Experimente mit einem Monstermagneten

Re: Experimente mit einem Monstermagneten

Beitragvon jb79 » Mi 6. Mai 2009, 22:11

Soweit ich das in Erinnerung habe bedeutet ein Erhitzen eines Dauermagnetes den dauerhaften Verlust der magnetischen Kräfte oder zumindest eines nicht unbedeutenden Teils.
lg Jürgen
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Re: Experimente mit einem Monstermagneten

Beitragvon Andre » Mi 6. Mai 2009, 22:13

Hallo Bernd,

Max und Jürgen haben wohl Recht:

Auszug aus Wiki: Permanentmagnete verlieren bei Erhitzen bis an die Curie-Temperatur die Magnetisierung. Besonders starke Magnete, insbesondere magnetische Legierungen mit seltenen Erden, z. B. NdFeB, haben relativ niedrige Curie-Temperaturen. Diese Magnete dürfen daher nicht zu hoch erhitzt werden. Analog dazu verlieren Ferroelektrika wie z. B. piezoelektrische Keramiken beim Erhitzen bis an die Curie-Temperatur die elektrische Polarisierung. http://de.wikipedia.org/wiki/Curie-Temperatur


Erschütterungen sollen wohl auch zum temporären Entmagnetisieren führen.

Folgendes habe ich hier gefunden:
http://www.fh-oow.de/fbi/we/el/eg/DOWNL ... ap_9_8.pdf
Je hochwertiger das Dauermagnetmaterial ist, desto empfindlicher ist der Magnet gegen Erschütterung. Ein Schlag
mit dem Hammer reicht in manchen Fällen zur Entmagnetisierung.

Aber mach das blos vorsichtig, bitte :?

Gruss
Andre
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Re: Experimente mit einem Monstermagneten

Beitragvon Cyclone » Di 12. Mai 2009, 15:35

Hallo Bernd,

das Teil "brauche" ich auch ! Wahnsinn.. :-)

Gruss,
Cyclone..
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Re: Experimente mit einem Monstermagneten

Beitragvon Menelaos » Di 12. Mai 2009, 21:02

...und Bernd, schon erfolg gehaubt oder haben sich Lautsprecher und Magnet noch immer lieb?
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Re: Experimente mit einem Monstermagneten

Beitragvon Bernd » Di 12. Mai 2009, 22:47

lool... die Liebe der beiden hatte ein Ende. Es erforderte aber der Mitarbeit von meinen Armen
und Beinen. Mit den Füssen habe ich den Lautsprecher "festgehalten" und dann mit beiden
Händen zunächst den Magneten angekippt, an die Kante gezerrt und dann mit aller Kraft gelöst.
Es ist echt irre wie das Ding auf grösseren Eisenteilen haftet.

Grüsse

Bernd
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Re: Experimente mit einem Monstermagneten

Beitragvon zak » Di 12. Mai 2009, 22:50

...was für ein Monsterteil... geh damit bitte mal durchs Finanzamt, ganz nah an den Rechnern vorbei...
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Re: Experimente mit einem Monstermagneten

Beitragvon Bernd » Fr 22. Mai 2009, 21:40

Ich bin mittlerweile sehr froh das ich dieses Riesending gekauft habe, denn damit kann man
wirklich recht gut und schnell einiges ausprobieren was mit schwächeren Magneten so nicht
möglich wäre.
Heute habe ich z.B. den Magneten durch zwei Rollen Schaltdraht, das ist zweiadriger "Klingeldraht"
mit 0,5mm Durchmesser (nicht Querschnitt), gesteckt und gemessen was passiert.
Die kleinere Rolle hat 250m, die grosse 1Km dieses zweiadrigen Drahtes, dessen Enden ich so verschaltete
das sich eine Spulenlänge von 500m bzw. 2Km ergibt (heftig oder ?) :)

Bild.Bild

Eigentlich sind die Spulen im Kern etwas gross, aber trotzdem sind die Resultate eindrucksvoll.
Leider hat die grosse Spule ca. 180 Ohm Innenwiderstand, die kleinere hat ca. 45 Ohm. Außerdem
ist das Kupfer etwas weit vom Magneten weg. Besonders der Innenwiderstand verhindert noch
eindrucksvoller Ergebnisse. Trotzdem konnte ich in der grossen Spule Spannungen bis ca. 15Volt erzeugen.
Das sind aber mehr Spielereien als wirklich nützliche Erfahrungen. Für eine wirkliche Leistungsabnahme
ist der Widerstand der Spulen viel zu gross.
Hier zwei Videos die schön zeigen wann und mit welcher Polarität Strom induziert wird. Was da leuchtet
sind zwei Power LEDs die ca. 100mA ziehen.

http://www.daswindrad.de/videos/spule_1.avi

http://www.daswindrad.de/videos/spule_2.avi

Grüsse

Bernd
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Re: Experimente mit einem Monstermagneten

Beitragvon jb79 » Fr 22. Mai 2009, 23:12

Wow schon eindrucksvoll was der große Magnet kann, mit geringeren Abständen und ein "paar" Windungen weniger müßte so aber auch mit kleineren Modellen halbwegs was rauszubekommen sein.
lg Jürgen
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Re: Experimente mit einem Monstermagneten

Beitragvon trilobyte » So 31. Mai 2009, 14:48

wie deutlich spürt man einen widerstand wenn man den magneten durch die (kurzgeschlossene) wicklung schiebt?

gruss

peter
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Re: Experimente mit einem Monstermagneten

Beitragvon Bernd » So 31. Mai 2009, 15:37

Da spürt man nur einen leichten Widerstand denn im Verhältnis zur induzierten Spannung
ist der Innenwiderstand sehr gross, nämlich 180 Ohm. Würde die Spule aus weit dickeren Draht
bestehen und wäre das Spulenloch nur so gross wie der Magnet, dann wäre die nötige Kraft auch
weitaus grösser, ähnlich meinem Versuch mit dem Alublech.
Überraschender Weise ist die Kraft wenn man den Magneten wie schonmal beschrieben im
Zentrum der Spule rotieren lässt, viel grösser und ich erreichte bei diesem drehen von Hand
im Zentrum, doer sagen wir besser "kippen von Hand" (denn ein kontinuierliches Drehen ist
nicht möglich, man dreht mit zwei Händen abwechselnd, also ich erreichte schon bis zu 40 Volt.
Das finde ich schon heftig.

Grüsse

Bernd
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