Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Manfred » So 13. Feb 2011, 15:01

Hallo Bernd,

einen Fehler habe ich noch gefunden, einen Magneten habe ich verkehrt eingebaut. Auf Seite 8 ist ein Ossi-Bild, da fehlte noch ein Magnet und der Sinus war nicht perfekt. Diese Bild habe ich bei dem voll bestückten Rotor wieder gesehen. Den Magneten umgedreht und ich hatte einen perfekten Sinus. An den Spannungswerten hat sich nichts geändert.
DSC00461.JPG
DSC00461.JPG (98.42 KiB) 10285-mal betrachtet

Hallo CFD,

den Spulenaufbau hat es zerissen weil meine Befestigungart ungenügend war. Der Rotor hat diesen Crash überlebt. Er ist doch recht stabil. Den Magneten den ich gerade umgedreht habe steckt stramm in der Nut, ist aber noch nicht verklebt. Bei dem Gedanken der radialen Ausweitung des Rotors wäre der bestimmt auf und davon geflogen.
Ich habe Dir mal ein Bild gemacht wie die Lage der Spule zwischen den Magneten ist. Ich denke so hast Du es gemeint, oder ?
DSC00462.JPG
DSC00462.JPG (89.63 KiB) 10285-mal betrachtet


Grüsse
Manfred
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Bernd » So 13. Feb 2011, 15:39

Den Magneten umgedreht und ich hatte einen perfekten Sinus. An den Spannungswerten hat sich nichts geändert.

Oh das ist erstaunlich, ein bisschen mehr hätte ich schon erwartet.
Der Sinus sieht aber sehr schön aus, eine Fehlmessung wegen deformierten Sinus kann man ausschliesen.

Grüsse

Bernd
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon CFD » So 13. Feb 2011, 18:59

Hallo Manfred,
ich habe mal die radiale Aufweitung des Rotors bei 2000 U/min abgeschätzt.
Es sind ca. 0,05 mm. Das ist nicht viel. Dieser Effekt scheidet also aus.
Das ABS-Material ist also für den Bau von (kleinen) Rotoren doch nicht so ungeeignet.

Ist es möglich, dass du mal Messungen bei mehr Betriebspunkten als nur 500 U/Min und 2000 U/min machst?

Manfred hat geschrieben:Ich habe Dir mal ein Bild gemacht wie die Lage der Spule zwischen den Magneten ist. Ich denke so hast Du es gemeint, oder ?

Ja, genau so. Vielen Dank für das Bild.

Gruß CFD
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Manfred » So 13. Feb 2011, 19:39

Hallo CFD,

auf Seite 6 habe ich eine Drehzahltabelle der Drehbank eingestellt, such Dir die gewünschten Drehzahlen aus. Die Differenzen zur angegebenen Drehzahl werde ich messen.
Was ich mir vorstellen kann, das ein seitliches "flattern" des Rotos bei höheren Drehzahlen erfolgt. Dann solte im unteren Drehzahlbereich ein liniarer Spannungsanstieg erfolgen. An eine "esoterische Spannungskonstante" :) kann ich nicht glauben.
Den Sinus auf dem Scope werde ich mal stark vergrößern, da müssten eventuell die Schwingungen sichtbar werden.

Grüsse
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon CFD » So 13. Feb 2011, 21:49

Hallo Manfred,
nachfolgend sind deine bisherigen Messergebnisse mal zusammengefasst:

Spule_01.jpg
Spule_01.jpg (57.52 KiB) 10252-mal betrachtet

Spule_02.jpg
Spule_02.jpg (52.88 KiB) 10252-mal betrachtet

Spule_03.jpg
Spule_03.jpg (51.79 KiB) 10252-mal betrachtet

Spule_04.jpg
Spule_04.jpg (49.95 KiB) 10252-mal betrachtet

Spule_05.jpg
Spule_05.jpg (51.71 KiB) 10252-mal betrachtet


Schön wäre eine Messung (samt Fehlerkorrekturen) mit den Drehzahlen aus dem 1. Bild.
Ist es möglich, dass du die induzierte Spannung (den Peak-Wert) dann am Oszi abliest? Das Digitalmultimeter zeigt ja einen Effektifwert an.

Gruß CFD
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon bernhard8 » Mo 14. Feb 2011, 10:04

Wenn ihr es so genau nehmt solltet ihr wirklich die Toleranzangaben des Messgerätes beachten. Das ist gleich mal X% vom Messbereichsende plus Y Digits. Wenn die Anzeige also nur 0,irgendwas anzeigt würde ich das nur als Tappen im Dunkeln bezeichnen.

Könnte auch logisch sein weil da drinnen eine Gleichrichtung erfolgen wird die vermutlich gerade bei kleinen Spannungen ungenau ist.

Daher würde ich die höhere Spannung als die genaueste betrachten.
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Manfred » Mo 14. Feb 2011, 11:19

Hallo CFD,

die neuesten Daten aus dem LL*. Nun ist auch Schluß mit der Messerei und der Testgenerator wird mit dieser Spule bestückt. Eine Lampe mit 12V und 35 Watt habe ich bei EDKA gekauft, wenn die brennt is dat jut.
DSC00465.JPG
DSC00465.JPG (66.15 KiB) 10223-mal betrachtet


Eine neue Messreihe am fertigen Generator werde ich machen. Die Qualität meines Mulimeters ist so billig wie sein Preis. Ich kann leider nicht beurteilen was ein gutes Instrument ist, da bin ich auf Euren Rat angewiesen.

Grüsse
Manfred

*LL = Lügenlabor :?, danke CFD für die übersichtliche Aufarbeitung der alten Messdaten.
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon bernhard8 » Mo 14. Feb 2011, 11:42

Bei den Oszi Werten verstehe ich zwar nicht warum die Werte so niedrig sind. Ist da ein 10:1 Teiler im Tastkopf? Wenn ja würden die Werte ungefähr zusammenpassen. Am Ostzi wirst du den Spitzenwert abgelesen haben? Das Multimeter zeigt normalerweise den Effektivwert an (also Spitzenwert / 1.41 = 0.707*Spitzenwert)

Aber sollte egal sein, viel Spass beim Aufbauen - die 12V Lampe wird sicherlich leuchten!
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon Manfred » Mo 14. Feb 2011, 12:30

Hallo Bernhard,
ich verstehe den ganzen Oszi noch nicht, er hat ja eine beachtliche Anzahl von Knöpfen. Für € 25,-- konnte ich bei ebay nicht nein sagen. Bitte keine "peinlichen" Fragen, es ist ein Telequipment D67 geliefert von Rohde & Schwartz.
Ich bin schon mal froh das ich einen Sinus abbilden konnte. Mit dem Apparat muss ich noch ein bischen spielen. Dafür das ich mit null Wissen hier im Forum gestartet bin ist mein Lernerfolg doch zufriedenstellend.

Grüsse
Manfred
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Re: Gleichstromgenerator erfolgreicher Misserfolg

Beitragvon bernhard8 » Mo 14. Feb 2011, 14:53

Hallo Manfred,

da kann ich dir auch nur gratulieren. So ein Oszi ist anfangs ganz sicher schwierig zu verstehen, überhaupt wenn man alles selbst rausfinden muss.

Was ich gemeint habe: du hast einen Messbereich eingestellt: zB 50mV/DIV heisst ein Kasterl Höhe bedeutet 50mV Spannungsunterschied. Das hattest du vermutlich alles richtig notiert.

Oft gibt es beim Anschlusskabel (nennt sich Tastkopf) einen Umschalter wo man zwischen 1:1 und 10:1 wählen kann. Du kannst das wie einen Spannungsteiler betrachten. Wenn man 1:1 auswählt misst man die Spannung die wirklich an den Klemmen anliegt. Wenn man 10:1 auswählt misst man nur ein Zehntel der wirklichen Spannung.
http://de.wikipedia.org/wiki/Tastkopf

Da deine Oszi Messungen so niedrig waren nahm ich an dass hier vielleicht ein 10:1 Tastkopf verwendet wurde.
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