Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon MyCo » Do 3. Feb 2011, 21:45

Hätte ja sein können, dass du einen Lieferanten hast. Gibt ja auch ein paar andere Hersteller. Wir brauchen demnächst auch wieder eine größere Ladung therm. Backlackdraht, und die Preise sind wie angesprochen recht derbe.

Beim letzten mal hatten wir Thermibond von vonRoll glaube ich.
Hier ist eine Übersicht der Drähte die sie haben:
http://www.vonroll.ch/downloads/brochur ... _E_web.pdf

Der Hersteller bietet auch spezielle Produkte für den Bau von Windgeneratoren an:
http://www.vonroll.ch/downloads/brochur ... _D_WEB.pdf

Kann sich aber wahrscheinlich kein Hobbybastler leisten :)
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Bernd » Do 3. Feb 2011, 22:10

Sag mal MyCo, bist du DER MyCo der einen MPPT Regler für Windräder gebaut hast ?
Ich las mal von einem in einem Microcontroller Board. Der trug auch eben dieses Pseudonym.

Grüsse

Bernd
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon MyCo » Do 3. Feb 2011, 22:26

jupp...der bin ich. Momentan habe ich noch viel mit der Programmierung von dem Ding zu tun. Werde es dann mal hier vorstellen
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Bernd » Do 3. Feb 2011, 23:03

Ich habe Fotos davon gesehen die ein sehr sauber aufgebautes Gerät zeigten.
Es wäre wirklich sehr schön wenn du hier bei uns von deinem Werk berichten würdest.
Ganz besonders toll wäre es wenn es für einen Nachbau geeignet wäre.

Grüsse

Bernd
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Manfred » Di 8. Feb 2011, 11:14

Hallo,

ein windiges Wochenend war es, ich hoffe die Windräder haben es gut überstanden und die Beute war riesig.
Bei mir gab es eine Mischung aus Erfolg und Misserfolg. Die Fertigung, der mechanische Aufbau meiner "Endlosspule" und die Testanordnung auf meiner Drehbank haben auf Anhieb sehr gut funktioniert. Leider tröpfelte der Strom nur sehr mäßig aus meiner Spule, umwerfende 0,3V. Ich glaube das ich drei Fehler gleichzeitig gemacht habe: 1. zu wenig Draht, 2. Luftspalt zu groß 3. und einen Wickelfehler. Interessant sieht das Gebilde jedoch aus, vielleicht kann man es noch für esoterische Zwecke verwenden.
DSC00447.JPG
DSC00447.JPG (68.57 KiB) 9783-mal betrachtet

Meine gute Erfahrung 2,4V bei 2000 U/min mit der eizelnen Spule 4m lang und 0,75 Durchmesser bei einem Luftspalt von 1mm ist mein nächster Versuch. Die Spulen sind gewickelt und müssen noch mit Heißkleber montiert werden. 24 Stck. neue Abstanshalter für 1mm drehen, dannn kommt wieder eine Stunde der Wahrheit. Das Ausrichten von Rotor und Spulen zueinander mit dem Abstandshalter funktioniert sehr gut.
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DSC00448.JPG (89.68 KiB) 9783-mal betrachtet


Grüsse
Manfred
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Bernd » Di 8. Feb 2011, 15:53

Ja wenn man sie so nebeneinander sieht, die Endlosspule und die andere, dann fällt doch auf
das da etwas anders ist. ;)
Da hast du doch leider wieder bifilar gewickelt, ich habe es leider auch nicht früher bemerkt. :(
Daher auch nur dieses kleine bisschen an Spannung.....

Jetzt sind wir aber auf die "koventionelle" Konstruktion gespannt.
Wie machst du das genau mit dem Montieren der fertigen Spulen ?
Wie gehst du da vor mit dem Abstandshalter und wie setzt du ihn ein ?

Grüsse

Bernd
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Manfred » Do 10. Feb 2011, 17:32

Hallo Bernd,

eingesetzt wird dieser Generator als Modellmaschine und soll an einem Flammenfressermotor und an einem Dampfmotor laufen.
Die Abstandshalter werden über den Magneten gestülpt und dann die Spule drauf. Nach dem Verkleben der Spule werden die Abstandshalter wieder entfernt. Wenn die Spulenkonfiguration steht, mache ich zwei Halbschalen mit Nuten in der die Spule zur Hälfte mit JB-Weld eingeklebt ist.
In der Testphase montiere ich die Spulen so wie Du, mit Heißkleber. Diesesmal war meine Verklebung nicht so dolle.
Das Ergebnis mit dem 0,75mm / 4m langen Draht und 1mm Luftspalt waren 7,5V bei 500 U/min. Bei 2000 U/min 0V, siehe Bild. Die Verklebung der Magnete und der Rotor haben diesen Stresstest ohne Schaden überstanden.
DSC00451.JPG
DSC00451.JPG (90.95 KiB) 9718-mal betrachtet

Mein 0,5mm Backdraht ist eingetroffen.
Hier nun die ersten Ergebnisse: Eine Spule von 4m und einem Luftspalt von 1mm gewickelt und auf der Wickelvorrichtung mit Ethanol getränkt, auf die Heizung für 10 min zum trocknen gelegt. Danach die Spule aus der Vorrichtung entnommen. Sie ist maßhaltig und springt nicht mehr auf. Das Wickeln geht auch viel besser, die Windungen liegen enger zusammen. Eine zusätzliche Stabilisierung werde ich noch mit Harz machen. Die Spulenhöhe hat sich von 4mm auf 2,5mm reduziert und die Schenkelbreite ist bei 7mm geblieben.
Große Überraschung: bei 500 U/min 3,3V und bei 2000 U/min 6,6V, das ist bisher mein bestes Resultat. Ein blindes Huhn findet manchmal auch ein Korn, jetzt aber ab in die Kneipe.
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DSC00449.JPG (104.29 KiB) 9718-mal betrachtet
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DSC00450.JPG (100.56 KiB) 9718-mal betrachtet

Mit diesem Backdraht werde ich nocheinmal 12 Spulen wickeln, dann aber besser verkleben und einen neuen Test machen.

Grüsse
Manfred

p.s. im wickeln von Spulen bin ich nun fit. Pro Spule 5 min und sie ist fertig.
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Bernd » Do 10. Feb 2011, 22:44

Gratulation Manfred, deine neue Spule sieht wirklich sehr gut aus.
Da die Spannung linear zur Drehzahl steigt, solltest du bei doppelter Drehzahl auch die doppelte Spannung haben.
Vermutlich sollte es heissen " 3,3Volt bei 1000 U/min und 6,6Volt bei 2000U/min" ?
So oder so ist es schon der Hammer und die Spannungshöhe ist kaum zu glauben.
Aktuell wäre es zusammen knapp 80 Volt bei 2000 U/min !!
Mein Testgenerator hatte ca. 96Volt bei gleicher Drehzahl, deiner ist aber vom Durchmesser viel kleiner.
Insofern ist das ein sehr gutes Ergebnis !
Grund ist der dünnere Draht der die Windungen nun näher am Magneten
und damit im stärkeren Magnetfeld arbeiten lässt. Die Auswirkung ist bei diesen relativ kleinen Magneten ja
wirklich enorm.

Eine einzelne Spule sollte bei ca. 4m Länge nun etwa 0,36 Ohm haben und der ganze Generator dann etwa
4,32 und somit leider gut doppelt soviel wie zuvor. Bei Belastung mit einer 12 Volt Last sinkt daher die
maximale Leistung, dafür liegt diese Spannung viel früher an. (Beim fertigen Generator etwa bei 300 U/min)

Wenn du eine Last mit höherer Spannung anlegst ist die maximal abrufbare Leistung sogar gestiegen.
Derzeit errechne ich unglaubliche über 350 watt bei 2000 U/min als maximale Abgabeleistung bei knapp 40 Volt.

Manfred hast du dich bei der Höhe der Spannungen nicht vermessen ?? ;)

Grüsse

Bernd
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Bernd » Do 10. Feb 2011, 23:10

Manfred mal eine Bitte. Könntest du evtl. bei einer Testspule mal die Schenkel mehr oder minder weit
auseinander biegen und versuchen heraus zu finden wie sich die Spannung verhält ?
Insbesondere würde mich interessieren was passiert wenn das "Loch" in der Mitte der Spule so gross
wird wie der Abstand zweier Magnete zueinander oder noch grösser.

Grüsse

Bernd
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon MyCo » Do 10. Feb 2011, 23:27

Bei unserem Testgenerator kommen wir bei Reihenschaltung schon bei ~300U/min (per Hand gedreht) auf 80V, nach eurer Rechnung müsste unser Generator dann mehrere KW bei 2000U/min haben. Wegen dem großen Innenwiderstand haben wir die Spulen jetzt parallel geschaltet, aber die Leistung müßte ja die selbe sein. Glaube da stimmt irgendwas mit eurer Leistungsberechnung nicht. :D

Unser Generator hat 12 Spulen, Spulendaten: 2 Ohm, 1.2mH @10kHz, dreieckig
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