Hallo,
Die Zweifel ob Induktivität einer erzeugenden Wicklung (Statorw. oder Sekundärw.) Einfluß auf die Ausgangleistung haben sind noch immer nicht ganz ausgeräumt. Ob mit Festmagneten oder einer Primärwicklung die Induktion an die Wicklung gebracht wird spielt hier wohl keine Rolle bei den Versuchen.
Natürlich muß man es praktisch untermauern. Sonst kann man es in der Technik nicht glauben. Ich glaube vorher auch gar nichts. Es würde aber dann viel Spulenberechnung überflüssig machen.
Andreas hat die Phasenverschiebung gemessen. Und zwar zwischen Spannung am ohmschen Widerstand u. Strom durch ohmschen Widerstand. Ergebnis Phasenverschiebung = Null. Das war mit 50 Hz.
d.h. Sekundärw. mit ihrem induktiven Widerstand hat keinen Einfluß. Induktivität mit L-C Brücke war da 31mH.
Dann hat er an einem anderen Trafo die Ausgangsspannung bei 5kHz u. 20kHz gemessen. Mit dem 2. Kanal des Oszi. Ergebnis bei 5kHz u. 20kHz ist die Ausgangsspannung gleich.
Schlußfolgerung induktiver Widerstand der Sekundärw. hat keinen Einfluß. Es gibt aber einen Einwand: der ist, daß man sagt der induktive Widerstand war zu klein gegenüber Rlast 2kOhm.
Bernd hat noch eine Anregung. Aber der Spannungsabfall wird bei Belastung so weit abfallen wie es der gesamte innere Widerstand vorgibt.
Das sind alle ohmschen Anteile. Draht Prim Sek. Eisenverluste usw.
Sollte der induktive Widerstand Sekundär eine Rolle spielen dann fällt die Spannung mehr ab.
Dazu habe ich im Anhang eine Schaltung die Aufschluß gibt über das Verhalten des induktiven Widerstands einer erzeugenden Spule. Ich hoffe es kommt dabei heraus.
Warum, wenn man so einen Gen. als Motor laufen läßt sich ein cos Phi also Phasenverschiebung einstellt. Die Antwort ist einfach. Weil dann die Wicklung keine Erzeugende ist.
Ich wiederhole mich.
Die Leistungsquelle die den Motor treibt findet Wirkwiderstand u. induktiven Widerstand vor. Das ergibt Scheinwiderstand, Scheinleistung cos Phi. Dabei ist wieder vollkommen egal wieviel cos Phi
das Netz schon vorher hatte. Ab der Sekundärwicklung stellt sich neue Phasenverschiebung ein. Und über alles gemessen ist cos Phi dann nur noch größer.
Der Anhang:..... Wenn die Induktivität der Sek. Wickl. mit L-C Meßbrücke gemessen angenommen 10mH hat. Dann ist deren Xl bei:
5kHz 314 Ohm... ...bei 2okHz 1256 Ohm......bei 80kHz 5024 Ohm.
Wenn die Eingangsspannung dann stabil 10V ist, dann wird die Ausgangsspannung bei ( Rlast 1kOhm) nach der Spitzenwertgleichrichtung etwa liegen bei:
5kHz ca 9.5V....... bei 2okHz ca 6.22V bei....... bei 80kHz ca 1.95V. Das kann ich nicht genau sagen, denn ich weiß nicht wie die Gleichrichtung sich verhält.
Wenn aber die Ausgangsspannung 3 mal etwa gleich ist, hier ca 9.8V ist. Dann hat der induktive Widerstand gar keinen Einfluß auf die Ausgangsspannung. Auch nicht ein bischen.
Ich glaube das ist ein Fall für Andreas.
mfG Peter Sombrero

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