von andreas » Fr 9. Mär 2012, 23:59
Hallo Allerseits,
die praktische Handhabung solcher Drähte ist nicht eben einfach. Denn obwohl die Lackisolierung bei Löttemperaturen schmelzen sollte, tut sie es nur ungern. Das Problem liegt möglicherweise daran, dass der Lack weiterhin sehr gut thermisch isoliert. Wer jemals Fädeldraht verarbeitet hat, kennt das Problem vielleicht aus der Praxis. Eine bewährte Vorgehensweise ist es, das Drahtende langsam in einen mit Flussmittel versetzten Zinntropfen am heißen Lötkolben einzutauchen. Dabei erwärmt es die Lackschicht von innen (durch das geschnittene, blanke Drahtende) und von außen. Unter diesen Umständen wird der Lack gut weich und sein flüssiges Ende läuft in Richtung Drahtverlauf davon. Mehrfach eingetaucht, zeigt das Drahtende dann einen verzinnten Bereich, der nach einigen Sekunden als ausreichend gelten kann. Es erfordert stets ausreichend Flussmittel, sonst geht es gar nicht voran.
MfG. Andreas