Klauenpolgenerator

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Manfred » Mo 17. Okt 2011, 22:04

Ein Hallo an Alle,

ich habe mich einmal an Leute gewand die täglich Nabendynamos mit Erfolg produzieren. Die Fa. Schmidt hat auch geantwortet, was mich sehr gefreut hat.

Sehr geehrter Herr Preik,

Sie schrieben uns:

> ich bin ein Mechaniker der sich dem Modellbau verschrieben hat, aber ein
> fast ahnungloser Elektromaschinenbauer. Mein Erstlingswerk eines
> Generators aus einem Anlasser ging voll daneben.
> Nun wage ich mit einem Nabendynamo einen neuen Anlauf. Bei 150 U/min.
> bekomme ich 12 V aber bei 3 Watt ist Schluss. Was muss ich ändern, das
> da mehr an Leistung kommt ?

Nabendynamos wie der SON sind nur im Strom-Output limitiert - nicht aber
in Spannung und Leistung, so denn die Drehzahl hoch genug ist. Bei 150
U/min sollten 4-5 Watt mit einem SON28 erreicht werden können.

Vermutlich werden Sie einen Gleichrichter verwenden - da können schnell
nochmal 0,6 Watt Verlust anfallen, wenn Sie diesen mit normalen
Silizium-Dioden (besser: Schottky-Dioden oder gesteuerte MOSFet-Brücke).


> Mit meinen Freunden im Windradforum diskutieren wir heftig, aber eine
> Lösung der Leistungsbegrenzung ist nicht in Sicht.

Erhöhen Sie die Drehzahl. Dann kann mehr Leistung entnommen werden. Bei
hoher Drehzahl (um die 3000 U/min) haben wir sogar schonmal auf dem Niveau
220 Volt eine Leistung von 100 Watt elektrisch entnommen. Begrenzt ist
bauartbedingt die Stromabgabe.
Das Maximum liegt bei ca. 580 mA. Höchste
Leistung bei einer Drehzahl erhält man i.A., wenn man den Entnahmestrom
auf etwa 400 mA regelt. Spezialisierte Schaltreglersysteme wie das
"Busch&Müller E-Werk" oder der "Forumslader" ermöglichen hohe
Leistungsentnahme über einen breiten Drehzahlbereich und Laden eines 12-13
Volt Akku.

Gruß
Andreas Oehler
-- Wilfried Schmidt Maschinenbau Tel. (+49) 7071 38870 Aixer Strasse 44 Fax. (+49) 7071 38876 D-72072 Tuebingen email info@nabendynamo.de Germany http://www.nabendynamo.de

Ich hoffe diese Aussage kann uns etwas weiter bringen. Scheinbar wie allen anderen Generatoren ist die Drehzahl (Bahngeschwindigkeit des Magneten ) ein wichtiger Faktor.

Begrenzt ist bauartbedingt die Stromabgabe, dann hilft warscheinlich nur eine Änderung der Bauart.

Grüsse
Manfred
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ilias » Mo 17. Okt 2011, 22:18

interessant wäre es gewessen wenn sie dir die begrenzung der stromabgabe definiert hätten, wo ja unser problem liegt.
das wir mit höherer drehzahl die spannung und somit auch die leistung steigern können haben wir ja schon erkannt.
das was uns interessiert ist die begrenzung auf 0,5A bei stromabgabe. das ist das was wir abschaffen wollen.
vorrallem der begriff bauartbedingt ist sehr interessant...
gruß
Ilias
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Mo 17. Okt 2011, 22:19

Hallo Manfred,

ich gratuliere dich für diese Schritt,und er hat Klahrheit gebracht,keine Blindwiederstand sonder ist er so Materialmässig und beulig ausgelegt.
Denke mehr Eisenquerschnit starke Magneten und mehr Drahtquerschnitt dann sind wir auf richtigen Weg.Polzahl soll so bleiben,und denke wenn wir Material wechseln(Späne)und andere Änderungen machen ,brauchen wir keine 3000 U/mi.

Habe auch das vermutet,er ist so gebaut das er Spere hat.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Mo 17. Okt 2011, 22:30

Nett das sie Dir geantwortet haben Manfred.
Es wird in etwa das beschrieben was wir auch schon in Experimenten heraus gefunden haben.
Allerdings zeigen einige Grafiken, die sich auf die Erzeugung der Begrenzung durch die Induktivität des Nabendynamos beziehen,
einen anderen Abgabeverlauf als der der in der der Antwort beschrieben wird.
In den Grafiken auf die ich Bezug nehme knickt nicht nur der Strom ab sondern gleich die komplette Leistungskurve !!
Genau das konnte ich persönlich bei meinem Einsatz zur Ladung eines 12 Volt Akkus nie feststellen.
Gut das die Firma SON das genauso beschreibt.

Mit anderen Worten es ist keine Leistungsbegrenzung die im Nabendynamo wirkt, sondern "nur" eine Strombegrenzung.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » Mo 17. Okt 2011, 22:39

Hallo Bernd,

meiner Meinung nach ist es unstrittig, daß allein der Strom beim Nabendynamo eine Grenze hat - die unbelastete Spannung läuft linear mit der Drehzahl hoch, solange die Isolierung mitmacht. Dass damit auch die Leistung an einer festen Last ebenso begrenzt wird, ist normal und nicht zu ändern. Der einzige Ausweg, so einem Generator mehr Leistung zu entlocken, dürfte auf den Konstantstrombetrieb knapp unterhalb des Maximalstroms hinauslaufen.

MfG. Andreas
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Mo 17. Okt 2011, 23:07

Ja stimmt, an einer festen Last knickt zwangsläufig auch die Spannung/Leistung mit dem Strom ab.
Hmm... womit uns die Aussagen der Firma SON doch nicht weiter gebracht haben.
Näher ins Detail sind sie wohl nicht gegangen weil sie vermutlich dachten das das gar nicht gewünscht wäre
bzw. hatten sie angenommen das Manfred wissen wollte wie man einem Nabendynamo (ohne in abzuändern)
mehr entlocken könnte.
Für den tatsächlichen Grund des Stromknicks müsste man wohl noch mal gezielt fragen.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Mi 19. Okt 2011, 20:31

Hallo,

habe 253 gr. Späne vertig.Leider geht nicht schneller.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Wolle » Do 20. Okt 2011, 13:16

hey Ekofun,

warum nimmst du für die "Späneproduktion" eigentlich keine Flex mit Fächerscheibe :?:
Dann hat man zwar eine Mischung von Eisenspäne des Trafobleches und des Abriebes der Fächerscheibe,
doch die kannst du doch anschließend, mit einem Tuch und einem Magneten dahinter, sauber trennen.
Das würde doch nur einen Bruchteil der Zeit beanspruchen, statt mir der Feile...

Grüße Wolle
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Do 20. Okt 2011, 13:35

Hallo Wolle,

ja,habe versucht,aber kommen Funken abegeflogen und zwar jede Mänge,wenn ich Druck mindere kommt nichts.Glaube das Späne (Funken) verbränt,so ist mir diese Arbeit auf diese Weise geblieben.
Werde versuchen noch mit Eisensäge,3 Blätter zusammen einspanen und dan versuchen zu sägen,dann vileicht gehts schneller.Muss aber reisen 20 km bis Laden...

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Fr 21. Okt 2011, 12:16

Hallo,

habe jetzt gefunden wie man Späne schneller machen kann!Eisenstück einspanen dann mit kleinen Bohrer bohren,viele Löcher,dann größere Bohrer nehmen und gleiche Löcher wieder bohren,so mit 3 Bohrer verschiedene Größe.Wenn Bohren fertig wird,dann Pfane mit Späne troken und durchsieben.Größere Teil wird dan gemahlen mittels Kaffemühle.So kann pro Tag mindestens doppelte Menge Späne machen.Späne ist schön fein gemahlen.
Trozt dem ist lange Fertigungsprozes,aber deutlich schneller.Vileicht were ich schon Fertig,Idee kam zu spöt,aber besser zu Spöt als nie. :)

Heute habe gesammt 395 gr.Späne.

Grüße

Ekofun
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