Bosch Servomotor

Re: Bosch Servomotor

Beitragvon ventus saevit » Mi 1. Feb 2012, 22:00

Nach eine Stunde Arbeit an der Drehbank, etwas Flex, ein wenig Puksäge, die Bremse ist ab. :D

Nachdem der Schleifstaub wie nicht anders erwartet auf dem Panzertape haftet, habe ich mir die Magnetisierung etwas genauer angeschaut.

Ich sagte ja schon, das jede 6te Nut eine Seite jeder Spule im Stator läuft.

Im Rotor ergeben sich folgende Bilder:
Hier nur locker aufgestreute Eisenfeilspäne: ... - Süd - ? - ? - ? - ? - ? -Nord - ... (Nord und Süd sind die jeweils 7te Magnetreihe)

Kann es sein, das die Pole zwischen den jeweils 6ten Magentreihen quer magnetisiert sind und das Feld an der Rotor Aussenseite halten und den Fluss an den Austrittsstellen so verstärkt, quasi so (schwer zu zeichnen)
nordsuedklein.jpg
nordsuedklein.jpg (244.55 KiB) 10959-mal betrachtet


Wenn man etwas mit dem Pinsel nachhilft, ziehen nur Nord und Süd die Späne an, da aber gewaltig. (Es sind je 3 Nord und 3 Südpole rund um den Stator verteilt)
6-pole.jpg
6-pole.jpg (158 KiB) 10959-mal betrachtet


Gruß
Mike
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Re: Bosch Servomotor

Beitragvon Bernd » Mi 1. Feb 2012, 22:08

Nord und Südpol sollten sich gleichmässig über den Rotorumfang verteilt abwechseln.
Eine andere Anordnung würde keinen Sinn machen.
Du kriegst Eisenspäne ganz problemlos von den Magneten runter in dem du ein Klebeband drauf drückst.
Dieses hält die Späne fest und sie gehen mit dem Klebeband ab.
ggf. muss man das ein paar mal wiederholen. Gut geht auch Teppichkleband dafür.

Grüsse

Bernd
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Re: Bosch Servomotor

Beitragvon ventus saevit » Mi 1. Feb 2012, 23:06

Na tun sie doch (oberes Bild in meinem letzten Post, unten Rechts die Grafik soll den Rotor im Querschnitt zeigen.
3 Nordpole, 3 Südpole, im Wechsel.

Dazwischen aber sind auch Magnete (die mit den langen Eisenfeilspänen - die zieht es sozusagen nach oben Richtung zum Nord/Süd-Fluß.
Hab ich mit einem Mini-Magneten abgefahren, der reagiert nur auf den Hauptfluß, die Magnete dazwischen interessierten ihn nicht.

Hier nochmal die Draufsicht vom gesamten Rotorpaket.
Rotorklein2.jpg
Rotorklein2.jpg (152.39 KiB) 10953-mal betrachtet


5mm breite Magnete, je ca. 13mm lang, bis Reihe voll.
Jede 7te Reihe ist ein Nord oder Südpol - dazwischen vermute ich quer magnetesierte Magnete als Booster?
Schau doch nochmal das erste Bild oben im letzen Post:
Nur Nord und Südpol haben Kraft, die Magnete dazwischen scheinen nur an Ihren Übergängen leicht magnetische Streufelder zu haben.

Eventuell ist jede 7te Reihe gar kein Magnet, sondern ein Weicheisen, welches von komplett quer magnetisierten Magneten induziert wird - könnte das sein :?:

Rotorklein.jpg
Rotorklein.jpg (132.9 KiB) 10953-mal betrachtet


Die Eisenfeilspäne waren überhaupt kein Problem, konnte ich doch den gelben Sack unterm Tape einfach umstülpen.
Da war dann alles was vorher aussen war sicher im Sack verpackt.

Mein Tipp: kauft gleich Servo-Motoren ohne Bremse :lol:
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Re: Bosch Servomotor

Beitragvon Bernd » Do 2. Feb 2012, 16:33

Ja genau das dachte ich auch als ich meinen Hauser Servomotor öffnete und alles war übervoll mit Bremsstaub.
Am besten gleich ohne kaufen.
Schöne Bilder hast du gemacht. Erstaunlich das sogar das Rückschlusseisen unter den Magneten laminiert ist,
aber tatsächlich ändert sich ja der Fluss beim eisernen je nach Stellung zu den Nuten ein bisschen und das
kann Verluste im Rückschlusseisen verursachen durch den an- und abschwellenden Fluss.

Mein Rotor war auch mit so einem Band umwickelt. Zwischen meinen Magneten befand sich ein Stück Eisen das
den Fluss nach aussen führte. Der Fluss tritt bei meinem also nicht über die Magnete direkt in den Stator ein,
sondern der Fluss tritt aus den Magneten seitlich heraus in das Eisen zwischen den Magneten und dann in den Stator.

Grüsse

Bernd
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Re: Bosch Servomotor

Beitragvon Ekofun » Do 2. Feb 2012, 17:17

Hallo Bernd,

habe alles durchsucht aber finde nirgends Beschreibungen vom Serwomotoren.So wie ich am Bilder sehe ist er ganz anderes gebaut als normale Drehstrommotoren.Also habe solche Motoren noch nie gesehen,erst jetzt.Wie ist Wirkungweise,Rotor hat keine Wicklung sonder Magneten oder habe das falsch gesehen.Und das sind warscheinlich nue Dinge die damals wo Bücher geschrieben wurden nicht egsistierten.Sonst werden die auch in Bücher,oder?

Danke für Bemühungen im voraus

Grüße

Ekofun
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Re: Bosch Servomotor

Beitragvon Bernd » Do 2. Feb 2012, 17:30

Der Aufbau des Stators ist wie bei jedem anderen Drehstrommotor auch.
Im Rotor sitzen Permanentmagnete. Das Drehfeld im Stator lässt dann den Rotor mit seinen starken
Neodymmagneten mit rotieren. Es wurde nur der Käfigläufer durch einen Magnetrotor ersetzt.
Ein zum Generator mit Hilfe von Magneten umgebauter Drehstrommotor entspricht einem Servomotor.

Der Aufbau führt dazu das man Servomotoren sofort ohne Umbau als Generatoren einsetzen kann.
Außerdem sind sie qualitativ sehr hochwertig und langlebig gebaut und manchmal für relativ kleines Geld bei
Ebay zu ersteigern.

Grüsse

Bernd
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Re: Bosch Servomotor

Beitragvon magneto » Do 2. Feb 2012, 17:39

Hallo Bernd
Hallo Ekofun
Bernd hat geschrieben:Der Fluss tritt bei meinem also nicht über die Magnete direkt in den Stator ein,
sondern der Fluss tritt aus den Magneten seitlich heraus in das Eisen zwischen den Magneten und dann in den Stator.

Ich finde, das ist DIE längst gesuchte Methode, um mit großen (und billigen) Ferritmagneten verhältnismäßig kleine und leistungsstarke Generatoren zu bauen.
Das Volumen der Magnete könne man dann in einem Scheibengenerator in dem Achsenmaß (der „dicke“) der Scheibe unterbringen.

Zwischen den Magneten trapezförmige Ferritstücke zum „Transport“ des Magnetfeldes nach außen plazieren.
Und die Ferrite müßte man wohl unter dem benötigten Winkel rausfräßen (normale Konstruktionsstahl)

Die Magnete erfüllen dann die Aufgabe des „Abstandhalters“ zwischen den Magnetfeldern, die sie zugleich „aufspeisen“.

Grüsse
Stefan
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Re: Bosch Servomotor

Beitragvon Ekofun » Do 2. Feb 2012, 17:40

Hallo Bernd,

Danke für Aufklährung,habe schon gedacht das die mit Gleichstrom betrieben werden. :oops: Also wie ich das verstehe kann ich jede Geni den ich Ggemacht habe vom Drehstrommotoren auch mit drehstrom als Motor betreiben,wenn der Wicklung dafür geeignet ist,was mit sicherheit nicht ist.Zu wenig Windungen so werde er durbrenen.

Schön,jetzt weiss ich auch was sind Serwomotoren. :)

Grüße

Ekofun
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Re: Bosch Servomotor

Beitragvon ventus saevit » Do 2. Feb 2012, 18:39

Hallo Ekofun

Servomotoren können oft an Netzspannung betrieben werden.
Nämlich dann, wenn Sie die 380V Drehstrom aushalten, die wir normalerweise bei Drehstrom im Haushalt haben (In der Industrie auch mehr, viel mehr).

Viele Servomotoren sind aber für wesentlich geringere Spannung ausgelegt b.B 110 Volt und die 3x110Volt liefert keine Steckdose einfach so.

Der Trick ist, den Servomotor über einen Frequenzumwandler zu betreiben.

Der kann die Spannung, den Strom und die Frequenz regeln (Je nachdem, was gewünscht wird und programmiert wurde)

Fall 1: Der FU fährt den Motor "eine Rampe hoch"
Das heisst bei z.B. Motor mit 11 KiloWatt und Spannung 110V hätten wir 100Ampere Strom und eine induktive Last, die noch wesentlich mehr Ampere im Einschaltfall ziehen würde und Ein-/Aus-Schalter Schalter im Ausschaltfall "verbrennt" (Gegeninduktion beim Ausschalten)

Der FU startet einen so großen Motor mit zum Beispiel 30V und 10Hz und erhöht dann langsam (vielleicht 15 Sekunden) die Spannung und die Frequenz bis zu den Motordaten (=Nenndrehzahl des Servomotors)

Fall 2: Der FU lässt den Motor mit doppelter Drehzahl laufen
Dazu fährt der FU den Motor auch hoch, stoppt aber nicht bei den 50Hz sondern regelt die Frequenz weiter bis 100Hz
Dazu müssen natürlich die Kugellager und sonstigen Motorparameter dies zulassen (Ein 11KW Motor wird dadurch nicht zum 22KW Motor, wäre schön :) )

Fall 3: Der Motor wird unterhalb seiner Kenndaten betrieben (geringere Frequenz und Spannung) und soll eine auftretende Last ausgleichen (konstante Drehzahl)
Der FU vergleicht die programmierten Soll-Werte mit den Ist-Werten und regelt U oder F nach. (Aufzugs- & Kransteuerung)


Schönen Gruß
Mike
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Re: Bosch Servomotor

Beitragvon Ekofun » Do 2. Feb 2012, 18:59

Hallo ventus seavit,

danke für schöne Erklährung, FU ist also eine Art elektronisches "Anlasser" , grobe vergleich mit Anlasser für große Drehstrommotoren.Nur die sind mit einem Wiederstand (NTC oder PTC weiss nicht genau) ausgerüstet.Bei Serwos haben wir viel Iinteligenten Elektronic nach Deinen Beschreibung.

Es wird mir immer klarer Arbeitsweise solchen Motoren,mich wundert das die nicht in Bücher stehen,sind die vor kurzen Zeit erstanden?,sonst werden die auch in Bücher(70-ge Jahren) stehen.

Grüße

Ekofun
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