Ropatec Eigenbau

Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Fr 16. Mai 2014, 17:19

Hatte noch nie ein Profiel an meinem Rotor,wo der Auftrieb nach innen gekommen ist ????

Die leichte kleine Welle kommt nach aussen?? Das wäre ja dann wie ein Speuler von einem F1 als Anpressduck will ich das??

Lg udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » Fr 16. Mai 2014, 17:51

Das haben wohl viele noch nicht ausprobiert.
In meinen bescheidenen Versuchen (und nicht nur in denen) erbrachte die Montage der Auftriebsseite zum Rotorinneren hin
einen nicht unerheblichen Leistungsgewinn. Allerdings waren die Profile meist auch nicht so extrem asymetrisch wie dein jetziges.
Ob das mit so einem asymetrischen Profil auch ein Vorteil und wenn ja ein genauso großer wäre kann ich nicht beurteilen.

Mit was für einem Styroporschneider hast du deine Flügel ausgeschnitten, die sehen sehr gleichmässig aus.


Grüsse

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Fr 16. Mai 2014, 18:09

Habe ich dann keine großen verwirbelungen wenn ich den Entenschwanz nach aussen mache??
Ich habe mir eine Dekupiersäge gegönnt:-) die schneidet aber nur bis 5cm stärke dafür in super schneller Zeit und viel genauer und stinkt nicht so:-) 80 Stück habe ich in 2 Stunden geschnitten:-)
Vielleicht kommt Morgen mein Aero Gewebe werde aber noch mit Epoxid Morgen einmal grundieren bevor ich Laminiere..

Lg Udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Wind_Stefan » Fr 16. Mai 2014, 18:12

Hallo Udo,

bist ja wieder schön am bauen. :D
Ich kann Herbert und Bernd nur beipflichten das du die Auftriebsseite deiner Flügel zur Rotorinnenseite montieren solltest. Auch meine Tests und Versuche haben Vorteile bei solch einer Montage ergeben. Auch läuft mein Testrotor mit dieser Konstellation.
Hier mal ein Bild wie es gemeint ist:
20140515_071452e.jpg
20140515_071452e.jpg (193.78 KiB) 5783-mal betrachtet

Auch finde ich ist es von Vorteil wenn du die cordline (rot) des Profiles in einem kleinen Anstellwinkel (blauer Pfeil) von einigen Grad zum Rotormittelpunktes anstellst. Also das "Heck" des Profiles nach innen schwenkst. Besseres Anlaufverhalten!
Sind aber alles auch nur meine bescheidenen Versuche, alles ohne Gewehr. ;)
Wie Bernd schon geschrieben hat ist dein Profil sehr asymetrisch, mit solchen extremen Profilen habe ich auch noch nicht getestet.
Grüsse
Stefan
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon herbk » Fr 16. Mai 2014, 18:16

Hi Udo,
meine Erfahrung deckt sich da mit Bernd's: Profilunterseite nach Außen ist deutlich besser - und mein asymetrisches Profil ist Deinem ähnlich.
http://www.daswindrad.de/forum/viewtopic.php?f=3&t=2007&start=50#p31189
Gruß Herbert
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Fr 16. Mai 2014, 18:34

Hallo Herbert

Laut Zeichnung von Stefan sollte ich den Flügel in blau Pfeilrichtun noch nach innen stellen.. ich hatte mal Flügel montiert, genau so und nach aussen gestellt das war ein Wiederstand hoch 5 die sind selbst im Sturm nicht richtig gelaufen. aber dafür schon bei 0,5 m angelaufen...
Das ist jetzt irgendwie alles anders als ich das kenne :?: :?: Ich weis nur das Auftrieb auf der gewölbten Seite entsteht so habe ich das von Peter Lustig gelernt :lol:

Also wenn ich sie mir ander herum vorstelle dann sehe ich nur das sie bremsen....ist das nicht ein Form für die Landegestelle von Wasserflügzeug ?
Diese Flügelform ist ja im Grund fast wie die die ich ja hatte nur etwas feiner ausgearbeitet die Flügelstellung habe ich auf 0 Grad ausgerichtet das ist die beste Einstellung.


Lg Udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Famzim » Sa 17. Mai 2014, 16:09

Hallo

Da wo der Wind auf den H Rotor trifft, hat er die gröste Geschwindigkeit die man nutzen kann.
Dort ist dann mit der hohlen Seite nach aussen am meisten zu holen, wie einige schon geschrieben haben.
Die rück laufende Seite, läuft praktisch im Lee dieses Blattes, als wenn man eine Windmühle gleich hinter eine andere stellt.
Dort ist die Windgeschwindigkeit wesentlich geringer denke ich.

Zur Befestigung der Alurohre :
Bei nur einem Rohr werden Torsionskräfte über dieses übertragen, und Es muß entsprechend geklebt oder geschweist sein.
Wenn 2 Rohre im Flügel eingebaut sind, entfällt das komplett, den beide übertragen das Drehmoment durch seitlichen Druck auf die eingebaute Rippe, die mit der Strebe verschraubt wird.

Gruß Aloys.
Famzim
 
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon herbk » So 18. Mai 2014, 08:30

Guten Morgen,
Wenn 2 Rohre im Flügel eingebaut sind, entfällt das komplett, den beide übertragen das Drehmoment durch seitlichen Druck auf die eingebaute Rippe, die mit der Strebe verschraubt wird.
Ja, hast recht Aloys - so bald die Rippen mit den Trägern verschraubt sind werden die Torsionskräfte ja darüber aufgefangen...
Gruß Herbert
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon vm » So 18. Mai 2014, 11:51

Hallo Udo

Das mit den verkehrt herum angebauten Flügeln würde ich mir so erklären ( auch wenn ich keine Ahnung davon habe :oops: )

Nimmt man ein Flugzeug mit einer Auftriebstragfläche und fliegt damit gerade aus ist F auftrieb = F erdanziehung.

Da die Erdanziehung keine Rolle beim Windrad spielt schalten wir sie einfach ab , das Flugzeug wird dadurch stark steigen und einen großen rückwärts-Loop fliegen.

Zieht man nun noch am Höhenruder (Tragflächenende Richtung Loop-mitte ) wird der Loop enger ( Anpassung an den Umfang )

Da sich der Flügel immer schneller als der Wind bewegt ist die Bewegungsrichtung ( ergibt sich aus Geschwindigkeit und Auftrieb) die der Flügel gehen will immer eine Kreisbahn ( rückwärts-Loop )

Versucht man das als vorwärts-Loop ( Flügelwölbung außen ) mit einem Auftriebsprofil addiert sich der Auftrieb mit der Fliehkraft und der Umfang wird trotz gegensteuern enorm groß. ( und der Luftwiderstand auch )

Gleiches gilt auch beim Thermik-kreisen von Segelfliegern , du wirst nie einen sehen der das mit der Flügelwölbung nach außen macht ( auch nicht bei abgeschalteter Erdanziehungskraft )

So stelle ich mir das zumindest vor :?

mfg.Volker
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon herbk » Mo 19. Mai 2014, 06:55

Guten Morgen Volker,
in der Betrachtung zum Flugzeug sind ein paar "dicke Würmer" drinn... ;) :)

Nimmt man ein Flugzeug mit einer Auftriebstragfläche und fliegt damit gerade aus ist F auftrieb = F erdanziehung.
Das ist so weit richtig, mit der Einschränkung, dass man zum "gerade aus fliegen" nicht unbedingt ein Auftriebsprofil in der Tragfläche braucht - eine angestellte ebene Platte mit genügend Leistung vorwärts geschoben tut's auch. ;)

Da die Erdanziehung keine Rolle beim Windrad spielt schalten wir sie einfach ab, das Flugzeug wird dadurch stark steigen und einen großen rückwärts-Loop fliegen.
Um das Verhalten eines Flugzeuges zu betrachten (und wir betrachten hier nur das Verhalten um die Querachse) kann man die Schwerkraft nicht außer acht lassen. Auch wirfst Du beim Flugverhalten zwei Begriffe in einen Topf die etwas ganz anderes beschreiben.
Ein Flugzeug fliegt dann "gerade aus" (ändert weder seine Höhe zum Boden noch seine Neigung um die Querachse) wenn alle vor und hinter der Querachse auftretenden Kräfte gleich groß sind und der in Summe (aus Profil und Anstellung) erzeugte Auftrieb gleich dem Gewichtes des Flugzeugs sind.
Erhöhst Du jetzt den Auftrieb (oder verringerst die Schwerkraft) ohne das Kräfteverhältnis vor und hinter der Querachse zu verändern (z.B. durch Geschwindigkeitserhöhung) wird das Flugzeug steigen ohne seine Lage um die Querachse zu ändern - also nix Looping... ;)
Um einen Looping zu fliegen, musst Du die Kräfte vor und hinter der Querachse verändern. Hinten schwerer drückt das Heck nach unten und das Flugzeug dreht sich um die Querachse.
Was jetzt passiert und was man jetzt machen muss damit der Looping wirklich einer wird, lass ich aber weg - das wird sonst zu viel hier.... :) ;)

Zieht man nun noch am Höhenruder (Tragflächenende Richtung Loop-mitte ) wird der Loop enger
Am Höhenruder ziehen ist eine der beiden möglichen Arten die Kräfte um die Querachse aus dem Gleichgewicht zu bringen. Durch die Änderung des Anstellwinkels des Höhenruders veränderst Du die Kraft die dort wirkt. Die zweite wäre: ein Gewicht im Flugzeug hin und her schieben.

Wenn wir uns jetzt den H-Rotor betrachten muss uns zu erst einmal klar sein, dass wir an Auftrieb eigentlich gar nicht interessiert sind - wir wollen Vortrieb.
Wir erreichen dies dadurch, dass der Flügel so aufgehängt wird dass die Zentripetalkraft (wirkt im Kreisel entsprechend der Schwerkraft beim Flugzeug) nicht ausgeglichen zu den am Flügel auftretenden Kräften wirkt. Je weiter die am Flügel wirkenden Kräfte vor oder hinter dem Angriffspunkt der Zentripedalkraft liegen, desto größer sind Ihre Hebel und entsprechend größer natürlich auch die Wirkung.
In einem H-Rotor ist bei 0 Grad Anstellwinkel die Mitte des Flügels der Angriffspunkt der Zentripedalkraft. Der "Kräfteschwerpunkt" (ich weiß gerade nicht wie ich das anders benennen soll...) muss m.E. idealerweise tangential zur Kreisbahn des Angriffspunktes der Zentripedalkraft und möglichst weit vorne liegen.
Da sich der Winkel aus dem der Flügel angeströmt wird ja ständig ändert, ändert sich auch dieser Kräfteschwerpunkt ständig.
Wenn ich mir die Analysen aus Javafoil (die bunten Bildchen) betrachte und mir in den blauen Bereich einen Mittelpunkt denke ist dies für mich der am Flügel wirkende Kräfteschwerpunkt.
Übertrage ich den so gefundenen Kräfteschwerpunkt in das System eines H-Rotors, so sollte er in einem möglichst großem Anstellwinkelbereich zwischen Kreisbahn und Tangentiale und möglichst weit vorne liegen. Dies ist bei einem Auftriebsprofil mit nach innen montierter Auftriebsseite weit mehr der Fall als bei Montage der Auftriebsseite nach außen.
Die durch "angestellte Platte" wirkenden Kräfte lasse ich bei dieser Betrachtung aber außen vor. Ich bin der Meinung bin, dass sie unabhängig von der Profilform immer mehr oder weniger gleich sind und deshalb zur Profilbeurteilung vernachlässigt werden können.
Gruß Herbert
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