Scheibengenerator "anders rum"?

Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon vm » Fr 18. Jul 2014, 13:31

Hallo Herbert

Wenn die Magneten im Rotor keinen Rückschluss haben wird der Test aber auch nur....

Entweder Symmetrischer Aufbau und Stator auf beiden Seiten des Rotors oder Rückschlussscheibe aus Stahlblech auf der Rückseite des Rotors ( Rückseite der Magneten ) :? ich glaub der Tread ist zu lang :oops:

Sonst bleibt so ein dünner Rotor immer zu wabbelig und du nutzt nur die halbe Kraft der Magneten.

mfg.Volker
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon Bernd » Fr 18. Jul 2014, 15:27

Die Spulen sehen so richtig klasse aus. Schade das die ersten wieder runter mussten.


Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon herbk » Mo 11. Aug 2014, 08:57

Hi Volker,
Entweder Symmetrischer Aufbau und Stator auf beiden Seiten des Rotors
das wird dann ein ganzer Geni - so "nebenbei" bin ich da schon am vorbereiten dafür (2 Rückschlußscheiben aus Trafoblech gewickelt sind fertig).

oder Rückschlussscheibe aus Stahlblech auf der Rückseite des Rotors
hm, auch nicht schlecht die Idee... von der Leistungsausbeute bringt es sicher was, aber dass es was gegen das Biegen zur Rückschlußscheibe bringt, glaube ich eigentlich nicht.

So langsam komme ich mit dem ersten Bauabschnitt meines Wohnmobilumbaus auch in den Betreich dass ich sagen kann "Urlaub ist gesichert" und ich hab wieder etwas mehr Zeit für anderes... Allerdings bin ich gerade dabei erst mal meine Herstellungsbedingungen und Messmethoden zu verbessern um das Erziehlen reproduzierberer Ergebnise zu erleichtern.

@Bernd:
na ja, wenn man pfuscht muss man's halt noch mal machen.... :roll: :)
Gruß Herbert
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon vm » Mo 11. Aug 2014, 14:23

Hallo Herbert

Eine 3mm Eisenscheibe Vollflächig hinten auf die Magnetscheibe geklebt bringt sicher einiges an Stabilität für den Magnetrotor da sich Polymere leichter dehnen als stauchen lassen ! ( die Stahlscheibe dehnt sich nicht also muss das (der) GFK gestaucht um eine starke Biegung in die Richtung der Spulen zu erhalten )

Und wenn das nur der Testgeni mit einer nur Spulenscheibe wird ist es eh sinnvoll das die Magneten einen Rückschluss bekommen.

Ja ich weis woher schnell kriegen ???? :(

mfg.Volker
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon vm » Fr 15. Aug 2014, 15:47

Hallo Herbert

Habe auf der Suche nach etwas anderem gerade das gefunden ( war mir so noch nicht wirklich bewusst, obwohl es absolut einleuchtend ist ,daß das auch bei einer im Magnetfeld rotierenden Eisenscheibe egal ob gewickelt oder aus dem Ganzen auftreten muss ) http://www.magtrol.de/handbucher/hb_manual_de.pdf

Da das nur auf Ummagnetisierungsverlusten basiert ist das Moment im Gegensatz zur Wirbelstrombremse konstant also fast nicht Drehzahlabhängig . ( es muss nur ein Ferromagnetisches Material sein , zB. ein Stahl welcher sich möglichst schlecht ummagnetisieren lässt wie zB. ein gehärteter Stahl )

Deutlich sichtbar ist das im Grunde schon wenn man ein Eisenblech auf eine Glasplatte legt und unter der Glasplatte einen Magneten Magneten herum schiebt ( es wird ein Moment übertragen welches nicht geschwindigkeitsabhängig ist also immer wirkt.)

Wirbelströme kommen also noch dazu :(

Also eher schlecht für die von dir angedachte Konstruktion :(

mfg.Volker
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon herbk » Sa 16. Aug 2014, 08:46

Hi Volker,
da sich Polymere leichter dehnen als stauchen lassen
deshalb macht man ja Glasfasern rein. ;) :P - die Scheibe ist aus abwechselnd Matte/Gewebe gepresst und hat mehr als 75% Glasanteil.
Aber Du hast recht, wenn ich eine Stahlplatte hinter die Magnete klebe erhöhe ich ja die Dicke der Scheibe und sie wird biegesteifer - manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht... :roll:
Wie sehr das ganze dann bremst werde ich messen können: für den neuen "Teststand" habe ich mir auch einen Antrieb gebaut damit ich das Drehmoment messen kann.
Gruß Herbert
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon herbk » Do 23. Okt 2014, 07:22

Hi Leute,
zu dem Projekt gibt es auch wieder einiges zu berichten:
Weil ich die GFK Scheibe leider nicht so plan und steif bekommen habe wie es für den Teststand mit dem einseitigen Rückschluß nötig gewesen währe, tut sie jetzt in meinem alten Teststand ihren Dienst. Ich habe für sie neue Magnete gleicher Größe in N45 gekauft und habe deutlich bessere Ergebnise als mit den N42 der alten Scheibe.
Für den Teststand mit dem einseitigen Rückschluß habe ich mir eine neue Rotorscheibe (Ø 306mm)aus 15mm Multiplex und diese beidseitig mit einer Klemmbefestigung für die Welle versehen. Die Scheibe wurde im geplant, wodurch ich den Höhenschlag auf 0,15mm bekommen habe. Auf eine Seite der Scheibe wurden dann die Magnete mit "Uhu Plus Endfest" geklebt.

Von da an gab's dann fast nur noch Rückschläge... :(
Nach 24 Std. Trockenzeit bei raumtemperatur habe ich versucht ob die Klebung hält: negetiv! - der Magnet blieb am Eisen.... (und ja, die Klebefläche war angeraut und mit Aceton gereinigt ;) ) Also Scheibe noch mal geplant und die Magnete mit PU verklebt (das daaauert halt....)

Jetzt konnte ich das ganze endlich montieren. Beim annähern der Rotor- an die Rückschlußscheibe dann die nächste Überraschung: Bei etwa 5mm Luftspalt hat es "klack" gemacht und die Scheibe wurde schräg an den Eisenring gezogen. Die Wellenbefestigung "Flanschlager aus Alu" haben sich in das Holz eingedrückt - Lastverteilung auf zu kleine Fläche... eindeutiger Konstruktionsfehler...

Also wieder ausgebaut und "ein wenig Nachgebessert" weil ich endlich ein wenig mit dem neuen Teststand spielen wollte (eine neue Scheibe mit besserer Lastverteilung ist schon in Arbeit), vorsichtshalber habe ich jetzt 6mm Luftspalt eingestellt..
Damit konnte ich jetzt ein wenig herumprobieren: Die Spannung war bei allen 4 Spulen trotz dieses großen Luftspaltes schon höher als beim rückschlußlosen Teststand und auch schön gleichmäßig.
Nach etwa einer Stunde spielen dann das nächste Problem: der "Geni" brummte schon ohne angeschlossene Last und der Rotor drehte sich so schwer als ob die Glühbirne noch angeschlossen währe. Das Ohmmeter zeigte dann eine Verbindung zwischen den beiden abgewinkelten Spulen... Also die (geklebten) Spulen wieder abgebaut (dummerweise liegen die Abgewinkelten unten...) und genau unter die Lupe genommen: Genau in den Ecken waren winzige Stellen an denen der Lack vom Draht gescheuert war. So wie es aussieht, hat das Schwingen der ja frei hängenden Spulenköpfe gereicht um an den Kanten zum Rückschlußring den Lack durch zu scheuern... Also auch hier Nachbesserungsbedarf bei der Klebung...

Einen kleinen Lichtblick gibt es aber auch zu berichten: Zumindest bei 6mm Luftspalt ist die Bremswirkung der Rückschlußscheibe noch sehr gering. Diese Beurteilung ist aber noch recht oberflächlich durch beobachten der Nachlaufzeit entstanden - Messwerte gibt es demnächst... ;)

to be continued...
Gruß Herbert
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon Bernd » Do 23. Okt 2014, 08:18

Hallo Herbert und danke für deinen Bericht.
Welchen PU Kleber hast du genau verwendet ?

Ein paar Fotos wären schön.


Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon herbk » Do 23. Okt 2014, 10:18

Hi Bernd,
G4 von Voss Chemie das ist eigentlich gar kein Kleber, sondern eher ein Lack. G4 wird als vom Hersteller als Haftvermittler empfohlen und in der Zeit als ich noch viel Polyester verarbeitet habe, habe ich da gute Erfahrungen damit gemacht.
G4 ist einkomponentig und härtet mit Feuchtigkeit aus, ich habe deshalb die Holzscheibe etwas angefeuchtet (gaaanz leicht!) damit sicher durchhärtet.

Bilder habe ich leider keine gemacht, weil mir die Frau den Foto entfürt hat... Ich hole es aber bei Gelegenheit nach
Gruß Herbert
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Re: Scheibengenerator "anders rum"?

Beitragvon Famzim » Do 23. Okt 2014, 15:53

Hallo

Zu dem Spulenschluß den Herbert produziert hat zwischen zwei Spulen !

Ich habe mich schon gewundert das bei änlichen Objekten an diesen Stellen keine extra Iso eingebaut wird.
So etwas nennt sich Phasentrennung und ist in jedem Motor uso, an den Stellen wo sich Spulen kreuzen, oder auch nur parallel aneinander liegen.
Die Spannung der Generatoren liegt ja auch im Netzspannungsbereich.
Das wird normalerweise mit 10 facher Betriebsspannung gegeneinander geprüft eine Minute !!
Auch die Spulen von Scheibengeneratoren die neben einander liegen, sollten eine Iso dazwischen haben, 0,2 mm Trivolterm oder so !
Getränktes Glasgewebe bringt auch einen Abstand dazwischen.
Auf ein langes Generatorleben.

Gruß Aloys.
Famzim
 
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