230V-Motor als Generator?

230V-Motor als Generator?

Beitragvon Daniel_K » Mo 29. Aug 2011, 12:45

Hallo an alle, besonders die Generator-Spezialisten!

Normalerweise sind ja einfache 230V-Motoren mit Kurzschlußläufer (aus Haushaltgeräten) nicht so ohne weiteres als Generatoren zu nutzen. Was würde denn nun aber passieren, wenn man den Kurzschlußläufer ausbaut, Längsnuten einfräßt und Quadermagnete einklebt?
Vorteile wären:
relativ einfach, für Laien (wie mich) geeignet
Kostengünstig, Motoren liegen oft rum, nur Fräsen und Magnete kosten was
Kein umwickeln
Schon bei geringer Drehzahl 12V
Lagerung, Gehäuse, vielleicht Befestigung nutzbar

Hat jemand damit Erfahrung, oder geht das über haupt nicht?

MfG Daniel
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Re: 230V-Motor als Generator?

Beitragvon Ekofun » Mo 29. Aug 2011, 13:16

Hallo Daniel,

also 230V E-Motoren sind geegnet für Genis,Nuten am Rotor brauchen Sie nicht machen,Rotor nur abdrehen so das Magneten Platz finden.
Aber leider umwickeln mus sein weil die andere Art vom Wicklung haben.Wenn Ständer zum Beispiel 24 Nuten hat dann ist 2 Drittel Hauptstrang mit bezeichnung U1;U2, und 1 Drittel ist sogenannte Hilfsstrang mit bezeichnung Z1;Z2.Da wird ein Kondensator für Anlauf geschaltet sonst leuft er nicht an(Es genügt nur Hauptstrang aber dann muss er mit Hand gedreht um anzulaufen).Das ist aber kein Drehstromwicklung und auch nicht ein Fasenwicklung.Deshalb müssen Sie ihn umwickeln,dann gibt es keine Probleme.

Vom Motor mit 24 Nuten können Sie 8-Polige(4 Volpole) Drehstromwicklung machen und brauchen Sie 8 Magneten am Rotor kleben.Wenn noch Fragen helfe ich gerne.

Grüße

Ekofun
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Re: 230V-Motor als Generator?

Beitragvon Daniel_K » Mo 29. Aug 2011, 14:15

Hallo Ekofun!

Danke für die schnelle Antwort - ist also doch nicht so einfach, schade.

Aus Spaß am Probieren hab ich grade einen kleinen Lüftermotor "umgebaut", so einen, wo sich der Rotor in einem Blechpaket dreht und die Spule darunter im Blechpaket aufgewickelt ist. Hab in den Rotor 4 Löcher gebohrt und 4 runde Magnete D=5mm H=2mm eingeklebt. Wenn ich nun den Rotor mit den Fingern drehe, hab ich 1,5 V Wechselspannung. Aber es ist auch ein Rastmoment zu spüren.

MfG Daniel
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Re: 230V-Motor als Generator?

Beitragvon Ekofun » Mo 29. Aug 2011, 15:13

Hallo Daniel,

Rasten hat man immer mehr oder weniger bei Eisengenis,mit Neomagneten ist Rastmomment am größten.
Drehstrommotoren braucht man nicht unbedingt umwickeln wenn einem Polzahl entspricht meistens sind das 4-Polige Motoren für 1500U/min gemacht.Man kann Leufer mit Magneten bestücken und ausprobieren,wenn gewünschte Spanung bei gewünschten Drehzahlen kommt ist o.k.Natürlich sollte auch dann Gewinschte Leistung da sein.

Grüße

Ekofun
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