60cm Rotor mit Nabengenerator, Canstein vs. Darrieus Antrieb

Re: 60cm Rotor mit Nabengenerator, Canstein vs. Darrieus Antrieb

Beitragvon Bernd » Fr 20. Feb 2009, 09:04

hmm schade, aber Danke für die Info Peter. Ich will mir ohnehin ein neues Messgerät kaufen.
Vielleicht reicht das Geld dann für eins aus das diese Möglichkeit bietet.

Grüsse

Bernd
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Re: 60cm Rotor mit Nabengenerator, Canstein vs. Darrieus Antrieb

Beitragvon arcobär » Fr 20. Feb 2009, 09:39

Warum macht ihr euch so viele Gedanken wegen der nur ca. 8% Verlustleistung durch die Dioden?

Gruß Uli
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Re: 60cm Rotor mit Nabengenerator, Canstein vs. Darrieus Antrieb

Beitragvon Bernd » Fr 20. Feb 2009, 09:55

Es ist sicher der Basteltrieb Uli. :)
Ich selber finde die einfache Verdopplerschaltung, gerade für dieses Projekt eines einfachen Windrades,
mehr als ausreichend wenn nicht schon Spitze. Immerhin ist immer nur eine (!) Diode gleichzeitig im
Stromweg und nicht zwei, und trotzdem nutzt man beide Halbwellen. Das heisst von den zugeführten 12V
bleiben 0,4V an der Diode hängen was nach meiner Rechnung sogar nur gut 3% Verluste ergibt. 12 durch 0,4 = 30.
Man verliert also 1/30 oder 3,3%. Auf diese gut 3 % kann man normalerweise locker verzichten.
Ich finde diese Ladeschaltung "einfach super" im wahrsten Sinne.

Ich möchte allerdings niemanden ausreden auch diese letzten 3 oder 4 Prozente noch heraus zu kitzeln. :)

Grüsse

Bernd
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Re: 60cm Rotor mit Nabengenerator, Canstein vs. Darrieus Antrieb

Beitragvon arcobär » Fr 20. Feb 2009, 10:27

Hallo Bernd,

ich habe auch mal vor Jahren einen Nabengenerator eingesetzt. Dabei hatte ich auch festgestellt, dass die abgegebene Leistung belastungsabhängig ist. Beim Anschluss direkt an eine Batterie wird er ja bei Erreichen der Batteriespannung kurzgeschlossen. Der Strom wird hauptsächlich nur durch den Wicklungswiderstand begrenzt. Er wird damit seine 3 W Leistung nicht erreichen. Damit wären wir wieder beim Thema der optimalen Anpassung durch eine entsprechende Elektronik.

Gruß Uli
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Re: 60cm Rotor mit Nabengenerator, Canstein vs. Darrieus Antrieb

Beitragvon Bernd » Fr 20. Feb 2009, 10:49

Uli ich habe mal versucht die Belastung des Akkus nachzubilden, indem ich Widerstände
an den Generator legte, bis dieser die Drehzahl einnahm wie es auch beim Anschalten
des Akkus der Fall ist. Sehr zu meiner Verwunderung musste ich recht hochohmig arbeiten
um den Generator in den gleichen Drehzahlbereich zu bekommen. Größenordnung 30 - 60 Ohm.

So wie wir uns das vereinfacht vorstellen das ab der Ladegrenze nur noch ein sehr niedriger
Innenwiderstand des Akkus wirksam ist, so ist es also auch nicht. Man kann sich den Akku
vermutlich als eine Art regelbaren Widerstand vorstellen, der vor der Ladegrenze nichtleitend und
dann innerhalb eines kleinen Bandes, das oberhalb der Ladegrenze liegt, leitend bis niederohmig wird.
Wie hoch der "Widerstand" ist, hängt von der Spannungsdifferenz ab, mit der man oberhalb
der Ladegrenze den Akku beschickt. Die Spannungsdifferenz widerum stellt sich bei uns von alleine
auf den Wert ein, den der Generator gerade liefern kann, bzw. genauer gesagt als Produkt
aus Strom und Spannung, also die Leistung die der Generator gerade abgeben kann.

Insofern sehe ich nicht nur keine Probleme beim Laden auf 3W zu kommen, sondern ich glaube
sogar das noch mehr als 3W drinn sind da der Nabengenerator oberhalb 6V betrieben mehr
Leistung erzeugen kann. Beweisen kann ich es noch nicht, derzeit kaum Wind bei uns hier. :(

Das einzige Problem das ich sehe ist, und das hat man wohl immer wenn man Akkus lädt, das
die Drehzahl des Windrades nicht mehr proportional zur Windgeschwindigkeit weiter ansteigen kann,
da der Akku bei weiterer Spannungserhöhung schnell sehr niederohmig wird. Das bedeutet das der
Generator den optimalen Punkt seiner Leistungskurve durch die dann, im Verhältnis zur Windgeschwindigkeit,
zu langsame Drehzahl, verlässt. Aber dieses Manko nehme ich bei diesem Projekt bewusst in Kauf.

Grüsse

Bernd
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Re: 60cm Rotor mit Nabengenerator, Canstein vs. Darrieus Antrieb

Beitragvon arcobär » Fr 20. Feb 2009, 16:29

Hallo Bernd,

ist dein Akku noch in Ordnung? Wenn Gel-Akkus längere Zeit ungeladen stehen, nehmen sie kaum noch Strom auf.
Ich hatte damals mal Kennlinien mit einer Belastung von 10 und 18 Ohm bei Drehzahlen zwischen 50 und 200 U/min aufgenommen.
Die erziehlten Spannungen lagen zwischen 4 und 7V effektiv. Mit 18 Ohm habe ich damals bei 200 U/min ca. 3 W erreicht, bei 10 Ohm waren es nur 1,8 W. Bei 50 U/min lag die Leistung bei beiden Belastungen bei ca. 1 W.

Gruß Uli
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Re: 60cm Rotor mit Nabengenerator, Canstein vs. Darrieus Antrieb

Beitragvon Bernd » Fr 20. Feb 2009, 17:11

Uli hattest du die Kennlinien aufgenommen, indem der Generator von einem Elektromotor,
Drehbank, Bohrmaschine oder ähnlichen gedreht wurde ? Dann wäre natürlich mechanische Antriebsleistung
ohne Ende für den Generator vorhanden. Ich habe ja nur den kleinen Rotor als "Motor".

Meine Akkus sind in Ordnung, es waren im Test NiMH Mignonakkus. Warum vermutest du das
sie defekt wären ? Evtl. weil ich 30 - 60 Ohm für den "scheinbaren" Akku Innenwiderstand angab ?
Der ist ja bezogen auf eine bestimmte Drehzahl des Rotors. Würde ich diese erhöhen würde der
Strom steigen und der Akku würde für den Generator eine niederohmigere Belastung als zuvor darstellen.
Ich habe aber auch schon mit einem 12V Bleiakku getestet, das Ergebnis von Ladestrom und Generatordrehzahl
war nahezu dasselbe, nur geringe Unterschiede.

Grüsse

Bernd
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Re: 60cm Rotor mit Nabengenerator, Canstein vs. Darrieus Antrieb

Beitragvon arcobär » Fr 20. Feb 2009, 18:56

Ich hatte den Generator damals in eine Drehbank eingespannt.
Den defekten Akku habe ich wegen deiner hohen Widerstandswerte vermutet.

Gruß Uli
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