Hallo Jürgen,
so nett so ein Oscar sein mag, braucht man den nicht vorrangig. Er erlaubt zwar als (fast) einziges Messgerät die optische Darstellung von schnellen Kurvenverläufen, aber das ist nicht oft notwendig. Wenn Du klein anfangen willst, hole Dir ein gebrauchtes analoges Oszi für zweistellige Euros. Das kann auch 10 oder 20 MHz, mehr braucht man bei diesem Hobby auf keinen Fall. Für Induktivitäten hat
Pollin was zu liegen, auch nicht teuer.
Hier steht eine Menge an Messkram herum, oft 30 und mehr Jahre alt, alles hat schon (teils großflächige) Reparaturen hinter sich. Aber es braucht eben viel Platz und ich benutze es recht selten (wie etwa einen 64-Bit-Logikanalysator bis 300 MHz oder einen 1-GHz-Zählfrequenzmesser oder einen stabilen digitalen HF-Generator bis 500 MHz oder ein Impulsreflektometer usw.)... Dafür ist es klassische, zuverlässige Technik, die nicht so leicht aus dem Tritt zu bringen ist - wenn sie mal eine Viertelstunde warm gelaufen ist. Alles habe ich irgendwo abgetragen, geerbt oder aus dem Schrott gezogen. Wenn Du Platz hast, decke Dich mit solchen Dingen ein. In heutiger Zeit will oft niemand diese alte Technik haben. - Ok, ich habe auch noch ein 8"-Diskettenlaufwerk mit PC-Anschluss - aber das hat schon seit über zehn Jahren keiner mehr nachgefragt. Im Gegensatz zu moralisch schnell veraltender PC-Technik ist die klassische Messtechnik bis heute problemlos einsetzbar. Da steckt die Physik hinter und an der ändert sich so schnell nichts.
MfG. Andreas