Hallo alle zusammen,
Ekofun Deine Schlußfolgerung war, wenn nicht die Induktivität der Statorspule die Leistung begrenzt, was denn sonst? Dann muß es doch die Konstruktion sein. Ja, so ist es und das ist auch so gewollt.
Auch Andreas hat zuvor in einem Beitrag geschrieben: Der Nabendynamo ist absichtlich so gebaut, daß er die Leistung begrenzt. Dem ist nichts hinzuzufügen. Und weiter, diese Bauform
läßt auch höhere Leistung zu. Auch meine Meinung. Aber wir sind geteilter Meinung darüber ob diese Begrenzung vom induktiven Widerstand Xl der eigenen Statorinduktivität herkommt. Oder vom Aufbau
des magn. Kreises. Denn der ist in seiner Auslegung absichtlich knapp bemessen (1. langer Feldlinienweg 2. kleiner Feldlinienquerschnitt 3. bestimmtes Eisen, 4. größerer Luftspalt).
In den beiden Links von Bernd steht: Das die Begrenzung der Leistung auch von dem Xl der eigenen Induktivität herrührt. Allerdings hab ich den Eindruck, das der Autor das etwas halbherzig
vertritt. Seine Berechnung ist so als ob diese Induktivität außen liegt, nicht zum Gen. gehört. Dann wirkt sie ja so wie er rechnet. Und auch der zweite Autor geht auf die Begrenzung durch die eigene Induktivität nicht ein. Er schaltet im weiteren eine andere Induktivität außen an, berücksichtigt dann die innere Induktivität nicht weiter. Und das ist richtig so.
Es muß nicht automatisch jeder veröffenlichte Vortrag richtig sein. Dazu gibt es bestimmt mehrere Meinungen.
Das Problem ist, es muß schon bei kleiner Geschwindigkeit genügend Spannung an der Lampe sein muß. Aber dann wird die Spannung zu groß und muß wieder klein gehalten werden.
So bin auch der Meinung die zweite Autor vertritt: Eine außen angeschlossene Induktivität begrenzt die Leistung am Lastwiderstand sehr gut.
Denn ihr Xl hält die Spannung an der Last einigermaßen stabil bei steigender Frequenz. Beide zusammen sind ein Scheinwiderstand.
Aber die eigene Induktivität des Stators ist anders zu betrachten, weil sie selber die Quelle ist. Das versuche ich zu belegen.
Alles was da kommt von der Statorspule durch Induktion (Spannung, Strom) kann doch nicht durch den induktiven
Widerstand Xl derselben Spule behindert werden. Diese hat es doch gerade erzeugt. Es muß ein anderer Xl sein, der das kann und der nichts mit der Erzeugerwicklung zu tun hat. Die Sekundärwicklung eines Trafos könnte sonst
doch von vorneherein nie vollständige Wirkleistung abgeben. (mal abgesehen davon das das Netz schon viel Blindleistung enthalten kann,aber das sollten wir mal außen vor lassen).
Viele Mitglieder im Forum haben doch einen 2 Kanal Oszi. Man kann das doch mal messen. Eine Hilfswicklung ca. 5 Wdg. mit auf die Statorwicklung wickeln. Und eine ohmsche Last an den Ausgang.
Die Spannung an der Last auf Kanal 1, die Spannung der Hilfswicklung (das ist der Strom) auf Kanal 2. Das jeweils andere Ende auf gnd am Oszi.
Dann kommt es heraus wenn man das Bild zum stehen bekommt bei fester Drehzahl. Beide Kurven liegen genau in Phase.
mfG Peter Sombrero
