von tredecim » So 19. Feb 2012, 11:55
Hallo Ekofun,
ich hab mir mal ein paar Ertragsdiagrame angesehen. Das was ich da jetzt rauslesen konnte war, dass größere Dach-Photovoltaikanlagen im Hochsommer ca. 4kWh pro installierter kWp pro Tag bringen. Im Winter (Minimalwert) sind es nurnoch ca. 0,8 kWh/kWp pro Tag. Also ein fünftel der Sommerleistung, wie du gesagt hast, kommt da ziemlich gut hin denke ich.
In der Regel sagt man ja, dass eine Anlage ca. 850-950kWh pro installierter kWp im Jahr bringt. Wenn du also 3500kWh im Jahr benötigst, dann wären das ca. 3500/900= ca. 3,9kW Solarleistung, die du dir aufs Dach legen müsstest, um im Jahr insgesamt etwa deine 3500kWh selbst zu erzeugen.
Wenn du dafür 110W Module nimmst, wären das dann entsprechend etwa 36 Stück, die aufs Dach müssten. Das wäre, m.E. schon ne Größenordnung, bei der ich einen Elektriker + Dachdecker kommen lassen würde und wohl auch keine 110W Module nehmen würde.
@Schwotten-Pit:
Da hast du leider auch sehr Recht. Das Beste, was passieren könnte wäre eigentlich, dass sich die Mentalität der Menschen und der Weltwirtschaft ändert, der permanente "Wachstum zu jedem Preis" - Gedanke abgelegt würde und der Energieverbrauch einfach auf ein verträgliches Maß zurückgeschraubt werden würde... Ressourcen, so auch die Energie, sollten wieder mehr Wert haben, Dinge für die Ewigkeit gebaut werden und nicht nach 2 Jahren weggeworfen werden müssen, um nur mal ein Beispiel anzureißen. Aber ich glaube nicht, dass sowas nochmal eintreten wird. Man kann natürlich seinen persönlichen kleinen Teil dazu beitragen, aber in der Summe sehe ich, dass wenn es da kein grundsätzliches MASSIVES (und nicht so: Ja, wir tanken jetzt alle E10, dann passts schon!) Umdenken gibt, dass sich die Geschwindigkeit, mit der der Karren an die Wand gefahren wird. immer weiter erhöht. Meine Meinung...auch wenn ich damit den Teufel vielleicht etwas an die Wand male.
Gruß
Michi