Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Bernd » Fr 28. Jan 2011, 00:02

Mit deiner Wickelvorrichtung erhalten die Spulen die Breite eines Magneten.
Idealer wäre es eigentlich wenn die Spulen die Breite des Abstandes zwischen den Magneten erhalten würden.
Es geht aber natürlich auch so, aber man verschenkt doch etwas.

Wenn du den Spulenring an einem Stück fertigen willst, also so das er später nicht mehr demontierbar ist,
dann kannst du noch Kupfer sparen wenn du bei der ersten Windung aussen anfängst, dann die erste Schleife
wickelst und gleich wieder am Anfang der zweiten Schleife weiter machst. Das müsste auf meinen Fotos
ersichtlich sein die ich hier mal postete.
Du fängst bei deinem Foto quasi beim zweiten Schenkel der ersten Spule an und wickelst dann erst den ersten
Schenkel um dann hinüber zum zweiten Schenkel der zeiten Spule zu gehen. Das kostet unnötig Kupfervolumen
und erhöht den Widerstand.

Bild

Grüsse

Bernd
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Bernd » Fr 28. Jan 2011, 09:12

Das Bild oben war bis jetzt nicht sichtbar gewesen.

Grüsse

Bernd
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Manfred » Fr 28. Jan 2011, 10:16

Hallo Bernd,

ich habe mal auf die Schnelle noch ein Muster gewickelt, so wie ich Deinen Vorschlag verstanden habe.

Grüsse
Manfred
DSC00444.JPG
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Manfred » Fr 28. Jan 2011, 13:55

Hallo Bernd,

http://www.elektrisola.com/de/backlackd ... /nema.html
ich habe gerade im Internet den Back-Lack-Draht gefunden. Der Typ CBP15 könnte für das schnelle Zusammenbacken einer Luftspule geeignet sein. Die gewickelte Spule wird mit Ethanol ( Spiritus ) behandelt und dann bleibt die Spule in der gewickelten Form zusammengebackt. Eine zusätzliche Stabilisierung der Spule mit einem dünnflüssigen Harz könnte man Nachträglich vornehmen. Den Vorteil sehe ich darin, das der Wickel nicht aufspringen kann und Bindevorgang schnell abläuft.
Liegen für dieses Verfahren in der Forumsgemeinde schon Erfahrungen vor ?

Grüsse
Manfred
Zuletzt geändert von Manfred am Fr 28. Jan 2011, 22:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Bernd » Fr 28. Jan 2011, 18:47

Hallo Manfred, ja so meinte ich das mit der Spule.
Ich kenne zwar die Drahtausführung Backlackdraht, habe selber aber noch keine Erfahrungen
damit und habe bisher hier im Forum auch noch von niemanden gelesen das er so ein Produkt
eingesetzt hat. Bisher kannte ich aber nur die Option das ganze per Aufheizung mit Strom zu
verbacken. Nach meinem Kenntnisstand soll der Draht aber doch um einiges teurer sein als
herkömmlicher Lackdraht und ich las noch von keiner Bezugsquelle unterhalb 50 Kg.

Grüsse

Bernd
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon MyCo » Fr 28. Jan 2011, 19:55

Die Spulen unseres Test-Generators (den mein Vater mit seinem Bruder gebaut hat), wurden mit Backlackdraht gewickelt und geschmolzen. Das ist recht gut, denn die Spulen halten sich von selbst in Form und sehen sehr akkurat aus. Mein Vater baut beruflich Motoren von daher kann er damit umgehen. Für den Hobby-Einsatz ist es aber sehr kompliziert, wenn man den Backlack zum Backen bringen will muss man eine exakte Temperatur hinbekommen, sodass nur die äußere Schicht schmilzt und nicht auch noch die innere. Unsere Spulen wurden mit einem sehr starken Netzteil Versorgt, dadurch haben sie sich selbst erwärmt und unter Druck sind sie kompakt verschmolzen.
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Manfred » Fr 28. Jan 2011, 23:27

Hallo,

ich meine nicht den Backdraht der mit Strom "verbackt" wird, sondern den Typ der mit Ethanol "verbackt" wird. Bei Deinem Testgenerator hast du zum fixieren der einzelnen Drähte Sekundenkleber verwendet und das hat Dich gestört. Ich habe gerade eine Anfrage zu dem o.g. Produkt gemacht, mal sehen was dabei heraus kommt.

Zum wickeln von kompizierten Spulenformen habe ich mir noch ein anderes Verfahren ausgedacht. Man stellt ein Urmodell für den Wickelkern her. Daraus ensteht eine geteilte Silikonform und man hat ein Negativmodell. In diese Form giesst man ein Metall ALLOY 70 und es ensteht ein stabiler Wickelkern. Das besondere an diesem Metall ist, das sein Schmelzpunkt bei 70 Grad liegt. Eine um diesen Kern gewickelte Spule kann nun mit Harz getränkt werden, so bekommt man eine Maßhaltige und stabile Spule. Nach dem Aushärten das ganze in das heißes Wasser und das Metall schmilzt rückstandsfrei aus. Das Material lässt sich immer wieder verwenden. Das Verfahren muss noch auf Tauglichkeit überprüft werden.

Mit der "Endlosspule" hast Du mich noch rechzeitig auf den rechten Weg gebracht, ich danke Dir. Meine Vorrichtung werde ich noch einmal ändern, so das die Spulenschenkel etwas breiter werden. Auf den Walter Thurner bin ich nun im Internet gestoßen er ist glaube ich der Vater des eisenlosen Generators. Nur seine Ausführungen zum Gleichstromgenerator, die habe ich nicht kapiert.

Grüsse
Manfred
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Bernd » Fr 28. Jan 2011, 23:55

Ist ja ne tolle Sache mit dem 70 Grad Metall, das muss ich auch haben. :)
Du verwendest immer sehr ungewöhnliche Dinge, das gefällt mir !

Die Väter der eisenlosen Technik sind heute längst alle tot. Zu Beginn der Elektrotechnik waren
eisenlose Generatoren anstatt der heute üblichen "eisernen" damals das gängige Bauprinzip.
Dieses Bauprinzip gab es also schon als wir alle, inklusive Herrn Thurner, noch flüssig waren. ;)
Erst als man erkannte das man die damals sehr schwachen magnetischen Flüsse durch Eisen "bündeln"
konnte setzte alle Welt auf die bis heute üblichen eisernen Generatoren.

Herr Thurner sagt das das Ringgenerator Prinzip auch Gleichstrom erzeugen kann. Ich sage das ist nicht möglich.
Einladungen hier im Forum etwas zu seinen Ideen und Thesen zu sagen ist Herr Thurner nie nachgekommen.
Auf E-Mails hat er niemals reagiert. Auch sind in seinem Modell die Magnete ewig weit von den Spulen entfernt.
Wir wir wissen wird das ganze dann sehr ineffektiv. Er hat auch teils sehr esotherische "Erfindungen" gemacht so
das ich mittlerweile sehr sketisch geworden bin was seine Ideen anbelangt.

Grüsse

Bernd
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon MyCo » Sa 29. Jan 2011, 01:42

@Manfred: Backlack funktioniert nur, wenn man ordentlich Druck macht. Also einfach eine Spule in Lösungsmittel einlegen und danach ist alles fest, kannst du vergessen. Die Spule wird stellenweise verklebt sein, aber nicht durchgehend und daher auch nicht stabil. Zudem hast du das Problem, dass der Backlackdraht ohne zusammenpressen wesentlich dicker als normaler Lackdraht ist (er hat schließlich 2 bzw. 3 Schichten mehr).

Bei Motorspulen macht die Lösungsmittelvariante übrigens nicht viel Sinn, bei Spulen mit vielen Windungen kommt das Lösungsmittel nicht ausreichend an die inneren Windungen. Und den Druck auf die Spule im Gelösten zustand aufzubringen ist auch nicht so einfach, man müsste die Presse schließlich jedesmal eintauchen, dort zusammendrücken und dann herausnehmen und samt Spule trocknen lassen. Das ist eine riesen Sauerei und kostet zudem viel Zeit. Bei der Stromvariante wickelt man die Spule einfach normal um einen Kern, schneidet den Draht ab, während das erwärmens drückt man einfach die Platten zwischen denen die Spule liegt, zusammen.
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Manfred » Sa 29. Jan 2011, 10:35

Hallo Bernd,

hier ein link zu ALLOY 70 http://www.zujeddeloh.de/download/Alloy ... 200160.pdf . Bei dem Umgang mit diesem Material ist zu beachten das der Cadmiumanteil 10% ist. Cadmium ist nicht gesunheitsfördlich. Lieferant: zu Jeddeloh Goldschmiedebedarf googeln. Im Zusammenhang mit meinen Giessereiaktivitäten, Wachsausschmelzverfahren in Schalentechnik und Sandguss verfüge ich über Erfahrung in der Herstellung von Giessereimodellen und Silikonformen.
Zum Vater des eisenlosen, da müssen wir ja wohl unsere Urgroßväter ehren. Ohne unsere Vorfahren müsste wir dann bei null anfangen mit der technischen Entwicklung. Ich fühle mich in meiner technischen Höhle recht wohl. Wir sollten es wie die Chinesen machen, einen Feiertag für die Alten und Verstorbenen einführen um Ihnen in Ehre zu gedenken.
Zu Herrn Walter Thurner habe ich mich noch weitergehend im Internet kundig gemacht, ich schließe mich Deinen Gedanken an.

Hallo MyCo,

Deine Argumente zum Thema Backlackdraht sind für eine industrielle Anwendung in allen Punkten stimmig. Ich möchte mit dem chemisch reagierenden Backlackdraht (Ethanol) das Aufspringen der Spule nach der Entnahme des Wickelkerns verhindern. Die Festigkeit bekomme ich durch tränken mit einem dünnflüssigen Harz. Das Aushärten dauert dann sehr lange, aber die Zwischenräume sind gut gefüllt. Ethanol ist sehr schnell verflogen und das zusammenbacken müsste schnell ablaufen. Unklar ist mir noch wie reagiert die Drahtbeschichtung mit dem Harz ? "Versuch macht Kluch", ich muss mal wieder einen Besuch bei meinem Elektromaschinenbauer ( hat ein großes Drahtlager ) machen, er hat auch immer seinen Spass an meinen etwas ausgefallenen mechanischen Konstrukten.
Danke für Deine Ausführungen zu diesem Thema und herzliche Grüsse an Deinen Vater.

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