Darin liegt begründet, daß der Eisenweg lang, demzufolge der Eisenquerschnitt klein, der magn. Flußzunahme und Leistungszunahme beendet ist
Der Satz ist in sich nicht stimmig.
Weil ein Eisenweg lang ist (ist er aber ja nicht mal) muss sein Querschnitt nicht notgedrungen klein sein. Das eine schliesst ja das andere ja nicht aus.
Wenn du die Länge von Feldlinienstrecken in der gesamten Elektromechanik mit denen im Scheibengenerator vergleichst, wirst du feststellen das der
Scheibengenerator fast immer den kürzesten Weg bietet. Es geht aber gar nicht darum "den Generator mit dem kürzesten Flussweg" zu bauen,
das war nicht Ziel dieses Threads. Mit Scheibengeneratoren haben wir uns ja auch schon ausführlich beschäftigt und niemand bezweifelt deren Qualitäten.
Ferritkerne in den Spulen eines Scheibengenerators sind ein sehr interessantes Thema für das man einen neuen Thread aufmachen könnte.
Ich würde mich freuen wenn sich jemand dessen annimmt.
Man kann da auch nicht den Eisenquerschnitt weiter vergrößern, denn es gibt da nur ein bestimmtes Volumen zu verbauen
Beim Nabendynamo sicher nicht, aber wir wollten ja auch deutlich grösser bauen.
Aber da gibt es einen kleinen Unterschied. Da können die Klauen aus massiv Eisen sein, denn sie leiten
das magn. Gleichfeld. Bei unserem Naben Gen. aber das magn. Wechselfeld. Das ist ein wichtiger Unterschied
Das ist richtig, dennoch müssen auch dort die Feldlinien in den Klauen den von Dir so empfundenen "langen Weg" hinter sich bringen um von der Spule
nach aussen bis in die Klauenspitzen zu gelangen. Für die Weiterleitung und Höhe eines magnetischen Flusses, dem Querschnitt des Materials etc.
herrschen also vergleichbare Verhältnisse, nur das das Feld nicht wechselt, weswegen die Klauen dort massiv sein können.
Und in dem Stator der LiMa sind die Wege des magn. Wechselfeldes sehr kurz.
Man könnte auch sagen,
die Wege im Statoreisen kommen zum dem Flussweg innerhalb des Klauenrotors der Lichtmaschine zusätzlich noch hinzu. 
Und wenn die Klauen nicht in der Lage wären durch "zu geringen Querschnitt und zu lange Eisenwege" genug Fluss aus der Spule
in ihrer Mitte bis in den Stator und durch ihn hindurch zu befördern, dann würde so eine Lichtmaschine niemals diese Leistung erbingen können.
Du siehst, das Klauengebilde in der Mitte der Lichtmaschine muss auch dort sehr viel Fluss durch sich hindurch leiten können.
Wenn es der Klauenanteil dort kann, dann könnten wir das bei unserem Klauenanteil eigentlich auch, wenn auch bei uns durch die nötige
Wirbelstromverhinderung etwas umtändlicher. Dafür gibt dann bei uns dann keine Schleifringe.
Der magnetische Fluss selbst hat nach meinem Verständnis keinen direkten Einfluss auf die Formgebung(!) einer Leistungskurve sondern nur auf ihre Steilheit.
Die Höhe des magnetischen Flusses bestimmt die Höhe der induzierten Spannung und damit bei welcher Drehzahl schon wieviel Spannung generiert wird.
Andere Faktoren sind es die zu einem Knick in der Kurve führen können, beispielsweise die Sättigung des Materials, dem einer langer Eisenweg durch
Reduktion der Flusshöhe durch dessen magnetischen Widerstand aber sogar eher noch entgegen steht. Eine andere Option ist ein magnetischer Bypass.
Ganz viel bleibt nicht mehr übrig.

Ob sich jeder Klauenpolgenerator zwangsläufig so verhalten muss wie der kleine Nabendynamo ist bisher absolut nicht erwiesen.
Guckt man sich die Abläufe in einer Lichtmaschine etwas näher an, siehe oben, erhält man einen gegenteiligen Eindruck.
P.S.
Übrigens das das Rückschlusseisen zwischen Magneten oder die Klauen der Lichtmaschine, aufgrund des sich nicht umpolenden Magnetfeldes,
keinen Ummagentisierungsverlusten unterliegt ist ein Trugschluss ! Auch ein an- und abschwellendes Magnetfeld erzeugt Verluste im Eisen.
Zum An- und Abschwellen kommt es im Eisen immer dann wenn die Magneten über Eisenkerne hinwegfahren, wodurch sich der Fluss dann auch
im Rückschlusseisen erhöht, und dann wenn quasi zwischen den Spulenpolen sie sich "durch die Luft" bewegen, was zu einer Abschwächung des
Flusses im gesamten System und auch im Rückschlusseisen führt.
Dieser Effekt führt z.B. dazu das das Rückschlusseisen bei starken Außenläufern im Modellbaubereich durchaus mal sehr heiss werden kann.
Die starke Anschrägung der Klauen des Klauenpolläufers der Lichtmaschine hat nach meiner Einschätzung daher vermutlich den Grund das man ein
zu starkes An- und Abschwellen des Flusses durch "abruppte " Flusswechsel zwischen den Nuten und damit eine Erhitzung des Massivmaterials verhindern will.
Grüsse
Bernd