Die Magnetfelder der Magnete tachen innerhalb der Spulen ein.
Das ist ja nunmal gerade das Grundprinzip dieser Bauform das hier die Felder nicht ausschliesslich an den
Polenden/Polschuhen der Spulen eintreten sonder völlig rastfrei auf der ganzen Länge des Ringkerns durch
den Kupferleiter der Spulen hindurch in das Kernmaterial hinein wandern, auch auf der ganzen Spulenlänge hinweg.
Wenn du deswegen Bedenken hast wäre vielleicht eine andere Bauform für dich angebrachter bzw. beruhigender.
Falls du dennoch ein Testmodell anfertigen möchtest kannst du die abgebildeten Spulen ja halbieren und einzeln
gleichrichten und dann einmal das Ergebnis mit den halbierten Spulen testen und einmal wenn sie wie in der Abbildung
auf die dargestellte Breite verschaltet werden. (Zwei halbierte Spulen wieder zu einer zusammen fassen)
Ich wäre auf das Ergebnis gespannt.
Ich tippe darauf das die Halbierung einen geringen Vorteil bietet, der aber bei kleinen Spannungen vermutlich durch
die zusätzlichen Spannungsverluste an den benötigten zusätzlichen Dioden aufgezehrt wird.
Ich glaube dieser Generator wird nicht effektiver arbeiten wie jeder andere eisenbehaftete Generator auch, denn letzendlich
ist in jedem Eisenkerngenerator die Induktion = Flusshöhe mal Fläche mal Änderungsgeschwindigkeit minus Verluste und er weist
vermutlich auch nicht weniger Verluste auf als eine herkömmliche Bauweise, im Gegenteil, denn hier wird ein Teil der Wicklung direkt
vom Fluss getroffen was zusätzliche Wirbelstromverluste im Leiter hervorruft die es bei normalen eisernen Generatoren nicht gibt.
Den grössten Vorteil sehe ich darin das es lastfrei keinerlei Rastung gibt, was allerdings nicht bedeutet das es somit auch nicht die
typische Schwergängikeit eisenloser Generatoren gäben könnte, denn die dürfte aufgrund der Eisenverluste natürlich
genauso gegeben sein wie in einem normalen Generator auch, den man bei geschickter Bauweise allerdings auch praktisch
rastfrei aufbauen kann.
Einen Vorteil sehe ich in der Möglichkeit das Eisenpaket recht einfach durch Aufwicklen von einem langen Streifen
Trafoblech zu erstellen bzw. einen ringförmigen Schnittbandkern eines herkömmlichen Ringkerntrafos verwenden zu können.
Dann müssten die Magnete allerdings seitlich am Ring rotieren damit die Feldlinien in die Stirnseiten der Bleche eintreten können.
Mechanisch viel besser (wegen dem Kräfteausgleich) wäre allerdings eine Bauform wie Sebastian sie gezeichnet hat.
Dann ist es schon wieder Essig mit dem aufgewickelten Schnittbandkern und man muss sich etwas anderes überlegen.
Ein weiterer Nachteil ist sicher das sehr mühselige und sicher nicht ganz einfache Aufbringen der Spulenwicklungen.
Insofern bietet sich vermutlich die Halbierung der Spulenlänge (und damit der Einzeldrahtlänge) wie oben beschrieben, geradezu an.
Grüsse
Bernd