Klauenpolgenerator

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » Mo 26. Sep 2011, 08:27

Hallo,
Ich glaube auch das der magn. Streufluß mit die Lösung für eine Begrenzung ist. Wie Bernd schrieb hat man das beim Schweißtrafo so gemacht. Dies mit einem dicken Eisenbalken zwischen Primär- u. Sekundärwicklung. Den konnte man verdrehen und so einen kleinen oder großen magn. Nebenschluß herstellen.
So hat man der Sek. Wickl. sozusagen den magn. Saft abgeschnitten. Eine Begrenzung war das. Sonst hätte man auch einen satten Kurzschluß über den Schweißdraht.
Wie dieser magn. Nebenschluß bei dem Nabendynamo verläuft bekommen wir auch noch heraus.
Bei dem bedeutet es auch, daß der magn. Fluß von den Festmagneten nicht mehr vollkommen an die Spule gelangt. Aber das geschieht doch eigentlich über die mager ausgelegten Eisenwerte?

Die Messungen von Andreas sind so wie ich vermutet hatte. Beide Ausgangsspannungen sind gleich. Egal ob 5 kHz oder 20 kHz am Eingang liegen.
Wenn die Begrenzung durch den induktiven Widerstand Xli im Vordergrund wirken würde, wäre die Ausgangsspannung bei 20 kHz wesentlich kleiner ausgefallen als bei 5 kHz.
Immerhin ist Xli bei 20 kHz viermal so groß.
Das bedeutet induktiver Widerstand der Spule hat keinen Einfluß. Vielleicht müßte der Lastwiderstand etwas kleiner sein als 2 kOhm.

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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » Mo 26. Sep 2011, 14:32

Hallo,
Es gibt doch einen alternativen Weg des Flusses, der nicht durch den Kern der Sekundärwicklung geht. Beim Schweißtrafo war es der magn. Nebenschluß (der drehbare Neben-Eisenkern).
Bei anderen Trafos ist es das Streufeld (auch ein magn. Nebenschluß). Das führt immer dazu, daß auf der Primärseite die Induktivität zunimmt. Oder man kann es auch so sehen, daß
die Primärwicklung mehr u. mehr selbst zu einer Drossel wird. Da haben wir wieder die Drossel. Die kann man auch auf die Sekundärseite legen. Dann haben wir die Begrenzung. Das wurde doch bei dem Nabengenerator so gemacht, eine Drossel auf die Statorseite legen. (Die beiden Links von Bernd sagen das). Wo diese Drossel in der Praxis hingelegt wird weiß ich nicht. Vielleicht wird sie mit auf den Stator gewickelt.
Aber das ergab eine frequenzabhängige Begrenzung
bei der die überschüssige Leistung nicht am Draht verbraten wurde. Somit auch kein Bremsmoment am Gen. erzeugte. Die Leistung wird gar nicht erst erzeugt. Eigentlich genial.
Natürlich haben Generatoren keine Primärwicklung. Und folglich können die mit zunehmender Drehzahl--Frequenz--Leistung auch keine Induktivität zur einer Primärwicklung transformieren?
Dann gibt es doch nach meiner Meinung nur noch einen einzigen anderen Weg des magn. Flusses. Der soll nicht mehr durch den Kern der Statorwicklung gehen.
Nichts mehr zur Leistung beitragen. Also geht er vom N-pol durch Luftspalt zu N-Klauen durch Luft zu den S-Klauen durch Luftspalt zum S-pol u. durch den Rückschluß wieder zum N-pol. Das ist auch ein magn .Nebenschluß und zwar durch knappes Eisen u.spitze Klauen.
An den Spitzen geht durch Sättigung die Wirksamkeit des Eisens zuerst verloren. Nach u. nach existieren die Klauen praktisch nicht mehr bei weiterer Leistungszunahme.
Gesättigtes ist magn. gar kein Eisen.
Sie werden nach außen gedrängt.

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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Mo 26. Sep 2011, 18:28

Hallo Peter,

habe eine Skize gezeicnet so das Missverständnise aus dem Weg sind,es geht um Drossel die intergriert in diese eine Spule ist.Wie das verbunden wurde weiss ich nicht gibt es nur zwei Möglichkeiten.
Sollte das so sein dann nur eine Spule wickeln sollte Problem weg sein,oder?

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » Di 27. Sep 2011, 08:02

Hallo Ekofun,
Ja, genau das habe ich gemeint mit Drossel die in die Statorwicklung mit eingewickelt sein könnte. Das weiß ich eben nicht genau. Wie das praktisch vor sich geht weiß auch nicht.
Ich glaube die Anderen wissen etwas darüber.
Nur der Spulenteil wird hier durch magn. Fluß beeinflußt u. erzeugt Leistung. Der Drosselteil bleibt frei von magn. Fluß. Die Drossel baut nur ihren induktiven Widerstand mit steigender
Frequenz auf. Das ist die Leistungsbegrenzung.
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Di 27. Sep 2011, 13:23

Hallo Peter,

gut,dann wie wers so: Um genau sehen was da ist Spule abwickeln,wenn da noch eine versteckt ist bei abwiekeln wird die entdekt.Dann eine neue Spule Wickeln und probieren.Windungszahl einschreiben um wieder spöter Originalzustand herzustellen.Dann denke ich haben keine Spere mehr,oder? Wenn nur neue Spule da ist ohne Drossel kann auch keine Xl entstehen,denke ich.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Di 27. Sep 2011, 17:54

Irgendwie wird mir das ganze immer skuriler. Aus den Wicklungen meiner Nabendynamos gucken jeweils
nur 2 Drähte heraus. Was würde eine zweite Spule auf dem gleichen Eisenkern denn für einen Sinn machen ?
Wie sollte diese zweite Spule denn mit der ersten beschaltet sein ?
So wie in Ekofuns Abbildung jedenfalls nicht, denn die Beschaltung ergibt ja eine grosse Spule bzw. müsste
man der Drossel dann wohl sagen das sie eine Drossel sein soll und dem Rest der Spule müsste man sagen das sie
die eigentliche Spule sein soll. :)
So wie in der Abbildung wäre die Drossel keine Drossel sondern wäre einfach eine weitere spannungserzeugende Spule.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Di 27. Sep 2011, 18:36

Hallo bernd,

Ja,so nicht,habe auch Peter gesagt das ich nicht weiss wie, also habe gedacht Er stellt es richtig.Nun denke das ist in den Art eine Spule mit Anzapfung(enlich wie bei Poti)und damit geteillt so das eine Teill Drossel ist und andere Teill Stromerzeuger.Man kann auch ein Tiefpas Frequenzmässig in eine Wicklung versteken mit heutigen kleinen Bauelmenten möglich.Tiefpas lässt niedriege Freqenzen(gerechnete in Werk)durch und wenn Frequenz höher wird spert er sie.Auf diese Art kann man auch Spere machen,belastung von 0,5A ist nicht Problematisch.Tif und Hochpas werden in Radiotechnik (Tontechnik)verwändet,und auch in Hochvreqent Technik.Glaube da ist das auch möglich,nur weiss nicht genau wie!?
Ich schreibe so was mir in gedanken kreisst und Tiefpässe sind auch eine Möglichkeit um etwas zu sperren.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » Mi 28. Sep 2011, 07:32

Hallo Bernd und Ekofun,
Natürlich kommen aus dem Nabengenerator nur zwei Drähte heraus, denn die Statorspule u. Drosselspule sind im Gen. verbunden. Und zwar direkt an der Achse.
Wobei die Drosselspule magnetisch nicht zusammen mit der Statorwicklung in dem Nord--Süd Korb liegen darf.
Beide Spulen liegen gemeinsam auf der Achse. Aber Drosselspule muß ganz frei von dem magn. Fluß sein der die Leistung in der Statorspule erzeugt. Das ist der Fall wenn sie außerhalb des Korbes liegt.
Vielleicht muß man diese beiden Spulen sich mal genauer angucken. Falls Drossel vorhanden ist.
Wenn dort die Drosselspule zu finden ist, könnte man sie bei Wind Gen. Betrieb auch weglassen.
Ist da keine Drosselspule zu finden, dann erfolgt die Begrenzung bei dem Gen. nicht durch eine Drossel sondern nur durch die Bemessung des Eisens.

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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Mi 28. Sep 2011, 15:45

Es gibt im Nabendynamo nur einen Bereich wo sich aufgewickelter Spulendraht befindet, nämlich
auf dem Spulenkern.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » Mi 28. Sep 2011, 17:18

Hallo Bernd,
Ich habe nicht behauptet, daß bei einem Naben Gen. auf jeden Fall eine Drossel mit in die Statorspule gewickelt ist. Wenn Du meine Beitrage vom 26.9. u. 27.9. nochmal liest, dann erfährst Du das.
Ich habe geschrieben, daß eine Drossel auch ein Weg ist, diese Leistungsbegrenzung zu erreichen. Diese muß sich aber auf jeden Fall außerhalb des Bereichs der Statorspule befinden. Genauer sie muß
sich außerhalb des magn. Flusses den die Festmagneten über die Klauen machen, befinden.
Denn diese Drossel darf nicht zur Leistungserzeugung beitragen. Bei dem Naben Gen. den Du geöffnet hast, wird einfach die Begrenzung mit dem knappen Eisen gemacht. So wie schon lange üblich.
Das mit der Drossel beschreiben die beiden Links die ich von Dir habe.
Aber ich behaupte, daß die Induktivität der Statorwicklung mit ihrem induktiven Widerstand keine begrenzende Wirkung auf die abgegebene Leistung hat. Weil sie selber eine erzeugende Wicklung
ist. Das haben wir herausgemessen mit dem Zweistrahl Oszi. Das ist doch ein Unterschied. Eine erzeugende Wicklung wirkt doch ganz anders als eine dazugeschaltete Drossel.
Aber das ist wieder ein anderes Bier.

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