Uli ich habe mal versucht die Belastung des Akkus nachzubilden, indem ich Widerstände
an den Generator legte, bis dieser die Drehzahl einnahm wie es auch beim Anschalten
des Akkus der Fall ist. Sehr zu meiner Verwunderung musste ich recht hochohmig arbeiten
um den Generator in den gleichen Drehzahlbereich zu bekommen. Größenordnung 30 - 60 Ohm.
So wie wir uns das vereinfacht vorstellen das ab der Ladegrenze nur noch ein sehr niedriger
Innenwiderstand des Akkus wirksam ist, so ist es also auch nicht. Man kann sich den Akku
vermutlich als eine Art regelbaren Widerstand vorstellen, der vor der Ladegrenze nichtleitend und
dann innerhalb eines kleinen Bandes, das oberhalb der Ladegrenze liegt, leitend bis niederohmig wird.
Wie hoch der "Widerstand" ist, hängt von der Spannungsdifferenz ab, mit der man oberhalb
der Ladegrenze den Akku beschickt. Die Spannungsdifferenz widerum stellt sich bei uns von alleine
auf den Wert ein, den der Generator gerade liefern kann, bzw. genauer gesagt als Produkt
aus Strom und Spannung, also die Leistung die der Generator gerade abgeben kann.
Insofern sehe ich nicht nur keine Probleme beim Laden auf 3W zu kommen, sondern ich glaube
sogar das noch mehr als 3W drinn sind da der Nabengenerator oberhalb 6V betrieben mehr
Leistung erzeugen kann. Beweisen kann ich es noch nicht, derzeit kaum Wind bei uns hier.
Das einzige Problem das ich sehe ist, und das hat man wohl immer wenn man Akkus lädt, das
die Drehzahl des Windrades nicht mehr proportional zur Windgeschwindigkeit weiter ansteigen kann,
da der Akku bei weiterer Spannungserhöhung schnell sehr niederohmig wird. Das bedeutet das der
Generator den optimalen Punkt seiner Leistungskurve durch die dann, im Verhältnis zur Windgeschwindigkeit,
zu langsame Drehzahl, verlässt. Aber dieses Manko nehme ich bei diesem Projekt bewusst in Kauf.
Grüsse
Bernd