Hallo Freunde,
vor einiger Zeit ist mir eine elektromechanische Lenkhilfe von Delphi in die Hände gekommen(Außendurchmesser 90mm). Was mich sofort fasziniert hat, war der extrem niedrige Anlaufwiderstand des Motors. Mit den Fingern nicht spürbar und an einem 120 mm langen Hebel wirkten gerade einmal 12 Gramm. Ich habe zunächst die Steuerelektronik (12V) abgebaut und die drei Eingänge durch gemessen. Ein messbarer Widerstand war nicht vorhanden, also fast Null Ohm. So etwas sollt für eine Übersetzung mit Zahnriemengetriebe das Richtige sein und ist für einen C-Rotor, den es noch zu bauen gilt, von mir vorgesehen. Nach dem Kurzschluss zweier Anschlüsse war beim Durchdrehen ein kräftiges Ruckeln zu verspüren. Wurden alle drei Anschlüsse zusammengeschaltet ging die Welle vollkommen gleichmäßig schwer zu drehen. Allerdings war die erzeugte Spannung an einer Phase bei 500 U/min mit ca 1,5 V kein tolles Ergebnis. Was ich nicht begreife, warum ist beim Zusammenschluss aller drei Phasen ein vollkommen gleichmäßiger Drehwiderstand an der Welle zu spüren?
Nachdem ich den Deckel abgeschraubt habe, kam ein kräftiges Paket Cu-Draht zum Vorschein, allerdings jeweils 19 Stk 0,55mm Drähte parallel zu einem Strang. Der Rotor hat einen Durchmesser von ca 4cm und ist mit extrem starken Magneten versehen, die hinter einer Alu-ummandelung verborgen sind (3Paare). Zuerst wollte ich eine neue Wicklung einsetzen, aber soviel Cu wie da rein gepresst war, ist als Heimwerker nicht zu machen. Da habe ich die Wicklungspakete aufgetrennt und beginne nun die einzelnen Drähte in Reihe zusammen zu löten. Messergebnisse gibt es sobald ich fertig bin. Ein Bild von dem „Drahthaufen“ hänge ich schon mal an. Bin neugierig, was da raus zu holen ist.
Gruß Hans
