Heute wurde der Rotor fertig. Die halbfertigen Zutaten:

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Das ist links oben ein Rest vom originalen Gummimagnet, rechts davon die Rotorglocke mit noch lose eingelegten Neodyms, darunter das Lager und daneben der noch nicht fertig bewickelte Stator.
Heute habe ich im Baumarkt die kleinste Leistengröße erworben, 5x5x900 mm in Kiefer, astrein. Mit Ständerbohrmaschine und Fräser habe ich einen mm auf einer Seite abgetragen, da meine Magnete nur 4 mm dick sind. Der drehbare Bohrtisch mit Gradeinteilung erlaubte dann das zweiseitige Abtragen von etwa 8 Grad an Material, so daß eine 4 mm hohe Trapezleiste entstand, die dann Stück für Stück so angepaßt wurde, daß sie als Füllstück zwischen die Magnete paßt.
Ohne solche sauber passenden Füllstücke sind die Magnete niemals dicht nebeneinander zu bekommen, weil ich ja hier jeweils aus zwei gleichpoligen Magneten (die sich heftig abstoßen) eine Magnetfläche zusammenbaue. Die Montage ist auch mit solchen Teilen immer noch knifflig genug...
Trapezleiste in einige 15-mm-Stücke zersägt und die Einzelstücke auf Breite vermessen. Die ersten drei vom Leistenende können weg, bei so billigen Fertigungsmethoden sind die Enden nie so glatt wie die Leiste auf der mittleren Länge. 14 Füllstücke in den Rotor eingesetzt, gehen schön straff rein.
Der schwierigste Posten kam nun: Umsortieren der Magnete. Vorher hatte sich je ein N-Magnet an einen S-Partner geklammert, die mußten auseinander und jeweils gleiche Polaritäten zusammen gebracht werden. Also ein Füllstück gezogen, unter Gegendruck mit dem Daumen von innen (sonst hauen die Magneten ab, drehen sich wild und klammern sich erneut) in die Lücke unten einen passenen Bohrerschaft (hier: 3,5 mm) gesteckt. N und S daneben mit der Edelstahlpinzette auseinander gedrückt, diese nach innen gekantet und den Bohrerschaft von oben in die neue Lücke eingesetzt. Pinzette raus, Bohrer nach innen gekantet (so bringt er über die inneren Magnetkanten viel Platz in der Lücke), Füllstück von oben reingeschoben, Bohrer raus. Man muß anfangs ein wenig üben, aber es geht so ganz gut. Fertig sieht es dann so aus:

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Hier ist auch der Distanzring am Glockenboden noch zu sehen, ein Stück Schutzleiter mit 4 mm Durchmesser paßte genau rein, er wurde vor dem Verkleben entfernt. Inzwischen sind zwei Runden Sekundenkleber in die Lücken zwischen Magnete und Glocke eingebracht, das Ganze nun zu einem ordentlichen Rotor verklebt.
MfG. Andreas