Hallo Ekofun
Servomotoren können oft an Netzspannung betrieben werden.
Nämlich dann, wenn Sie die 380V Drehstrom aushalten, die wir normalerweise bei Drehstrom im Haushalt haben (In der Industrie auch mehr, viel mehr).
Viele Servomotoren sind aber für wesentlich geringere Spannung ausgelegt b.B 110 Volt und die 3x110Volt liefert keine Steckdose einfach so.
Der Trick ist, den Servomotor über einen Frequenzumwandler zu betreiben.
Der kann die Spannung, den Strom und die Frequenz regeln (Je nachdem, was gewünscht wird und programmiert wurde)
Fall 1: Der FU fährt den Motor "eine Rampe hoch"
Das heisst bei z.B. Motor mit 11 KiloWatt und Spannung 110V hätten wir 100Ampere Strom und eine induktive Last, die noch wesentlich mehr Ampere im Einschaltfall ziehen würde und Ein-/Aus-Schalter Schalter im Ausschaltfall "verbrennt" (Gegeninduktion beim Ausschalten)
Der FU startet einen so großen Motor mit zum Beispiel 30V und 10Hz und erhöht dann langsam (vielleicht 15 Sekunden) die Spannung und die Frequenz bis zu den Motordaten (=Nenndrehzahl des Servomotors)
Fall 2: Der FU lässt den Motor mit doppelter Drehzahl laufen
Dazu fährt der FU den Motor auch hoch, stoppt aber nicht bei den 50Hz sondern regelt die Frequenz weiter bis 100Hz
Dazu müssen natürlich die Kugellager und sonstigen Motorparameter dies zulassen (Ein 11KW Motor wird dadurch nicht zum 22KW Motor, wäre schön

)
Fall 3: Der Motor wird unterhalb seiner Kenndaten betrieben (geringere Frequenz und Spannung) und soll eine auftretende Last ausgleichen (konstante Drehzahl)
Der FU vergleicht die programmierten Soll-Werte mit den Ist-Werten und regelt U oder F nach. (Aufzugs- & Kransteuerung)
Schönen Gruß
Mike