Hi Leute,
zu dem Projekt gibt es auch wieder einiges zu berichten:
Weil ich die GFK Scheibe leider nicht so plan und steif bekommen habe wie es für den Teststand mit dem einseitigen Rückschluß nötig gewesen währe, tut sie jetzt in meinem alten Teststand ihren Dienst. Ich habe für sie neue Magnete gleicher Größe in N45 gekauft und habe deutlich bessere Ergebnise als mit den N42 der alten Scheibe.
Für den Teststand mit dem einseitigen Rückschluß habe ich mir eine neue Rotorscheibe (Ø 306mm)aus 15mm Multiplex und diese beidseitig mit einer Klemmbefestigung für die Welle versehen. Die Scheibe wurde im geplant, wodurch ich den Höhenschlag auf 0,15mm bekommen habe. Auf eine Seite der Scheibe wurden dann die Magnete mit "Uhu Plus Endfest" geklebt.
Von da an gab's dann fast nur noch Rückschläge...
Nach 24 Std. Trockenzeit bei raumtemperatur habe ich versucht ob die Klebung hält: negetiv! - der Magnet blieb am Eisen.... (und ja, die Klebefläche war angeraut und mit Aceton gereinigt

) Also Scheibe noch mal geplant und die Magnete mit PU verklebt (das daaauert halt....)
Jetzt konnte ich das ganze endlich montieren. Beim annähern der Rotor- an die Rückschlußscheibe dann die nächste Überraschung: Bei etwa 5mm Luftspalt hat es "klack" gemacht und die Scheibe wurde schräg an den Eisenring gezogen. Die Wellenbefestigung "Flanschlager aus Alu" haben sich in das Holz eingedrückt - Lastverteilung auf zu kleine Fläche... eindeutiger Konstruktionsfehler...
Also wieder ausgebaut und "ein wenig Nachgebessert" weil ich endlich ein wenig mit dem neuen Teststand spielen wollte (eine neue Scheibe mit besserer Lastverteilung ist schon in Arbeit), vorsichtshalber habe ich jetzt 6mm Luftspalt eingestellt..
Damit konnte ich jetzt ein wenig herumprobieren: Die Spannung war bei allen 4 Spulen trotz dieses großen Luftspaltes schon höher als beim rückschlußlosen Teststand und auch schön gleichmäßig.
Nach etwa einer Stunde spielen dann das nächste Problem: der "Geni" brummte schon ohne angeschlossene Last und der Rotor drehte sich so schwer als ob die Glühbirne noch angeschlossen währe. Das Ohmmeter zeigte dann eine Verbindung zwischen den beiden abgewinkelten Spulen... Also die (geklebten) Spulen wieder abgebaut (dummerweise liegen die Abgewinkelten unten...) und genau unter die Lupe genommen: Genau in den Ecken waren winzige Stellen an denen der Lack vom Draht gescheuert war. So wie es aussieht, hat das Schwingen der ja frei hängenden Spulenköpfe gereicht um an den Kanten zum Rückschlußring den Lack durch zu scheuern... Also auch hier Nachbesserungsbedarf bei der Klebung...
Einen kleinen Lichtblick gibt es aber auch zu berichten: Zumindest bei 6mm Luftspalt ist die Bremswirkung der Rückschlußscheibe noch sehr gering. Diese Beurteilung ist aber noch recht oberflächlich durch beobachten der Nachlaufzeit entstanden - Messwerte gibt es demnächst...
to be continued...