Hallo Jürgen,
meine Windmühle an der Elektronik hatte ich nur kurz vorgestellt, in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema. Das ist ein kleiner Horizontalrotor auf derzeit 8 m Höhe mit 1,1 m Durchmesser, drei breite Sperrholzblätter a 300 g mit Profil Naca 4412. Dahinter sitzt ein Doppelscheibengenerator, zwei 5-mm-Stahlscheiben bestückt mit 32 Neodymmagneten a 15x15x8 mm, welche auf 12 in einer Trägerplatte eingegossenen Spulen arbeiten. Der Rest entstammt im Wesentlichen diversen Festplatten: die Nabe besteht aus acht Festplattenscheiben 3,5", dazwischen sind die Blätter mit 12 x M5 verschraubt. Grundplatte des Ganzen ist eine alte 5,25"-Festplatte samt Hauptlager und Plattenspindel als Träger für Generator und Rotor. Hinten sind vier Kugellager in Rohrschellen befestigt, welche die leicht geneigte Schwenkachse in Form einer 35 cm langen M12-Schraube führen. Außenrum sitzt als Gehäuse ein "Starkasten" aus verlötetem 0,5er Weißblech, oben auf dem Spitzdach ein kleiner "Blitzableiter" aus Edelstahlspeichen, damit es mir nicht wieder in den metallenen Hagelschutz der Blätter einschlägt. Die Zuleitung ist ein dickes Gummi-Wendelkabel mit 3x1,5 qmm, was noch am Mast in einer Feuchtraumdose auf ein normales dreiadriges Kabel geklemmt ist. Parallel baumelt ein dicker Grüngelber, ist am Mast verschraubt. Der Mast ist kippbar; oberhalb des Gelenkes sitzt eine Erdungsschelle, wieder mit Grüngelb an einen daneben eingeschlagenen Baustellenerder angeklemmt. Genug Details?
Normalerweise verhält sich die Windmühle unauffällig und dreht gemütlich vor sich hin, zumal ich sie bisher nur an kleine Spannungen gelassen habe. Offenbar fuhr sie bisher einfach deutlich untertourt oder überlastet, wie man es sehen mag. Aber bei dem guten Wind der letzten Tage, schaust Du mal für gestern:
http://www.windfinder.com/wind-cgi/stat ... 2009-11-27oder ein paar Tage weiter zurück, da habe ich mal mehr Spannung zugelassen. Und bei etwas über 30 V geht dann auch der Strom recht gut in die Höhe. Momentan stehen so um ein halbes A bei 23 V an. Ohne Last habe ich sie mal bis 60 V hochlaufen lassen, aber mehr als diese etwa 600 Touren möchte ich nicht sehen. Der Rotor verträgt noch mehr, aber ich habe Angst, daß mir dann die angeklebten Magnete davonfliegen. Daher habe ich auch die Spannung auf knapp unter 40 V geklemmt, das ist dann noch ein erträglicher Kleinspannungs(!)-Arbeitsbereich.
MfG. Andreas