Hallo
Zum Thema „Eisen“ habe ich in Netz auch ein bißchen nachgekuckt.
Die Hysterese- Verluste sind hauptsächlich von dem Ausglühungszustand und Kohlenstoffinhalt im Eisen abhängig.
http://www-user.tu-chemnitz.de/~thwa/wst/v7.pdfJe niedriger Kohlenstoffinhalt liegt – um so besser.
Zumischung „C“ über 0,2% macht den Stahl für uns „eher schlecht“.
Stahldraht unter der Stärke 1mm ist wohl nur als Blumendraht erhältlich.
Seine Legierung ist unbekannt, von verschiedenen Herstellern wahrscheinlich unterschiedlich.
Sein Ausglühungszustand ist unzureihend (wahrscheinlich große Hystereseverluste)
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Eine Möglichkeit für ziemlich guten Draht: Schweißdraht SG2 Ø0,6mm.
Stabile, immer gleiche Legierung nach DIN8559-1984 (siehe Google) die erscheint für unser Zweck gut zu sein.
Die wichtigste Bestandteile (außer Eisen)
C 0,06-0,13% - niedrig = gut (nach dem Ausglühen schmale Hystereseschleife)
Si ›0,7-1% - für nicht elektrotechnische Stahlsorte Siliziumanteil hoch = gut (Voraussetzung für hohe elektrische Widerstand)
Kein bedeutender Chromanteil = gut (hohe Permeabilität)
Soweit mir bekannt – restliche Bestandteile ergeben keinen gravierenden Einfluß.
Genauso gut scheint die SG3- Legierung zu „abschneiden“, die jedoch am meisten für die Schweißdrähte mit etwas größerem Durchmesser (0,8mm, 1mm) verwendet wird.
Der Preis ist annehmbar und es gibt viele Anbieter – es reicht „Schweißdraht SG2 0,6mm“ im Googel zu eintippen.
Es gibt leider auch Makel

1.
Den Draht müßte man ausglühen.
Den Blumendraht aber – wenn man niedrige Verluste haben will – müßte man auch nachglühen, denn sein Ausglühungszustand ist unzureichend.
2.
Der Draht ist fast ausschließlich im verkupferten Zustand zu kaufen und das ist natürlich sehr schlecht!
Es gibt zwar eine unverkupferte Sorte SG2 ECO, die ist aber fast nicht für kleinen Mann zu kaufen – nur in großen Mengen.
Wird für automatisches Schweißen in der Großindustrie verwendet.
Es gibt Möglichkeit, die winzigdünne Kupferbeschichtung von dem SG2 zu entfernen, was aber auch nicht so einfach ist.
Einen Beispiel des Verfahrens gibt’s hier:
http://www.jokesoft.de/weidmann/index.p ... g&Itemid=6„In Sache Material“ konnte ich nichts besseres finden.
Was das Glühen angeht, habe ich meine Meinung wieder mal korrigieret, nachdem ich oben verlinkte Dokument gelesen habe


- Glühfarben.gif (55.61 KiB) 5093-mal betrachtet
So scheit mir das Glühen bei Temperatur 900-1000ºC - die sicherste und möglicht einfachste Methode zu sein.
Man kann's auch nur kurz erhitzen und möglicht langsam kühlen lassen.
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Edit
Lange Ausglühungszeit kann sich bei so hohen Temperaturen ungünstig auswirken,
denn dann nimmt Kristallengröße (Korngröße) in der Struktur zu und das vergrößert wiederum die Eisenverluste.
Grüsse
Stefan