Ropatec Eigenbau

Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Mi 23. Dez 2015, 11:40

Hi Herbert,

Meinst du die bekommt er nicht selber geregelt? wie machen das denn dann die Notstromaggregate? Haben denn die Rotoren die man so für Geld kaufen kann denn Fliehkraft Kupplungen? die müssten dann doch auch das selbe Problem haben die meistern haben nicht mal eine Mechanische Bremse :o

Lg Udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Famzim » Mi 23. Dez 2015, 13:23

Hallo

Kleine Notstromagregate sind, wie auch Rasenmäher, Drehzahl geregelt über eine Mechanik am Gas der Antriebsmotoren.
Die laufen alle solo ohne Parallelgeneratoren.
Sollen die am Netz, oder mit anderen parallel betrieben werden, müßen sie synkronisiert werden, und dann erst parallel dazu.
Das heist erst die Frequenz genau gleich machen, dann die Spannungslage synkronisieren, Phasenfolge beachten und dann Parallel.
Haben die die gleiche Bauart, geht es auch mit Permanentmagnetgeneratoren, normal haben, dann natürlich grössere Anlagen, die Erregung mit Elektromagneten.
Dort können dann an jedem Generator die Spannung geändert werden,bei gleich bleibender Drehzahl, um die Last zu verteilen.
Das ist nicht so ganz einfach, aber die Synkronisation halten die dann automatisch sehr gut, selbst wenn einer dann mal als Motor läuft.

Gruß Aloys.
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Beitragvon herbk » Mi 23. Dez 2015, 13:50

Hi Udo,
Meinst du die bekommt er nicht selber geregelt?
Die 50Hz bekommen die Wechselrichter schon hin, nur die Synchronität zum Netz ist das schwierige. Woher soll der Wechselrichter wissen "wo" die Welle gerade ist wenn keine Welle da ist.
Bei Notstromaggregaten haben die Guten entsprechende Regelungen eingebaut, ob der Ginglong so etwas auch hat weiß ich nicht und "einfache" Notstromaggregate sind nicht zur Netzeinspeisung geeignet

die müssten dann doch auch das selbe Problem haben die meistern haben nicht mal eine Mechanische Bremse
ch weiß nicht wie die das machen... Bei Horizontalachsernwerden die Blätter so gedreht, dass sie keinen Vortrieb mehr haben. Einen Vertikalachser musst Du immer herunterbremsen. Wenn Du es über den Geni machst, muss der genug Leistungsreserven haben um nicht zu überhitzen, dann geht das schon. Nur ein 3KW Geni ist damit bei einem Windrad das 10KW und mehr liefern kann überfordert... ;)
Auch bei mechanischen Bremsen ist das Problem die Wärmeentwicklung, denn auch hier wird ja das zu viel an Energie einfach verheizt. Deshalb bremsen wohl alle die Rotoren bei starken Wind auf Stillstand ab.
Gruß Herbert
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » Mi 23. Dez 2015, 16:44

Hallo Udo, bei Ausfall des Stromnetzes schaltet sich jeder Wechselrichter, gleich ob Solar- oder Windenergie, gesetzlich vorgeschrieben sofort ab.
Damit soll eine Inselbildung verhindert werden weil diese sehr gefährlich werden könnte.
Grund ist der das z.B. eine Montageperson die irgendwo am Stromnetz arbeitet, sich zwar die Anlage vom Stromnetz abschalten könnte,
jedoch der Strom durch eine Einspeisung quasi "aus der falschen Richtung" immer noch an der Reparaturstelle anliegen könnte und diese Person gefährden oder gar töten könnte.

Es gibt daher (mittlerweile zig mal verbesserte) einheitliche Vorschriften was so ein Einspeiser alles können muss damit er bei uns ne Zulassung bekommt.
Abschalten bei Stromausfall konnten die aber wie gesagt immer schon alle.


Grüße

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Ekofun » Sa 2. Jan 2016, 16:59

Hallo Zzusammen,

Unsere Udo hat ein gute Geni gefunden der 5 Kw bei 100 U/min gibt!Kostet 1900 Euro,nachteil ist Rastung von 11,7 Nm.Hier die technische Daten:

Geni 100 RPM  5KW.jpg
Geni 100 RPM 5KW.jpg (62.24 KiB) 6647-mal betrachtet


Da keine Übersezung mehr gebraucht wird denke das dise Rastung für Udos Windrad kein hindernis ist.

Rotor bei z.B. 2,5m/s Wind dreht: ; TSR habe 2,5 genommen bei Last. Rotor hat bei 2,5m/s Wind ca 60 W(wirkung genommen von 25 %)

1) Faktor: 60/(5*3,14) = 3,82
2Drehzahl: n= 2,5m/s * 3,82 * 2,5 = 23,8 U/min

Leistung : P = M * Omega ; Omega = 2*3,14*23,8 / 60 = 2,49

M = 60 / Omega = 60W/ 2,49 = 24 Nm. Also denke ich das er diese Rastung spielerisch schafft.

Trztdem schreibe ich das hier weill viele wissen viel eine nur wenig.Udo fragt ob der gut wäre,ich denke ja wenn er anpassungsfähig ist auf seine WR und SM gerät.

Wie ist Ihre Meinung darüber.?

Grüße

Ekofun
Dateianhänge
5KW100RPM vertical PMG spec and quotation(20150414).pdf
(316.97 KiB) 21-mal heruntergeladen
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » Sa 2. Jan 2016, 20:46

5KW bei nur 100U/min, das ist schonmal ne Hausnummer. 32 Pole ebenso.
Sind 100U/min nicht ein bisschen zu wenig bei Udos Windrad ? Gut man könnte den Generator sicher auch 120U/min oder noch etwas mehr drehen lassen.
War es nicht so das der Rotor im Normalbetrieb bis etwa 140 U/min drehen muss oder weniger?
Ist natürlich davon abhängig bis zu welcher Windgeschwindigkeit man das TSR noch auf gleicher Höhe halten will bzw. bis wohin man maximale Ernte einfahren will.
Udo was traust du deinem Rotor zu ohne das er auseinader fliegt bzw. es gefährlich wird, du hast ja jetzt schon viel Erfahrung gesammelt.
Wieviele U/min sind gefahrlos drinn und ohne das du Dir Sorgen machen müsstest?

Er erzeugt dann aber auch entsprechend mehr Spannung wenn eine Drehzahl über 100 U/min ansteht, das muss man bei der Auswahl der Nennspannung bedenken.
Ein Generator der für 100 U/min ausgelegt ist sollte man aber nicht weit darüberhinaus schnell drehen lassen ist zumindest meine Meinung.
150 U/min wären ja z.B. schon 50% tige Drehzahlüberschreitung.

Den Preis finde ich jetzt nicht gerade teuer eher im Gegenteil.

Was das nötige Anlaufmoment anbelangt das Udos Rotor erbringen kann so stimme ich dem Berechnungsweg von Ekofun nicht zu.
Das Anlaufmoment ist ja bei eben diesem, dem Anlauf, nötig und nicht das Moment das der Rotor im Betrieb erzeugen kann.
Wenn das TSR beim Start noch Null ist dann ist das Anlaufmoment eines Auftriebsläufers im Verhältnis zum späteren Betrieb sehr gering.
Deshalb kann man beim Auftriebsläufer nicht einfach das Betriebsdrehmoment mit dem Startdrehmoment gleichsetzen das der Rotor im Stillstand erzeugt.

Eine gute Einschätzung dessen was der Rotor von Udo beim Anlauf an Drehmoment zu leisten vermag ergibt folgende Überlegung:
Zunächst einmal muss man das Anlaufmoment des bisherigen Generators kennen oder auf einfache Weise ermessen.
Dann weiss Udo ja bei welcher Windgeschwindigkeit der Rotor bei welcher Übersetzung derzeit ist etwa anläuft.
Wenn er also das Generatorleerlaufmoment kennt so muss er diesen Wert nur mit der Übersetzung des Rotors multiplizieren
um zu errechnen welches Anlaufmoment derzeit bei der Startwindgeschwindigkeit in etwa überwunden wird.
Durchaus möglich das es trotzdem gut reicht um die 11Nm des neuen Generators zu überwinden.


Grüße

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » Sa 2. Jan 2016, 21:25

Habe eben gerade einen Wert für das "Haftmoment" des Braungenerators gefunden im Text dieses Threads Seite 25 oder 26.
Er lautet 1,7Nm. Ob er stimmt weiss ich nicht.

Also wenn es denn 1,7Nm wären und die Übersetzung wäre 1:6 dann wären es derzeit etwa 6 X 1,7 = 10,2 NM die der Rotor derzeit bei seiner
Startwindgeschwindigkeit zu erbringen vermag.
Wenn der Wert von 1,7Nm denn stimmt dann würde der neue Generator ohne Übersetzung nur unwesentlich (kaum merklich) später anlaufen als es mit dem derzeitigen Generator erfolgt.


Grüße

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Ekofun » So 3. Jan 2016, 09:33

Hallo Bernd,

hmm,mag sein das mein Rechnung falsch ist, aber kenne kein andere Weg um das auszurechnen.Jedenfalss bin überzeugt das so große Windrad mit Fläche von 25m^2 soll sehr leicht diese Rastung überwinden,oder? :?

Denke,spetestens bei 2,5 oder3 m/s Wind leuft er an,ist noch nicht belastet und ohne Übersezung.

Grüße

Ekofun
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » So 3. Jan 2016, 10:43

hmm,mag sein das mein Rechnung falsch ist, aber kenne kein andere Weg um das auszurechnen.

Ekofun hast du denn meinen Weg übersehen ? Sonst würdest du jetzt nämlich einen Rechenweg kennen.
Na klar kann man es ausrechnen aber eben NICHT einfach über das Drehmoment das er im normalen Betrieb erreicht.
Es ging doch um den Start, nicht den Betrieb.
Udos Windrad ist ein Windrad nach dem Auftriebsprinzip und diese haben nun mal viel weniger Startdrehmoment als Dremoment im Betrieb. !

Bei einem Widerstandsläufer wie deinem Savonius wäre das Drehmoment beim Start sogar am grössten, Größer als im Betrieb.
Richtig Kraft bzw Drehmoment entwicklet ein Auftriebsläufer erst wenn seine Flügel die passende Umfangsgeschwindigkeit erreicht haben. (TSR)
Jedenfalss bin überzeugt das so große Windrad mit Fläche von 25m^2 soll sehr leicht diese Rastung überwinden,oder?

Warum bist du davon überzeugt? Nur so aus dem Bauch heraus oder gibt es sachliche Gründe dafür ?
Hast du den letzten Satz meines letzten Beitrags überhaupt gelesen gehabt?
Ich habe das Gefühl was ich hier schreibe wird teils einfach ignoriert.


Grüße

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Ekofun » So 3. Jan 2016, 11:22

Hallo Bernd,

klaar ,ich lese alles was Du schreibst,und habe gesehen das über Rastung vom alten Geni mal Übersezung bekommt man Drehmoment.Ok das ist gut, aber wie werdesst Du das rechnen wenn diese Geni erste ist und keine Geni war vorher in Betrieib.?

Und bedeutet das Windreder mit Auftrieb keine Drehmoment haben wenn TSR 0 ist?? :o In Buch von Dr.Crome haben seine Kukaten TSR um die 3 und er sagte das Flügelbedekung soll ca 40% sein vom Windradfläche ,dann leuft die Anlage bei ca 3,5 biss 4m/s Wind an.Aber einen Mathematische Weg ist nicht in Buch vorhanden.Und den hätte ich gerne wissen..............

Grüße

Ekofun
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