Ropatec Eigenbau

Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » Do 15. Jan 2015, 22:05

Hallo Udo,
bei Maedler.de gibt es Tools zum downloaden mit deren Hilfe ich auch die Zahnriemen für meine Electra berechnete.
Der Riemen in der Electra ist zwar um Potenzen kleiner aber das Prinzip bleibt ja das gleiche.

Es gibt Zahnriemen mit verschiedenen "Zahnformen" und Dimensionen.
Für jede Drehzahl und jede Zugbelastbarkeit/Übertragungsleistung gibt es die richtige Lösung.
Ebenso gibt es Tabellen in denen man über das Nenndrehmoment bzw. Zugbelastbarkeit die richtigen Riemendimensionen heraus finden kann.

Das Problem sind meist die einstufig realisierbaren Übersetzungen.
Um noch genug "Eingriff" zu gewährleisten sollte die einstufige Übersetzung nicht zu hoch ausfallen.
Gegebenennfalls muss man eine höhere Übersetzung zweistufig aufbauen.

Wie ist denn deine Übersetzung derzeit aufgebaut. Mach mal ein paar Angaben, Scheiben- und Riemengrössen etc.
Morgen oder übermorgen habe ich mehr Zeit und kann ein bisschen Zahnriemen berechnen.

Grüsse

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Ekofun » Do 15. Jan 2015, 22:10

Ich glaube das die Zanriemen auch DIN haben und Angaben über Leistung den die übertragen können.
Wenn dein Geni 5kW machen kann dann kommt ein Zahnradriemen der 2* 67 Nm übertragen kann.Um ganz sicher zu sein hette ich eine Riemen nehmen der 150 Nm als Nennleistung hat.Habe auch Reserve drin.

Grüße

Ekofun
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » Do 15. Jan 2015, 22:13

Ekofun die Zugbelastbarkeit ist nur ein Faktor zur Berechnung einer Riemenübersetzung.
Für die Berechnung von Riemenantrieben sind die bei Maedler hinterlegten Tools echt sehr gut.
Die Leistung die übertragen werden kann hängt von einigen Faktoren ab, unter anderen natürlich vom Zahnriemen selbst (Dicke, Breite und Ausführung) und seiner Laufgeschwindigkeit
als auch sehr entscheidend von der Größe des kleinsten verwendeten Zahriemenscheibe, der Zahneingriffszahl etc.

Dort bei Maedler gibt es auch Tabellen mit abgestuften "Sicherheitszuschlägen" und alles andere um es richtig auszulegen.
Wie Herbert schon richtig sagte ist die Übertragung bei einem Motorrad, bei dem man vielleicht mal ruckartig die Kupplung springen lässt,
viel kritscher und schwieriger zu kalkulieren und mit mehr Sicherheitszuschlag zu versehen als bei einem vergleichsweise ruckfrei arbeitenden Windrad.


Grüsse

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Ekofun » Do 15. Jan 2015, 22:27

danke Dir, habe nicht wissen über solche Dinge,so grob werde ich doppelte Nm -Zahl nehmen und danach in Laden Riemen kaufen,weill ich den aurechnen nicht kann. :oops: Habe mit Mehanik wenig Ehrfahrung....

Grüße

Ekofun
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Fr 16. Jan 2015, 07:48

Guten Morgen Bernd


Das wäre toll ... :) Das Schwungrad hat 680mm Durchmesser das am Geni 120mm Der Riemen ist 2632mm lang und 13mm breit gezahnt nicht glatt
Welle am Geni 25mm Welle am Rotor 40mm , Geni 3,5kw Rotor 22qm
Braucht Du noch mehr Daten?

Lg Udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon herbk » Fr 16. Jan 2015, 07:56

Guten Morgen Udo,
hast Du ein Bisschen weiter oben nicht geschrieben dass der Geni bis 5 KW hat? Da braucht man noch dazu bei/ab welcher Drehzahl er die hat/haben kann.

Willst Du die Bestehende Anlage jetzt doch umrüsten? Ich hatte es so verstanden, dass die ausgemustert werden soll.. Wenn Du sie ersetzen möchtest, macht es keinen Sinn jetzt viel zu investieren, denn es ist nicht gesagt, dass die die Teile (Zahnriemen und Räder) auch weiterverwenden kannst.

Edit:
hier noch ein Link zu ContiTech und deren Zahnriemenberechnung:
http://www.contitech.de/pages/produkte/antriebsriemen/antrieb-industrie/download/TD_Synchrobelt_HTD_de.pdf

Edit 2:
Ekofon - nein, eine Norm zur Berechnung von Zahnriemenantrieben gibt es noch nicht. Man hat zwar schon mal probiert eine zu erstellen, ist aber nicht gelungen weil die Hersteller bei der Nennung der Eigenschaften die Werte noch so angeben, dass sie relativ schlecht vergleichbar sind.
Gruß Herbert
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Fr 16. Jan 2015, 08:39

Hallo Herbert

Der Geni kann kurzzeitig mehr als 3,5 Kw aber ich denke das wird nur sehr selten der Fall sein.

Ich Möchte den Rotor nur noch etwas verbessern, Lagerung der Achse besser machen wegen der Leichten Unwucht , Flügel evt. neu und verstärkt.
Im Grunde so wie er ist nur etwas besser Also ein 2.0 :)
Wenn ich das dann für etwas mehr Leistung auslegen kann wird das wohl nicht so schlimm sein besser als zu wenig.
Das Große Schwungrad möchte ich als Bremse lassen das Funktioniert wirklich sehr gut auch bei sehr hohen Drehzahlen und Sturmböen, werde die Bremse an einen Windwächter montieren der dann bei einer gewählten Windgeschwindigkeit mittels Seilzug die Bremse zuzieht dann ist alles Abgesichert.
Das selbe Prinzip wie bei einer Markise:-)

Lg Udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Famzim » Fr 16. Jan 2015, 12:43

Moin

Mir ist immer noch nicht klaar ob es ein Zahnriemen mit Kraftübertragung an den Zähnen, oder um einen Keilriemen handelt der, um weicher, und biegsamer zu werden, innen gezahnt ist.
Da ist ein grosser Unterschied.
Alle Riemen können mit einer Stützrolle " vor " dem kleinen Rad eine bessere Griffigkeit bekommen, da diese bei kleinem Achsabstand nicht gut ist, und die mit mit grösser werdender Umlaufgeschwindigkeit laufenden Riemen noch zum abheben neigen.
So kann der Riemen dann 180° am kleinen Rad anliegen.
Die Stützrolle kann ein normales Kugellager sein!

Gruß Aloys.
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon herbk » Fr 16. Jan 2015, 18:35

Ja, da hat Aloys recht, eine 3. Rolle würde bei so hohen Übersetzungen die Kraftübertragung am kleinen Rad deutlich verbessern. Das könnte man sogar mit einer Spannrollenmechanik aus dem Auto machen.
Gruß Herbert
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » Fr 16. Jan 2015, 21:27

Ich habe mal ein bisschen auf der Maedler Seite gestöbert.
Hier ist ein Link zu den Dimensionierungstools. Da gibt es auch einen Für Zahnrimenantriebe.
http://smarthost.maedler.de/maedlertools/maedler.html

Ausgegangen bin ich von einer nötigen Übertragungsleistung von 5 kw bei 120 Umin am Rotor.
Bei einem Zahmriemen vom Typ: HTD14M, einstufigem Aufbau und 30 Zähnen auf der kleinen Zahnriemenscheibe lässt sich das mit ca. 90% Sicherheitsreserve realisieren.
Die Riemenbreite ist dabei 55mm und die Länge entsprechend der Achsabstände.

Es gibt bei diesem Riementyp Zahnriemenscheiben von 28 bis 90 Zähnen.
Will man mehr als 1:3 realisieren muss man den Antrieb zweistufig auslegen.


Grüsse

Bernd
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