Generator-Idee neu?

Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon Bernd » Mi 11. Jul 2012, 12:17

Die Magnete sind gewissermassen die Kraftquelle die ein Generator benötigt um Energie erzeugen zu können.
Ähnliches gilt für die Spulen. Auch ohne sie geht nichts.

Reduziere ich die Anzahl der Magneten dann reduziere ich unweigerlich das Ergebnis.
Das gleiche gilt widerum für die Spulen. Nutze ich den zur Verfügung stehenden Spulenraum nur
unzureichend aus, fällt das Ergebnis schlechter aus als es könnte.
Will sagen : weniger Magnete = schlechtere Performance des Generators

Grüsse

Bernd
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon seb » Mi 11. Jul 2012, 12:21

Na gut, entweder ich mache es mit Drehzahl wett, oder ich erweitere den Ringkerngenerator entsprechend.
Es geht mir vor allem um die Überlegung, wie die Spulen und Magnete richtigerweise zueinander stehen müssen.

Viele Grüße

Sebastian
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon Bernd » Mi 11. Jul 2012, 13:01

Ideal wäre aus meiner Sicht wenn ein Magnet so breit wäre wie eine Spule.
Das ergäbe die höchste Änderungsgeschwindigkeit des Magnetfeldes und damit folglich auch die höchste Induktion.
Das Magneten zur Funktion links und rechts der Spule stehen müssten und dazwischen eine grosse Lücke nötig wäre
ist nach meiner Meinung vermutlich nicht richtig.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon seb » Mi 11. Jul 2012, 16:40

Hallo Bernd,

Laut der Handschrift vom Herrn Turner ja:

http://www.walter-thurner.de/ring.pdf

Da ist die Darstellung des Gernerators Fig.1. Hier wird das Funktionsprinzip gezeigt. Der Strom wird durch das Wechselfeld im Kern erzeugt.
Letztendlich ist es nichts anderes als in dieser Skizze, die ich mal in diesem Thread reingestellt habe:

U-Kern-Geni.JPG
U-Kern-Geni.JPG (31.61 KiB) 5328-mal betrachtet


An den Enden eines Spulenkerns wirken 2 unterschiedliche Pole, durch die Drehung des Läufers werden diese Pole gewechselt.
Darum denke ich, daß die Lücke zwischen den Magneten der Wickelhöhe der Spule entsprechen sollte.

In der "Skizze" des Ringkerngenis habe ich die Spulen 3-phasig vorgesehen. Eine Spule sitzt also immer zwischen 2 Magneten.
Bei der Weiterdrehung werden dann die anderen Spulen auch bedient während sich das Feld der zuvor betrachteten Spule wechselt usw....

Wie denkst du darüber?

Viele Grüße

Sebastian
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon Bernd » Mi 11. Jul 2012, 17:38

Auch in der jetzt von Dir gezeigten Abbildung ist es nicht förderlich 50% des möglichen Magnetraumes
frei zu lassen. Es gibt keine kommerziellen Generatoren bei denen man 50% des möglichen Magnetvolumens
ungenutzt lässt.

Du versuchst so zu konstruieren das ein Magnetfeld auf- und wieder abgebaut wird BEVOR es seine Richtung wechselt.
Tatsächlich kann aber beides gleichzeitig erfolgen. Wenn du in der letzten Abbildung doppelt so viele Magneten
einsetzt, dann erzielst du (wenn die Spulenkerne genau über jeweils einem Magnetpol stehen) die gleiche maximale
Flusshöhe. Wenn der Rotor sich aber weiter dreht wird das Feld viel schneller wieder abgebaut und schon wenn der
Rotor zwischen zwei Magnetpolen steht beträgt es Null und kehrt sich dann um.
In deinem Falle müsste der Rotor erst eine ganze Magnetpollänge weiter drehen bevor die Flusshöhe wieder Null beträgt
und es sich umkehren kann.

Du siehst mit mehr Magneten erzielt man zwar in diesem Fall keinen höheren maximalen Fluss, aber der magnetische
Fluss polt sich doppelt so schnell um = doppelte Induktion.

BTW
Herr Thurner sagt unter anderen auch das ein anderer Ringgenerator von ihm Gleichspannung erzeugen kann und und ....
Wenn du dich ein bisschen näher mit seinen (teils sehr esotherischen) Überlegungen beschäftigst wirst du eine andere Sichtweise
zu seinen Aussagen über Generatorbau erlangen. Ich bin am Anfang auch auf einiges von ihm reingefallen. Nicht ohne Grund
hat er auf Nachfragen durch mich nie reagiert.
Mal ein Beispiel zum Sachgehalt der Äusserungen, Zitat :
Stand der Technik:
In einem konventionellen Elektrogenerator wird Elektrizität dadurch erzeugt, daß
bedingt durch die Selbstinduktion sich Polfelder so zueinander bewegen, daß sie der
Antriebsenergie entgegenwirken.
Erreichte Vorteile:
Durch das geringe Rückdrehmoment bei elektrischer Belastung des Ringkerngenerators
sind neue Wege zur Elektrizitätsgewinnung möglich geworden. Es sind
keine Polschuhe vorhanden, die eine Polreibung erzeugen. Es entsteht kein Polfeld,
das von einem anderen Polfeld zurückgedrängt wird.

Mit anderen Worten, unter Belastung muss diesem Generator weniger mechanische Energie zur Erzeugung
der gleichen elektrischen Leistung zugeführt werden wie anderen Generatoren.

Das das großer Unfug ist kann man sich denken.... siehe Lenzsche Regel, Energieerhaltungsgesetz etc.
Ich bin zu dem Sachgehalt seiner Thesen sehr sketisch eingestellt. Vieles ist wohl mehr reines Wunschdenken.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon seb » Mi 11. Jul 2012, 20:01

Danke für die Antwort, Bernd,

Andere Projekte von ihm wirken wirklich esotherisch. Schade eigentlich, da die Idee des Ringkerngenerators ja in Ordnung ist.

Hmm, bisschen verwirrt bin ich aber jetzt trotzden noch. Du hast ja alles schön logisch erklärt.
Okay, das Magnetfeld sollte sich schnell wechseln und die Magnete können eng beieinander stehen, damit ein schnellerer Wechsel überhaupt erst möglich wird.
Je schneller der Wechsel umso höher ist die Induktion.

Aber warum kann ich dann einen Scheibengeni nicht so füllen? Warum muss bei dem immer Luft zwischen den Magneten sein, daß nur ein Magnet einen Spulenschenkel überstreift?

Viele Grüße

Sebastian
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon Bernd » Mi 11. Jul 2012, 22:41

Nein du kannst auch beim Scheibengenerator die Magnete dicht bei dicht montieren.
Im Nahbereich wird sich dann alllerdings zwischen den Magneten eine Art magnetischer Kurzschluss
ergeben, das ist aber immer so und unvermeidlich. Deshalb kann man ruhig einen kleinen Spalt zwischen
den Magneten belassen ohne Nachteile zu erhalten.
Wichtig ist das ein Magnet den Spulenkern voll ausfüllen sollte. Der Magnet sollte also in etwa die
Dimensionen des Spulenlochs aufweisen beim Scheibengenerator.
Wenn die Spulenschenkel recht breit sind wird es sich automatisch ergeben das sie kurzfristig von 2 Magneten
unterschiedlicher Polung überstrichen werden. Das ist kein Problem.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon andreas » Mi 11. Jul 2012, 22:46

Hallo Sebastian,

das hat konstruktive Gründe. Beim Scheibengenerator liegt die Spule flach und sollte daher direkt von zwei Magneten genau auf den Schenkeln bedient werden. Beim Ringkerngenerator steht die Spule zu den Magneten hochkant, dort können die Magnete direkt vor und hinter der schmalen Spule in den Ringkern einwirken.

MfG. Andreas
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon seb » Do 12. Jul 2012, 06:24

Jetzt habe ich die Magnet-Polzahl erhöht um das Doppelte.
Das sieht jetzt so aus:

Inneres Ringeni.JPG
Inneres Ringeni.JPG (54.54 KiB) 5292-mal betrachtet


Jetzt erscheinen mir aber die Spulen zu breit ggü. der Spulenwickelbreite.

Sebastian
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Re: Generator-Idee neu?

Beitragvon Bernd » Do 12. Jul 2012, 07:28

Wieso zu breit ?
Ich habe mal den mittleren Flussverlauf zwischen den Magneten an drei Stellen eingezeichnet.
Die Spulen werden bei dieser Aufteilung perfekt durchflutet.

genseb_1.jpg
genseb_1.jpg (34.47 KiB) 5289-mal betrachtet


Du hast allerdings ein merkwürdiges Verhältnis zwischen Spulen und Magneten gewählt.
Für einen Dreiphasengenerator, den du vermutlich angestrebt hast, müsste das Verhältnis aus
Spulen und Magneten 3 zu 4 betragen. Also mehr Magnete als Spulen, nicht umgedreht.
Für einen Einphasengenerator müsste Magnetanzahl und Spulenanzahl bei dieser Bauart gleich sein.

Grüsse

Bernd
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