Langversion Lima-Generator

Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Bernd » Sa 11. Dez 2010, 16:16

Hallo Hans, hattest du mit einer Windung einer einzelnen Phase gemessen ?
Ich nehme an das wird zutreffen.
Wenn es stimmt ist deine spätere Spannung noch um einiges höher, je nachdem
ob du die Stern- oder Dreieckschaltung einsetzt.
Ich würde soviel Kupferdraht oder so dicken Kupferdraht reinpacken wie irgend möglich
rein passt in die Nuten. Wenn da Luft verbliebe wäre es verschenkte Leistung.

Bis jetzt hört sich alles wirklich gut an.
Wie sieht es denn mit dem Cogging aus ?
Bin mal gespannt ob deine 0,5 Volt tatsächlich aus einer einzelnen Phase stammten.

Grüsse

Bernd
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Atmos » Sa 11. Dez 2010, 16:42

Hallo Hans,

bedenke das die Spannung noch absinkt wenn Du eine Last dranhängst - unbedingt voll machen die Ständernuten :D

Weiterhin viel Erfolg

Christoph

Rastmoment ?
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon haditei » So 12. Dez 2010, 13:26

Hallo,

große Blamage, die Messwerte waren falsch! Ich hab den Generator jetzt in die Drehbank rein bekommen und festgestellt, dass ich gestern beim Betrieb mit der Bohrmaschine die Drehzahl falsch gemessen habe. Leider zum negativen, DZ mal 2 ist richtig. Also die Angaben entsprachen einer Drehzahl von 200 und nicht wie angegeben von 100U/min. Schade, aber nicht zu ändern. Das Rastmoment liegt bei 0,028 Kp/m. Eine neue Messreihe steht, aber ich traue den Frieden nicht und möchte noch einiges versuchen, ehe ich wieder den Mund aufreise und „tolle Ergebnisse“ in die Welt setze. Ein Problem hab ich, wenn ich eine Spule mit 6 Windungen einsetze, also über drei Zungen, dann erhalte ich ein anderes Ergebnis, wenn ich eine Windung durch das ganz Blechpaket ziehe, obwohl das eigentlich keinen Unterschied machen dürfte. Ermittelt man an der 6-er Spule bei einer festen Drehzahl 6 Volt dann sind es bei einer Windung übers ganze Paket 3Volt obwohl die gleiche Leiterlänge im Magnetfelde liegt. Der Rotor ist korrekt in 12 Segmente unterteilt, also 6 Magnete Nord und 6 Magnete Süd. Irgendwie versteh ich das nicht. Kann mir Einer das erklären.

Gruß Hans
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Atmos » So 12. Dez 2010, 16:36

Hans, es liegt glaube ich daran, dass sich der einzelne Draht bewegen kann im Vergleich zu den 6 Windungen. Genau an dieser Stelle wird die mechanische Energie in elektrische umgewandelt, wenn sich also der Draht bewegt oder auch nur ein bisschen schwingt wird das Ergebnis natürlich schlechter. Deshalb kein Grund zur Sorge!
Hast Du schon Fotos, die wären hilfreich bei der Analyse.

VG

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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon haditei » So 12. Dez 2010, 17:39

Hallo Christoph,
danke für deine Mut machenden Worte. Ich sollte in Zukunft genauer messen und Windungen zählen. Also jetzt die aktuellen Daten. Ich habe die Werte einmal mit 4 Windungen über Alles und im zweiten Versuch 4 Spulen a 6 Windungen.(siehe auch das Foto) Beide ergaben das gleiche Ergebnis.
U/min Leer Last 5Ohm
100 0,89 0,8
200 1,88 1,73
300 2,74 2,54
400 3,68 3,32
Damit hätte ich bei 25 Windungen pro Phase bei etwa 130 U/min Ladebeginn.(25Wdg sind 1,1Ohm bei 1,0 Cul) Was ist besser, etwas Luft in den Nuten übrig lassen oder etwas mehr Windungen einzubringen und dafür einen höheren Innenwiderstand in kauf zunehmen?
Gruß Hans
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Bernd » So 12. Dez 2010, 18:49

Ich kapiere das immer noch nicht mit deinen "Spulen".
Ist denn die Kupfermenge in beiden Versuchen in etwa gleich hoch ?
Wenn du Spannungen misst, dann bitte immer OHNE Last, sonst wird das Ergebnis
wertlos, ausser man setzt die Last ins Verhältnis zum Spulenwiderstand.
Aber Leerlaufspannungsmessungen bitte immer ohne Last.

Was ist besser, etwas Luft in den Nuten übrig lassen oder etwas mehr Windungen einzubringen und
dafür einen höheren Innenwiderstand in kauf zunehmen?


Normal ist immer besser die Nuten zu füllen. Wenn der Widerstand dabei zu hoch wird würde
ich entweder dickeren Draht verwenden oder den Draht doppelt verlegen und dann parallel schalten.

Grüsse

Bernd
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Atmos » Mo 13. Dez 2010, 19:23

Hallo Hans,

eine Messung mit anderem Draht z.b. 0,5mm wäre aufschlussreich, oder mit den tatsächlich geplanten Windungen. An 4 Windungen hoch zurechnen finde ich riskant...

VG

Christoph
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon haditei » Mi 15. Dez 2010, 17:28

Hallo Christoph,
danke für den Tipp. Ich habe gestern probiert, wie viel Draht in die Nuten passt. Mit 25 Wind. 1,0qmm sind sie voll. Ich werde jetzt eine Phase damit fertig machen und dann messen. Ich denke, die dabei ermittelten Werte können zur Berechnung der Dreiphasenspannung verwendet werden. Abweichungen sollte es dann nicht mehr geben. Die Daten gibt’s am Wochenende.
Gruß Hans
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon haditei » Mo 20. Dez 2010, 22:13

Soeben habe ich die erste Phase gewickelt und schon mal ausgemessen. Bei 100 U/min 4,9V, bei 200 9,6V und bei 300 13,8V. Ein analoges Ampermeter zeigt bei 100 U/min bereits einen Kurzschlussstrom >10 A an (da endet der Meßbereich). Das einbringen der Wicklung geht nicht besonders gut, aber ich denke, über Weihnachten bekomme ich das Teil fertig. Mal sehen was die Sternschaltung mit angeschlossenem Gleichrichter bringt. Als Last nehme ich dann gleich meine Akkus.

Gruß Hans
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Re: Langversion Lima-Generator

Beitragvon Bernd » Mo 20. Dez 2010, 23:14

In Sternschaltung sollte hinter dem Gleichrichter verfügbar sein:

Ueff-Phase mal 1,73 mal 1,35 = U eff hinter Gleichrichter = 4,9 * 1,73 * 1,35 = 11,44 volt.
Davon gehen dann noch die Diodenverluste ab, = 4,9volt * 1,73 (-1,4 Volt) * 1,35 = 9,55 Volt

Es sollten hinter einem Siliziumgleichrichter bei 100 U/min ca. 9,55 Volt zur Verfügung stehen.
(wenn alle drei Phasen bestückt sind)

Grüsse

Bernd
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