Hallo,
"gwhh" hat in einem Beitrag zu seinem Thema Autolichtmaschine" am 13.Jan 2010 sinngemäß geschrieben.
Er schrieb: Die Autolichtmaschine sei sozusagen schon eine fertige Arbeit. Und wenn man der Li Ma genügend Drehzahl gibt den Rotorstrom an und abschaltet oder sogar regelt dann gibt sie auch Leistung ab.
Er hat recht. Ich habe einmal eine Remy Delco umgewickelt. Durch ständige Impulse auf die Rotorwicklung wollte ich pauschal versuchen Ladebeginn zu bekommen. Und die Impulse kamen im Verhältnis Impuls / Pause = 1/10. Leider ist das kein guter Weg weil fortwährend 3A * 1/10 = 300mA Rotorstrom flossen.
Wenn Wind da war gab es auch Leistung. Bei starkem Wind sogar ca 90W. Im Original hatte die Li Ma 400W bei 1000U/min. Der Antrieb war ein Zweiflügler mit 1.9 Meter Durchmesser u. für mindestens Wind 6m/sec.
Ausgangsspannung und Rotorstrom waren ungeregelt. Deshalb gab es keine konstante Ausgangsspannung und Überladung war möglich. Bei dem schlechten Standort kam Überladung gar nicht vor.
Im Gegenteil, der Akku schluckte immer alles gierig was er kriegen konnte ohne zu gasen.
Und der große Nachteil war: in Flautezeiten floß ständig nutzlos dieser Rotorstrom 300mA. Der Remy Delco Stator hatte nach dem umwickeln Wdg. Zahl * 4, Querschnitt 1/4. Drehzahl 250 U/min, Rotorstrom 12Volt/4Ohm = 3Ampere. Der Stator war vor u. nach dem umwickeln im Stern geschaltet. Rotorwicklung blieb wie er ursprünglich war.
Das Ganze habe ich leider nicht vernünftig zum Ende geführt. Aber wenn jemand einen guten Standort hat und noch eine 2 : 1 Übersetzung macht (z.B. mit Zahnriemen von Kfz), dann müßte das gut laufen. Ich glaube der Teilwirkungsgrad (von Zahnriemen) ist nicht schlecht. Irgendwo muß man sowieso immer die Zahl 5 eine gerade Zahl sein lassen.
Der Rotorstrom war also ungeregelt und somit floß bei Akku Ladung 3A in den Rotor. Bei starkem Wind blieben also noch ca 4.5A für die Ladung des Akkus übrig. Nicht sehr zufriedenstellend war diese Bilanz.
Aber man muß bedenken der Generator war ohne Rastung weil er keine Dauermagnete hatte. Und er war bis auf das Umwickeln des Stators schon ein fertiger Generator.
Dazu eine Frage: So ein Stator mit Nuten hat doch von der Bauart her sowieso keine Rastung. Denn unter den Magnetpolen steht doch immer gleichbleibend Eisen? Sehe ich das richtig?
Denn das, woran sich Magnetpole klammern könnten ist doch rundum gleich. Kein Anhaltspunkt zum festkleben.
Aber so ein Generator mit Schleifringen kann eben noch viel besser laufen wenn man einen Winddruckschalter baut der dann den Ladebeginn festlegt. Und diesen Ladebeginn sollte man etwas höher einstellen damit entnommene Leistung den
Generator nicht sofort wieder unter die Ladespannung (14V) herunterbremst. Mit so einem Winddruckschalter fließt folglich gar kein Rotorstrom bei Flaute.
Wenn man durch einen PWM Regler den Rotorstrom bei höheren Drehzahlen abregelt verbessert sich noch der Wirkungsgrad und überladen ist ausgeschlossen. Es verbessert sich das
Verhältnis von Ladestrom / Rotorstrom.
Ein Microschalter z.B. hat eine mechanische Hysterese. Ein Vorteil, da EIN u. AUS Level nicht auf der gleichen Schwelle liegt. (kein flattern möglich) Gut geeignet als Winddruckschalter.
So ein Generator mit Schleifringen benötigt für den Ladebeginn eine Spannungsquelle (Akku). Denn ganz am Anfang muß der Rotor einmal Saft haben. Danach macht der Gen. selbstständig weiter. Gen. ohne Akku an den Wechselrichter anschließen geht somit nicht. Vielleicht geht es aber mit Speicher Elkos?
Im Anhang das Prinzip der Regelung:
Diesen Regler habe ich etwas abgewandelt. Er hatte zuvor die Ausgangsspannung auf 15V stabil gehalten. Bei Ausg. Strom 10A. Dies bis zu einer Eingangsspannung von 70V.
Er vergleicht auch hier wieder an der Differenzstufe T7,T8 Usoll < = > Uist. Im Ursprung sind Usoll bzw. Uist die gleiche Spannung. Aber während Usoll ab >15V stabilisiert ist, kann sich Uist frei bewegen.
Die Diode im Emitter von T8 ermöglicht T7 eine Vorzugslage. Das bedeutet, bei genügend Wind u. aufladen der Elkos usw. leitet ganz sicher zuerst T7 usw. usw. usw. Mos Fet T1 leitet dann
und voller Rotorstrom fließt. Jetzt arbeitet der Generator. Denn Wind ist da und Magnetfeld ist da.
Die Ausgangsspannung Uist steigt jetzt geringfügig an bis Mos Fet T1 sperrt. Rotorstrom ist dann nicht NULL, sondern L der Rotorwicklung integriert den Strom indem dieser in der Impulspause über Diode D4 weiter fließt. Das ist pulsierender Gleichstrom der in der Rotorwicklung fließt.
Im Ergebnis wird der Rotorstrom soweit abgesenkt bis Ladespannung ( etwa 14V ) erreicht. Diese Absenkung ermöglicht besseren Wirkungsgrad.
Wenn aber der Winddruckschalter S bei Flaute offen ist, fließt gar kein Rotorstrom, denn T6 und damit Mos Fet T1 sind gesperrt. Der Akku entläd sich nur noch an seinem eigenen
Innenwiderstand. Das hat er nun mal so an sich.
mfG Peter Sombrero
Mit u. ohne Rot Regler.jpg
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