Was kosten zehn Milliliter Tesla? - Contest

Spannungserzeugung durch Spulen und Magnete wie funktionierts, Formeln und mehr

Was kosten zehn Milliliter Tesla? - Contest

Beitragvon MaRiJonas » Mo 30. Jan 2012, 10:59

Häää? Was soll das denn sein?

Also ich möchte hier einen kleinen Wettbewerb starten, bei dem mit möglichst wenig Geld für Magnete einen Aufbau berechnet, beschrieben oder gezeigt wird, bei dem 10 Tcm^3 nutzbar zur Verfügung gestellt wird.

Hier noch ein paar Randbedingungen:

Der Mindestabstand des nutzbaren Volumens zu allen Magnetflächen beträgt 1mm.

Der magnetische Fluss soll/muss sich auch ab und an Umkehren, da wir ja Wechselstrom erzeugen wollen. Falls nicht, soll beschrieben werden, wie das mit Hilfe anderer Ideen/Bewegungsformen realisiert wird.

Es dürfen auch 50 Milliliter mit 0,2 Tesla sein. Aber dann ist Schluss, sonst übersteigt noch der Kupferpreis die Ersparnis.

Den Kupferpreis könnten wir eigentlich auch noch mit einbeziehen. Also addiert bitte anschließend noch die Kosten für das entsprechende Volumen Eures ausgesuchten Lackdrahtes dazu.

Falls ich eine Nebenbedingung vergessen haben sollte, fragt bitte danach. Ich hab so im Gespür, da fehlt noch eine Festlegung für die Fläche oder wirksame Länge, oder irgendwie so was.

EDIT: Hier noch die Daten für den Generator:

Durchmesser 60cm
Die induzierte Spannung soll 35 Volt betragen bei 60 U/min.

Die Abgabe der maximalen Leistung bei 300 U/min wäre natürlich auch sehr interessant.
Angestrebt wird eine Leistung von 500 Watt.

Oder, falls es Euch leichter fällt, beginnt von hinten und schaut, welche Magnete Ihr nehmen müsst.

Viel Erfolg und Freude dabei wünscht Euch

Richard

P.S.: Die Angaben der Bezugsquellen nebst Preisen sind natürlich erwünscht/notwendig.

Einen kleinen Preis für den Sieger gibt es natürlich auch.
Zuletzt geändert von MaRiJonas am Mo 30. Jan 2012, 19:15, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Was kostet ein Liter Tesla? - Contest

Beitragvon MaRiJonas » Mo 30. Jan 2012, 14:46

Also, dann werde ich ein Mal einen ersten Versuch starten:

Meine Beispielmagnete bei ebay, 10mm Durchmesser, 10mm lang, Br=1,28 kosten 50 Stück 70 Euro.

Laut Excelsheet liefer diese Magnete im Abstand von

1,5mm 0,4 Tesla

2,5mm 0,3 Tesla

3,5mm 0,23 Tesla

4,5mm 0,177 Tesla

5,5mm 0,136 Tesla

Das "darf" ich so lange machen, bis insgesamt über den Abstand ein durchschnittliches Tesla von 0,2 zustande kommt.

Die Summe der Teslawerte also durch 5 dividiert ergibt 0,26 Tesla.

Jetzt noch die "wirksame" Stirnfläche der Magneten zusammenzählen und mit der nutzbaren Höhe multiplizieren:

V = 5mm * 5mm * Pi * 5mm * 50 = 19650 Kubikmillimeter bei einem mittleren magnetischen Fluss von 0,26T/3930 mm^2.

Das ergibt also tatsächlich schon Mal eine durchströmte Fläche von 39cm^2 die auf eine Höhe von 5mm mit 0,26 T durchströmt wird.

Gruß

Richard
Zuletzt geändert von MaRiJonas am Mo 30. Jan 2012, 19:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Was kostet ein Liter Tesla? - Contest

Beitragvon Ekofun » Mo 30. Jan 2012, 18:19

Hallo MariJonas,

1 "Liter" solche Magneten werden kosten 1873,4 Euro!!!Das ist viel zu teuer.

Für diese Wettbewerb sollen Sie auch einige Angaben über Geni machen, wie Spanung,Leistung,ect.Dann kann man mit 1 dm^3 Magneten etwas anfangen,aber so ...?

Biligste Geni ist der der keine Magneten hat.!! :mrgreen:

Grüße

Ekofun
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Re: Was kosten zehn Milliliter Tesla? - Contest

Beitragvon MaRiJonas » Mo 30. Jan 2012, 19:20

Hallo Ekofun,

ja, ich habe gerade gemerkt, dass der "Schnellschuss" etwas hoch gegriffen war. Also nehme ich für den Contest ein hundertstel davon.

Die Generatordaten habe ich jetzt auch noch dazugeschrieben.
Nun, denke ich sind alle Daten, jetzt wahrscheinlich schon zu viele. Dann optimiert einfach an der Stelle, wo es in Euren Augen am sinnvollsten ist.

Vielen Dank

Richard
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Re: Was kosten zehn Milliliter Tesla? - Contest

Beitragvon Bernd » Mo 30. Jan 2012, 21:14

Da könnte man jetzt Stunden rechnen und optimieren und nen anderen Magneten ausprobieren und wieder optimieren und......
Dazu habe ich keinen Bock.
Grundsätzlich kann man aber festhalten das Neodymmagnete in den letzten 2 Jahren ihren Preis ca. verfünffacht haben.
Damit ist deren Einsatz praktisch ausgeschlossen beim Generatoreigenbau, ausgenommen es sprechen besondere Argumente dafür,
wie z.B. das eine bestimmte Generatorgrösse aus irgendwelchen Gründen nicht überschritten werden darf.

Ferritmagnete ergeben bei gleichen Volumen und gleichen Einsatzszenario eine ca. 3x geringere Induktion.
Allerdings kosten sie viel viel weniger als Neodym, nämlich ca. 1/20.
Das ermöglicht den Einsatz weit grösserer und damit leistungsfähigerer Magnetdimensionen.
Der Nachteil ist das der Genertator grösser wird als mit Neodym was ich persönlich aber gerne in Kauf nehmen würde
wenn ich für die Magnete sagen wir nur 150 Euro statt vielleicht 600 oder 800 Euro bezahlen müsste.

Die mit Abstand günstigsten Neodymmagneten haben die Mitglieder dieses Forums komplett aufgekauft. :)
Es sind die winzigen so genannten "Steichholzmagnete" von denen ich selber 25.000 Stück gekauft habe.

Grüsse

Bernd
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Re: Was kosten zehn Milliliter Tesla? - Contest

Beitragvon MaRiJonas » Di 31. Jan 2012, 09:34

Bernd hat geschrieben:Da könnte man jetzt Stunden rechnen und optimieren und nen anderen Magneten ausprobieren und wieder optimieren und......
Dazu habe ich keinen Bock.


Oh, ja, das habe ich auch festgestellt. Und es macht vor allem auch nicht viel Sinn. Es "lauern" noch bedeutend "tiefere" Fallen, beim Bau eines Windrads oder Generators die Zeit und Beachtung brauchen.

Also sucht man sich ein bezahlbares Magnetpaket aus und geht zum nächsten Thema über.

Wenn ich das also richtig einschätze, werde ich entweder Dich, Bernd, um ein Angebot bitten, was Du für etwa 50 trapezförmige Magnete haben willst, die Du in Deinem eisenlosen Generator eingebaut hast.

Oder ich suche mir Ferritmagnete. Da habe ich allerdings noch keinen Anbieter gefunden. Überall werden nur die Neodym vertickert. Wisst Ihr da eine Bezugsquelle?

Vielen Dank

Richard
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Re: Was kosten zehn Milliliter Tesla? - Contest

Beitragvon Bernd » Mi 1. Feb 2012, 18:53

Bei Ebay gibts kaum Ferritmagnete aber über Google findest du etliche Anbieter.
Ein Preisbeispiel aus dem Kopf: 85 x 65 x 20mm kostet ca. 3 Euro.
Derzeit möchte ich keine meiner Neodymmagnete mehr verkaufen, scheinen ja eine gute
Geldanlage zu sein. ;)

Grüsse

Bernd
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