Klauenpolgenerator

Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Manfred » So 23. Okt 2011, 22:31

Hallo,

zum Weichglühen habe ich mal die Bedingungen herausgesucht. Ein Ofen der über 7 Stunden die Temperatur auf 725 Grad konstant hält. Wer hatt so einen Ofen oder den Zugang zu so einem Teil :?:
Ausglühen soll, nach dem was ich mir erlesen konnte, bei Stahl eigentlich grundsätzlich einen positiven Effekt auf die magnetischen Eigenschaften bewirken.
Weicheisen = Trafoblech

weichglühen.png
weichglühen.png (88.7 KiB) 5809-mal betrachtet


Der Klauenpolgenerator ist eine Herauforderung die den Selbstbauer einiges abverlangt.

Mit Grüssen
Manfred
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » So 23. Okt 2011, 23:02

Hallo Manfred,

ich halte das Weichglühen nach Deinen Erläuterungen dazu für hobbymäßig nicht sinnvoll machbar. Ein fertiges Material mit solchen Eigenschaften (Trafoblech) dürfte leichter zu erlangen sein. Jeder Schrottplatz bietet sicher genug davon an.

MfG. Andreas
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Manfred » So 23. Okt 2011, 23:17

Hallo Andreas,

das herumkrabbeln auf einem Schrottplatz ist mit 72 Jahren etwas mühselig. Früher war ich ein häufiger Schrottplatzbesucher, das ist nun vorbei. Aber mit einer Flasche Bier vor dem TV............, dazu habe ich noch keine Lust, da bastele ich lieber.

Grüsse
Manfred
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » So 23. Okt 2011, 23:36

Hallo Manfred,

Trafobleche gibt es bei Sauter.Preiss weis ich nicht aber denke sind nicht zu Teuer.Dann ist das bischen einfacher,Meisel und Hammer,dann werden Bleche so geschnitten.habe schon geschrieben,muss Meisel aber gute Qualtaet haben.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Mo 24. Okt 2011, 22:33

Hallo,

hier Flußdichte vom Streicholzmagneten bei verschiedenen Luftspälten:

H/D = 0,15 Magnet in Liste hat 1,4T,bei H/D = 0,15 ist 338,56 mT Anfangswert,bei doppelte Höhe ist Anfangswert 525,68 mT!
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Werte für ein Magnet wie folgt:

Luftsp...1mm....=....222,99 mT
Luftsp...2mm....=....137,62 mT
Luftsp...3mm....=.....88,97 mT
Luftsp...4mm....=.....61,24 mT
Luftsp...5mm....=.....44,50 mT
Luftsp...6mm....=.....33,71 mT
Luftsp...7mm....=.....26,41 mT
Luftsp...8mm....=.....21,22 mT

So sehen die Werte aus und Rechnung stimmt zu 99%.Füge noch Diagramm dazu.

Grüße

Ekofun
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DSCI0053.JPG
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Mo 24. Okt 2011, 22:52

Ob man Stahl in seinen Eigenschaften nur dann wunschgemäß verbessern kann wenn man ihn 7 Stunden lang auf das Grad genau heiss hält
möchte ich mal bezweifeln. Mag sein das er dann zu 100% verändert ist, aber ich denke das was ein Schmied seit Jahrhunderten
macht dauert alles andere als 7 Stunden und führt trotzdem zu guten Ergebnissen.
Nach meinem Verständnis muss man den Stahl auf eine bestimmte Temperatur erhitzen (nicht auf das Grad genau) und dann
möglichst langsam abkühlen lassen um ihn "weich" zu machen. Mehr ist für uns nicht drinn und das sollte auch reichen denke ich.
Es ist ja nur eine Idee einer zusätzlichen Verbesserung und kein Muss oder Ausschlusskriterium.

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Manfred » Di 25. Okt 2011, 10:27

Hallo Bernd,

Bernd hat geschrieben: um ihn "weich" zu machen
:lol: ein rechter Schmied hat das Gegenteil im Sinn, der ausgeschmiedete Meissel soll hart sein und die Schneide steht, wenn ein Hufnagel ( = Weicheisen), ohne das an der Scheide eine Scharte entsteht, durchtrennt wird.
Das Ausglühen im Schmiedefeuer geht so. Das Material kirschrot erwärmen ( nicht heiss machen, das macht die Frau zu Hause mit dem Wasser) ;) und dann schnell in eine Aschekiste wo es dann einige Stunden ruht.
Während meiner Lehrzeit habe ich über Jahre nebenbei bei einem Hufbeschlagschmied gearbeitet und da waren die alten Techniken noch lebendig. z.Bsp. Eisenreifen auf Holzrad aufziehen, Hufbeschlag, Wagenbau und schmiedeeiserne Zäune.
Der Meister schmiedete in kürzester Zeit eine Rose, bei mir wurden das immer Gänseblümchen :x

Grüsse
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Di 25. Okt 2011, 11:39

"Erwärmen" klingt für mich aber noch harmloser als "heiss machen" oder Erhitzen. :)
Naja Hauptsache man versteht was gemeint ist. ;)
Wir müssen es einfach ausprobieren ob das etwas bringen könnte.

Haben wir uns eigentlich schon auf ein Maß geeinigt ?

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » Di 25. Okt 2011, 11:54

Hallo,
Ich muß die Gus-eisen-staub-produktions-diskussion nocheinmal kurz unterbrechen. Ist das ein schönes Wort? Aber es ist genau der richtige Ansatz zur Verminderung der Eisenverluste.

Eine neue Messung über die Auswirkung von Induktivität einer Wicklung die selber Leistung erzeugt auf die abgegebene Leistung. Das Ergebnis hatten wir schon.
In der 1. Messung bestätigt sich das Ergebnis vom 13.10.

In der 2. Messung habe ich eine Induktivität L3 in den Sekundärkreis gelegt, die keine Leistung erzeugt sondern nur ihren ohmschen Wid. 0.2 Ohm und induktiven Wid. Xl3 zur Geltung bringt.
Der ohmsche zählt hier sozusagen gar nicht.
Das Ergebnis kann man vorhersehen, aber vielleicht ist es trotzdem gut die Zahlen zu sehen.
L1= L2 = L3 = 5mH. Rlast immer 1kOhm.

f (kHz)..............0,072.....0,5.....0,7.......1,0.....5,0.....14,0.....100,0

1)
Uein (Vs)...........2,89......6,99....7,04......7,0.....7,01.....6,99......7,01.....Uein konstant gehalten, da kleiner ind. Wid. von L1 bei niedrigen Frequenzen. Der Sin. Gen. bricht ein.
Uaus (Vs)..........2,18......5,56.....5,61.....5,56....5,55......5,53.....5,56

2)
Uein (Vs)...........2,89.....7,01.....6,99.....7,01.....7,01.....7,0......7,01......Uein ebenfalls konstant gehalten. Jetzt mit L3 im Sek. Kreis.
Uaus (Vs)..........1,06.....1,88.....1,91.....1,77.....1,72.....1,69.....1,70

mfG Peter Sombrero
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon sombrero » Di 25. Okt 2011, 11:58

Hier noch die Me?schaltung dazu.
miL3 Einfl..jpg
miL3 Einfl..jpg (85.49 KiB) 5759-mal betrachtet
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