter vermessen: 2 Ohm und 48 mH. Also nicht viel anders als der andere Nabendynamo.

So ein kleiner Dynamo hat viele Windungen drauf, um bei der geringen Drehzahl und der schwachen Magnetisierung schon Spannung zu holen, daher kommt diese hohe Induktivität. Dein großer Servomotor hat dagegen einen recht langen Weg, auf dem die Leiter direkt vom Magnetfeld geschnitten werden. Daher braucht er nur wenige Windungen und hat eine deutlich geringere Induktivität. Vergleiche mal die Magnetweglängen beider Konstruktionen, da liegen Welten zwischen.

MfG. Andreas
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » So 28. Aug 2011, 18:38

Hallo zusammen,

unsere Nabendinamo hat 28 Krallen,das ist 14-Polige Maschiene.So,jede E-Maschiene hat Nenndrehzahl und Frequenz ist
im Netz 50Hz.Vermutung: bei 14 Volpolen sollte Nenndrehzahl max.: Ns = F / p = 60 * 50 / 14 = 214 U/min.Darüber hinaus wird Strom geringer,Spanung wächst bis eine Punkt und dann ist kein Zuwachs mehr.

Kann sein das diese Geni mit 214 U/min sen Maxsimum erreicht hat und mehr Geht es nicht?

Vergleich:Drehstrommotoren mit 2P drehen 3000 U/min,4-polige 1500U/min;8-Polige 750U/min und so weiter.

Nehme an das Das mit Begrenzung zu tun hat und natürlich je schneller er dreht steigt auch Frequnz in Wicklung.

Das habe schon beobachtet bei einen Eisengeni den ich gebaut habe noch in Deutschland,er hate 24 Magneten und 12 Spulen pro Fase,also 12 Volpole.Wenn ich jetzt denke zurück dann ist mir klar warum Spanung bei 350U/min nicht mehr wurde,auch bei belastung wurde nicht mehr Strom sonder er hat sich komisch verhalten.Nach disen 350U/min hat er seine
"Bremswirkung" verlohren und drehte weiter wie im Lehrlauf.Habe gedacht das ich große Fehler gemacht habe,und der landete in s Schrot.Gab max. 250 Watt obwohl nach Drahtquerschnitt(1,52mm^2) sollte mehr geben.Damals wusste nicht warum.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » So 28. Aug 2011, 19:35

Hallo Ekofun,

Deine Rechnung mit der Grenzdrehzahl könnte stimmen. Die tritt beim Fahrrad bei knapp 30 km/h auf. Es scheint also, als ob man mit diesen dann etwa 50 Hz durchaus bekannte Gleise befährt und das recht gemütlich nach Netzfrequenzformeln berechnen kann.

Dass Du auf die Induktivität damals reingefallen bist, ist insofern auch kein Wunder. Aber es erklärt vielleicht auch anderen Generatorbastlern den deutlichen Einfluß der Wicklungsinduktivität auf die Generatorleistung bei höheren Drehzahlen.

MfG. Andreas
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon SCREAM » Mo 29. Aug 2011, 15:48

hi hab gerade das hier bei ebay gefunden http://www.ebay.de/itm/Windgenerator-Na ... 43a957c6b5

130 v mittels eines nabendynamos ?
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Mo 29. Aug 2011, 19:51

Hallo,

vermute das Dinamo ca 50 mA geben kann,nur durch umwickeln(warscheinlich dienere Draht) hat man normale Weise keine Leistungszuwachs.Wundere mich das er auch so hohe Spanung bekommen hat grade wegen der Problem mit Frequenzwiederstand.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » Mo 29. Aug 2011, 20:34

Hallo Ekofun,

die Spannung allein ist normalerweise kein Problem. Selbst aus einem Serien-Nabendynamo können auch mal unbelastet bis zu 50 V rauskommen. Erst, wenn Strom gezogen wird, macht sich die Induktivität der Wicklung negativ bemerkbar.

MfG. Andreas
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Di 30. Aug 2011, 15:27

Hallo zusammen,

bei Wechselstrombetrieb vom Spulen haben wir größere Spulenwiderstand als wenn Spule an gleiche Gleichstromspanung angeschloßen were.Da handelt sich um zwei Widerstände: Wirkwiederstand und Induktivewiderstand,beide zusammen machen dann Scheinwiderstand.Zeichen ist Z-Impendanz. ; Z = R = U / I ; I ist Efektievwert von I bei Wecselstrom.

XL = Induktive Widerstand........ RL = XL = ω * L...; L = 12,57 * N² * F / l * 10^-9 in Henri.
ω = 2*π * n..................................................N = Windungszahl
L = Induktivität............................................F = Eisenquerschnit in cm²
.................................................................l = Mittlereeisenweglänge in cm.

Dachte wenn möglich Induktivietät von Spule ausrechnen(Windungen) und dann mit kleinem " L " Spule machen,dann haben wir dementsprehend mehr Strom.

Zweite Alternative were Windungen rechnen für max. 215 U/min,also stat 60U/min setzen 215U/min,haben weniger Windungen und Spule hat kleinere Induktivietät,und kann mit noch dickeren Draht gewickelt werden.

Zur Zeit fählt mir nicht ein,Komentare gewünscht.

Grüße

Ekofun
Zuletzt geändert von Ekofun am Di 30. Aug 2011, 21:36, insgesamt 1-mal geändert.
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