Ich glaube wir reden aneinander vorbei.
Der magnetische Widerstand eines Körpers beschreibt wie gut oder schlecht er magnetischen Fluss leiten kann.
Bei der Definition dieses Widerstandes spielt die Frequenz zunächst mal keine Rolle.
Was du meinst sind Wirbelstromverluste. Ich denke nicht das Wirbelstromverluste der ausschlaggebende, begrenzende
Faktor bei einem Nabendynamo sind. Sicher sind sie vorhanden, aber durch Blechung werden sie minimiert.
Einen langen Eisenweg kann man durch mehr Querschnitt ausgleichen, die Lichtmaschine zeigt
das deutlich. Und nochmal, Trafos, gerade dicke fette Dinger, haben teils viel(!) längere Eisenwege
als du es beim Nabendynamo immer wieder betonst und da wirkt überall ein Wechselfeld.
Lange Eisenwege können also nicht per se der Grund für einen abruppten Knick in der Leistungskurve sein.
Dicke Trafos haben aber deutlich mehr Querschnitt als der Nabendynamo !! So wollen wir das ja auch machen.
Der maximal mögliche Querschnitt ist beim Klauenpolgenerator dabei nicht so gering wie du glaubst, es kommt halt
auf die Baugrösse an.
Diese Wirbelstrom u. Hysterese Verluste sind sehr groß, so groß das man E-Schmelzöfen nach dem Prinzip baut.
Der Vergleich ist nicht wirklich zutreffend weil diese Öfen erstens mit hoher Frequenz beschickt werden und zweitens
natürlich extra so aufgebaut sind das sich Wirbelströme dort austoben können.
Da gibt s kein Ferrit oder Blechung. Ein Schmelzofen hat mit einem E-Motor/Generator wenig gemeinsam.
Peter kannst du mir ein Dokument nennen aus dem ich ersehen kann das die magnetische Leitfähigkeit von Eisen
mit der Frequenz nachgibt, also im Gleichfeld höher ist als im Wechselfeld ? Das hätte doch zur Folge das höhere
Frequenzen zu einer starken Leistungsminderung bei Trafos und Übertragern führen müssten. Nach meinem bisherigen
Wissen ist es so das die übertragbare Leistung die ich durch ferromagnetisches Material hindurch geht sogar mit
der Frequenz deutlich ansteigt. Ist das nicht so ? Ich dachte immer das Schaltnetzteile aus genau diesem Grund mit
einer hohen Frequenz betrieben würden.
"Lange" Eisenwege, unter dem Aspekt des höheren magnetischen Widerstandes, als auch Wirbelstromverluste innerhalb
des geblechten Eisens, können nach meinem Verständnis nicht der Auslöser der Begrenzung sein. Der Querschnitt schon
eher, ebenso wie vielleicht auch der "Streuweg-" (ich sage lieber Bypass-) Effekt.
Grüsse
Bernd