Klauenpolgenerator

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 16. Okt 2011, 14:16

Der bei der Energieerzeugung fließende Wechseltrom, kein Laststrom/Nutzstrom, zur Potenzialtrennung wirkt der Drehbewegung entgegen,
erst der Laststrom ruft die Drosseleigenschaften der Spule hervor.

Kannst du das mal näher erläutern ? Welcher Strom sollte fliessen wenn keine Laststrom entnommen wird ?
Bevor eine Last angeschlossen ist kann kein Strom fliessen. Potentialtrennung ist kein Stromfluss.
Strom kann erst fliessen wenn die getrennten Potentiale miteinander verbunden werden.
Der Laststrom (nach meinem Verständnis gibt es nur diesen) hat keine Drosselwirkung bei einer Generatorwicklung zur Folge,
das hatte Peter ja nachgewiesen.
1) Zwei Spulen gleiche Windungszahl parallel schalten,da ist L nur die hälfte von eine Spule,wenn keine andere Erscheinungen dabei sind.

Zwei gleiche Spulen auf dem gleichen Kern bzw. selben magnetischen Kreis ergeben in Parallelschaltung nicht die halbe Impedanz.

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8418
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Old_Man » So 16. Okt 2011, 14:59

so,wenn das so istwie Sie sagen,und ist nicht messbar aber hängt vom Induktivität,dann haben wir zwei Möglichkeiten:


Es ist so, und aus der Formel U=IxR ableitbar, beweisbar! ;)

Die Formel sagt es ausdrücklich, U ist das Produkt aus einem fließenden Strom durch einen Leiter mit einem Widerstand R.

Um beim Nabendyno zu bleiben.

Habe ich bei X-Umdrehungen 6V anliegen und einen Laststrom von O,5 A, beträgt der Widerstand 12 Ohm. Der Spulenwiderstand war nach Messung vom Bernd ca 3 Ohm, dann beträgt der Blindwiderstand bereits 9 Ohm.
Habe ich bei Z-Umdrehungen 12V und noch immer einen Laststrom von nur 0,5A, muss bei gleichem Wicklungswiderstand von 3Ohm der Blindwiderstand gestiegen sein, sonst hätte ich nach der Formel U=IxR keine 12V Spannung. ;) Blindwiderstände können nur Wirksam werden, wenn sie auch im Stromkreis entstehen und dafür ist die Induktivität der Spule verantwortlich, sie reagiert auf die Laststromänderung.

Solltet ihr den mathematischen Nachweis auch nicht akzeptieren können, dann kann ich euch auch nicht weiter helfen. :(
Old_Man
 
Beiträge: 19
Registriert: Sa 15. Okt 2011, 00:28

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Old_Man » So 16. Okt 2011, 15:04

Hi Bernd!

Kannst du das mal näher erläutern ? Welcher Strom sollte fliessen wenn keine Laststrom entnommen wird ?


Der Strom um die Potenzialtrennung zu vollziehen! U=IxR stammt aus der Generatortechnik und besagt , das die Spannung ein Produkt aus IxR ist. Ohne Strom der durch einen Leiter mit dem Widerstand R fließt keine Spannung. ;)
Old_Man
 
Beiträge: 19
Registriert: Sa 15. Okt 2011, 00:28

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 16. Okt 2011, 15:06

Rolf was sagst du zu den Nachweisen die Peter uns zeigte das die Induktivität dann keine Rolle spielt
wenn die Spule selbst die Spannung durch ein ihr von aussen zugeführtes Magnetfeld erzeugt ?
Mir scheint du ignorierst das ?
Hast du seine Ausführungen und Versuche denn schon gelesen ?

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8418
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Old_Man » So 16. Okt 2011, 15:19

Bernd,

ich ignoriere nichts, sage aber nichts zu Messungen die sich an Grundlegendes orbeiorientieren. Eine einfache Oszimessung würde es an den Tag bringen, normale Digi-Messgeräte sind definitiv zu langsam, was die Anzeige des tatsächlichen Vorganges angeht.

Du hast es doch selbst auf deinem geliehenen Messgerät gesehen, führst es aber auf Windböen zurück, natürlich vorausgesetzt, das Messgerät war schnell genug, aber ähnlich müsste es sich auf einem Oszi darstellen, zackiger Stromsinus gemessen am Shuntwiderstand, das aber bereits bei einer gleichbleibenden Drehzahl!
Old_Man
 
Beiträge: 19
Registriert: Sa 15. Okt 2011, 00:28

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Old_Man » So 16. Okt 2011, 15:33

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 16. Okt 2011, 16:06
Rolf was sagst du zu den Nachweisen die Peter uns zeigte das die Induktivität dann keine Rolle spielt
wenn die Spule selbst die Spannung durch ein ihr von aussen zugeführtes Magnetfeld erzeugt ?


Der erzeugte Strom baut ein Magnetfeld auf, das der Drehbewegung entgegenwirkt. Hatte ich weiter vorn bereits gesagt. Wenn er sich allein darauf bezieht , ist es korrekt, wurde von mir auch nie angezweifelt und spielt sich im Inneren des Generators bei der Spannungserzeugung ab, hat aber mit dem Laststrom nichts zu tun.
Old_Man
 
Beiträge: 19
Registriert: Sa 15. Okt 2011, 00:28

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 16. Okt 2011, 15:52

Eine einfache Oszimessung würde es an den Tag bringen

Was an den Tag bringen ?
Peter hat die Spannung gleichgerichtet und gemessen. Was soll daran falsch sein ?
Diese Spannung müsste weit weit von dem abweichen was er gemessen hat wenn die Induktivität
beim Stromfluss einer Spule die selber Spannung erzeugt eine Rolle spielt.
Das kann man numal nicht einfach ignorieren.
An der Art und weise seiner Messung gibt es nach meinem Verständnis nichts zu deuteln.
Ich glaube du verrennst dich da in etwas.

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8418
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Old_Man » So 16. Okt 2011, 16:09

Diese Spannung müsste weit weit von dem abweichen was er gemessen hat wenn die Induktivität
beim Stromfluss einer Spule die selber Spannung erzeugt eine Rolle spielt.
Das kann man numal nicht einfach ignorieren.
Ich glaube du verrennst dich da in etwas.


Bernd , du hast U=IXR nicht richtig verstanden, es gilt immer! Die Gegeninduktivität ist R, sie begrenzt I, dabei bleibt U annähernd konstant. Wird also der Blindwiderstand kleiner, wird der Strom größer und umgekehrt, die Spannung bleibt eigentlich gleich.

Eine Gegenspannung verringert lediglich den wirksamen Teil der erzeugten Spannung, aber die Spannung selbst bleibt in ihrem Wert erhalten, das alles spiegelt sich in einer Oszi-Messung wieder, solange man den Spannungsabfall an einem Shunt misst.

Das alles ist grundlegendes Wissen der Elektrotechnik. ;)
Old_Man
 
Beiträge: 19
Registriert: Sa 15. Okt 2011, 00:28

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » So 16. Okt 2011, 16:17

Peter, wenn sich die Abgabespannung nicht ändert, ändert sich auch nicht der Strom und auch
nicht die erzeugte bzw. abgegebene Leistung. Auch das ist Elektrowissen erstes Lehrjahr. :)
Genau das ist es was Peter uns so anschaulich darstellte.
Die Induktivität des "Generators" hatte keinen Einfluss auf die Höhe der Abgabespannung unter Last.

Wenn also die abgegebene Spannung trotz hoher Induktivität der Erzeugerspule bzw. hohen Xl unter Last gleich bleibt,
dann kann die Induktivität in dem Fall keine Rolle gespielt haben denn sonst hätte ja die Abgabespannung/leistung
zurück gehen müssen, so wie es beim Nabendynamo der Fall ist.

Grüsse

Bernd
Bernd
 
Beiträge: 8418
Registriert: So 4. Jan 2009, 10:26
Wohnort: nähe Braunschweig

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » So 16. Okt 2011, 16:37

Hallo Old_Man,

Ich verstehe Dich noch nicht so richtig.
Wenn ich in meiner Messung weiter als 100kHz gegangen wäre sondern bis 300kHz. Dann wäre die Ausgangsspannung Uaus immer noch bei ca 2.19Vs gewesen.
Nach Deiner Theorie aber wäre Uaus nur noch ganz klein vielleicht 0.1Vs bei 300kHz. Da das ganze eine Gleichrichtung war kann man auch nicht von zu langsamen Multimeter sprechen.
Im Gegenteil man hat mit Multimeter noch eine viel bessere Ablesbarkeit der Werte.
Wie kannst Du das erklären? Bis 100kHz immer noch 2.19Vs und nicht 0.30Vs. Obwohl der induktive Widerstand bei 100kHz schon Xl2 7kOhm war.
Dieser Wert 0.3Vs hatte dann am Multimeter stehen müssen bei Xl2 7kOhm.

mfG Peter Sombrero
sombrero
 
Beiträge: 219
Registriert: Fr 20. Aug 2010, 08:00
Wohnort: Hamburg

VorherigeNächste

Zurück zu Generatoren



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 11 Gäste