Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Ladeelektronik, Messgeräte, Steuerungen etc.

Re: Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Beitragvon Bernd » Mi 13. Jan 2010, 00:15

Bald sind wir wieder bei einer Komplexität die fast der eines Wandlers entspricht.
Gibt es noch Vorteile ? An sich sollte es ja eine ganz einfache Lösung werden um den
Kauf eines Wandlers zu umgehen, aber das scheint mir fast gleich komplex zu werden.
Für Anfänger nicht mehr zu machen. Schade.
ich finde es aber trotzdem gut

Grüsse

Bernd
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Re: Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Beitragvon simplicissimus » Mi 13. Jan 2010, 00:35

Na den recht einfachen Wandler haben wir ja zum Glück schon... Jetzt geht es ja schon um die restlichen rauszuholenden Prozent mit Hilfe eines automatischen Umschalters... funktionieren tut es auch ohne den und bei mir sogar super :D
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Re: Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Beitragvon simplicissimus » Mi 13. Jan 2010, 02:30

Eigentlich wollt ich ja Schluß machen für heut aber ich konnt nicht... Insofern ne kleine Frage an Jürgen: Du hattest zum Wirkungsgradvergleich den Widerstand der Simpli2010 so weit erhöht, daß der selbe Strom fließt wie in der B6. Dabei kam raus, das die Simpli2010 ca 15% mehr Verluste aufweißt als die B6 - allerdings bei höherer Spannung. Darauf komme ich auch. Ich hab mir nun noch mal den Spaß erlaubt den Widerstand der B6 so weit zu verringern daß die selbe Leistung in der Last umgesetzt wird wie in der Simpli2010 mit 10 Ohm. Das ist bei R= 0,985Ohm in der B6 der Fall. Für diesen Fall ergibt sich allerdings, daß die B6 nur noch mit einem knappen %-Punkt besser abschneidet als die Simpli2010... :roll:
O.k.dazu kommen die Generatorverluste bezüglich des Spannungsabfalls über die Windungswiderstände - aber wer hat jetzt recht??? Bist du es macht die Umschaltung von Simpli2010 auf B6 Sinn. Bin ich es kann ich mir die Umschaltung sparen und alles bleibt recht einfach... Jetzt aber endlich Gute Nacht...
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Re: Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Beitragvon Bernd » Mi 13. Jan 2010, 10:30

Im Generator vervielfachen sich die Verluste, das hatten wir ja bereits.
Wie kann es dann Sinn machen immer den Verdreifacher einzusetzen ?`

Grüsse

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Re: Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Beitragvon simplicissimus » Mi 13. Jan 2010, 13:39

Endlich pfeift wieder ein frisches Lüftchen um die Ecken, womit sich die Antworten auf einige Fragen ergeben....
Ladebeginn in eine 12V-Batterie bei Verwendung der B6 ab etwas über 1/s Rotordrehzahl (Generatordrehzahl somit von etwa 180 U/min). Deutlich ist auch der etwa dreifache Strom zu ermitteln. Somit ist wenn man die Simpli2010 zusätzlich nutzen möchte eine Umschaltung mehr als sinnvoll. Der Sinn der Simpli2010 ist, nur noch mal um es zu erwähnen, die Schwach- bis Schwächstwindreserven ebenfalls zur Batterieladung zu nutzen...
Diesen Aufwand zu betreiben liegt in der Entscheidungsfreude eine jeden einzelnen.
In diesem Sinne...
LG Alexander
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Re: Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Beitragvon Bernd » Mi 13. Jan 2010, 14:21

Der Sinn der Simpli2010 ist, nur noch mal um es zu erwähnen, die Schwach- bis
Schwächstwindreserven ebenfalls zur Batterieladung zu nutzen...

Das sehe ich anders. Ich sehe den Sinn eher darin einen "normalen" Generator in
die Lage zu versetzen ohne Getriebe an einem langsam drehenden Windrad
arbeiten zu können.
Man spart ein Getriebe oder einen mehrfach teureren Generator oder einen teuren Wandler ein.
Ich möchte keine Schwachwinde dadurch nutzen.

Grüsse

Bernd
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Re: Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Beitragvon simplicissimus » Mi 13. Jan 2010, 17:55

Hm... Grundsätzlich kann die Schaltung auch dazu genutzt werden -unter Berücksichtigung der etwa 15%höheren Gleichrichtverluste gegenüber der B6... Nur liefert der "normale" Generator eine entsprechend höhere Leistung auch erst mit der angestiegenen Drehzahl, was halt leider die Umschaltung sinnvoll macht.
Und gehen wir mal von der auftretenden Häufigkeit von schwachen Winden aus (im Binnenland noch höher ) ist das Potential, welches darin steckt und meines Erachtens oft ungenutzt bleibt nicht ganz unerheblich. Es handelt sich zwar in diesem Sinne um das bildlich gesprochene Einsammeln einzelner Erbsen, aber wenns von allein funktioniert und es davon unzählig viele gibt wird die Tüte auch voll... ;)
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Re: Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Beitragvon superbaguss » So 24. Jan 2010, 04:20

@simpli:
kannste abschliessend ne stückliste und schaltplan veröffentlichen? was sage ich dem fachmann beim conrad an der hasenheide, die belächeln mich immer ;-) und fragen was ich basteln will, hinterher steh ich mit nem tütchen anderer sachena uf der strasse ohne schaltplan.

grüße superbaguss
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Re: Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Beitragvon jb79 » So 24. Jan 2010, 17:50

Du brauchst:
18 Schottky Dioden (Spannung und Strom je nach Generator, da brauchen wir mehr Details, welche Spannung und welcher Strom erwartet werden)
6 Kondensatoren (ebenfalls von der Generatorspannung - und leistung abhängig).
jb79
 
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Re: Simplicissimusschaltung von Alexander B.J. Kayser

Beitragvon simplicissimus » So 24. Jan 2010, 18:06

@superbaguss
Hallo und vielen Dank für dein Interesse an der Schaltung...
Den Schaltplan findest du am Ende der 2. Seite dieses Beitrages - und nennt sich Simplicissimusschaltung2010.gif.
Schon gut verständlich, daß die Herren vom großen C komisch kucken, wenn du ihnen diesen Schaltungsnamen nennst, da das Teil ja noch fast jungfräulich ist.... würde mich aber natürlich freuen, wenn das eines Tages nicht mehr der Fall ist.
Nun zu den Teilen: Ich verwendete Schottkydioden des Namens: Diode BYV 72 EW-200 TO24 mit der
Bestellnummer: 160112 , die halten 30A und 200V aus und kosten 2,51Euro je Stück / ab 10 Stk gibts bisl Rabatt.
In diesen Bauteilen sind jeweils zwei Dioden integriert, die wiederum Kathodenseitig miteinander verbunden sind. In meinem Fall habe ich 18 dieser Bauelemente gekauft und beide Anoden auch noch verbunden, womit die Teile nun sogar 60A aushalten dürften. Somit ist eine Überlastung ausgeschlossen und ich konnte sogar auf die Kühlkörper verzichten. Allerdings wirst du sie beim großen C vorbestellen müssen, da ich Anfang Januar sämtliche Berliner Reserven( 11 Stück im Laden an der Urania und noch genau 7Stk an der Hasenheide) aufkaufte um meine Version aufzubauen. Wie ich schon einst an Bernd schrieb kannst du die Anzahl der Dioden auf 12 reduzieren, womit dann allerdings die Ströme in der Dioden ansteigen, was wiederum nen Kühlkörper sinnvoll macht. Wenn du weiter reduzieren willst, kannst du mit 10 dieser Bauteile auskommen, da ja jeweils wie gesagt 2 Stk integriert sind. Mit Sicherheit, gibt es die auch noch bisl günstiger zu kaufen.
Des weitern benötigst du dann noch 6 Kondensatoren. Ich nahm Elkos mit 4700µF und 35V mit der Nummer: 472565 für 1,92€ das Stück. Da ließen sich auch kleinere Kondensatoren verwenden-eine Optimierung muß ich mit Pspice noch mal durchspielen, was aber wegen der Einstellung der Werte ne Weile dauern wird, zumal ich derzeit erst mal an meiner LED-Lampe weiterarbeiten will... Den zusatzlichen Ladekondensator C7 ließ ich weg, da die Gleichspannung schon relativ glatt ist. Wenn du nun einen Serienladeregler als weiteres nutzt, kommst du um eine Spannungs/Leistungsbegrenzung nicht herum. Gestern kam nun mein Steca-Regler PR3030 für 120€ von Prevent, der sich doch als Shuntregler offenbahrte und somit die Leistungsbegrenzung intern sichert, da er 30A ab kann. Nun brauchst du noch eine Lochrasterplatine, damit du alles verlöten kannst. Die Platine diente mir lediglich als Halter, die entsprechenden Verbindungen realisierte ich mit 1,5mm²-Kabel. Die Sammel-Leiterbahnen verstärkte ich ebenfalls, da ja ordentliche Ströme fließen können. Das war es - also brauchst du 10 oder 12 Diodenbauteile mit Kühlkörper oder 18 Diodenbauteile ohne Kühlkörper, 6 Kondensatoren, ne Platine und bisl Cu.Kabel sowie Lötzinn. Sinnvoll sind noch ne 3-erLüster für den Drehstromeingang und ne 2er Lüsterklemme für den Gleichstromausgang. Ich hoffe ich konnte etwas weiterhelfen - falls Fragen bleiben - bitte stellen!
Betrieben wird meine Ladung duch einen Nabenmotor 36V-250W.
Nun noch ein Bild, wie die Platine aussehen kann:
Liebe Grüße vom Simpli...
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