Es gibt auch Horizontalwindräder mit einem ganz langsamen TSR z.B. die Westernwindräder in den Staaten.
Wenn die Flächenabdeckung des Rotors nach oben getrieben wird sinkt das TSR und der Wirkunsgrad leider ebenso.
Dafür verbessern sich andere Eigenschaften die für bestimmte Anwendungen, wie eben beim Westernwindrad, wichtig sind.
Hat man winzig schmale Blätter steigt das TSR. Gleichzeitig bekommt man dann aber auch ein sehr empfindliches nervöses
Verhalten der ganzen Konstruktion. Solche Vertikalwindräder werden irgendwanndann unbrauchbar für die Praxis, auch wenn sie
im Windkanal noch gute Ergebnisse brachten und genau solche werden immer wieder an Unis entworfen,
siehe das Turby das in Vergleichstesten in der Praxis katastrophal abschneidet.
Trotzdem Herbert muss ein Windrad wie das von Udo(!) deutlich schneller drehen als TSR1 um möglichst viel Nutzleistung
zu erbringen und genau um dieses Windrad ging es ja!
Wenn Udo sein Windrad 3x langsamer drehen lassen würde als derzeit würde so gut wie keine verwertbare Leistung entstehen !
Kann gut sein das es zumindest etwas anders wäre wenn dessen Flügel 1 oder 1,4m tief wären (proportional zu deinem Modell), aber will man das ?
Ich gehe davon aus das es mit solch riesigen Flügeldimensionen auch energetisch weit schlechter funktionieren würde als derzeit, ganz zu schweigen von
den statischen Problemen die er dann bekommen würde.
Das du bei einem kleinen Modell vergleichsweise großen Flügeltiefen einsetzen kannst oder sogar musst() ist noch kein Indiz dafür
das das auch bei Realgröße anzustreben wäre sondern nur ein Beweiß dafür das man in der Aerodynamik nicht beliebig verkleinern kann.
Bau mal dein Modell mit nur 5cm Blatttiefe und auch entsprechend schmale Flügel, dann
kannst du noch mal berichten. Ich habe das schon hinter mir.

Ich wette es wird total unbrauchbar und läuft nicht mal von alleine selber an.
Das zeigt das man die Erkenntnisse und Dimensionen von kleinen Auftriebsmodellen nicht einfach 1: 1 auf Realgrößen umsetzen kann.
Grüße
Bernd