Guten Morgen Öli,
zur möglichen Spulengröße spare ich mir die Rechnerei. Am CAD eine Scheibe mit den passenden Maßen zeichnen, eine Spule darauf platzieren und dann der Software sagen "18 am Umfang verteilen". - so ist auch die Zeichnung weiter vorn im Thread entstanden.
Wenn die Spulen zu groß sind sagt das Programm "geht nicht".
Ich wickle in der Drehbank, habe aber nur eine ganz kleine mit stufenloser Drehzahlregelung, da geht das gut. Ich habe mir einen Stückzähler umgebaut und lasse ihn die Windungen zählen (ich mach mal ein Foto wenn ich ihn wieder dran habe). Wichtig ist, dass man gut Zugspannung auf den Draht bekommt, dann wird die Wicklung schön eng. Es gibt einen Beitrag "dichter wickeln" oder so, da habe ich das schon mal beschrieben...
Das Ende oben und unten an den Spulen sind die "Spulenköpfe". Eine Spule ist aber nicht eckig sondern immer abgerundet, so wie auf der CAD Ansicht von mir, was Du mit berücksichtigen kannst.
Jetzt mal zu der Rechnerei wie hoch - dazu aber erst mal eine Berechnung zu den Wirbelstromverlusten aus der hervorgeht, weshalb ich dünnen Draht lieber mag:

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Aber eins muss auch klar sein - 7 Drähte "in der Hand" wickeln sich sch....
Ich bleibe auch bei meiner Rechnung mit 100U/min, a weil ich die "Theoriewerte" noch nie erreichen konnte und b weil ich ein tsr von 0,8 für einen Savonius unter Last für viel zu hoch halte. Meine Messungen an C-Rotoren ergab etwa ein tsr von 0,6 bei optimaler Lastentnahme. Das ist zwar sicher nicht 1:1 auf einen Savonius zu übertragen, aber bestimmt "näher an den Tatsachen" als 0,8. Dazu kommt, dass ein Savonius irgendwann nicht mehr schneller wird, egal wie viel Wind weht. (Letzteres habe ich aber zwar nur gelesen, aber in mehreren Quellen....)
Ich gehe mal davon aus, dass wir wie Ekofun gesagt hat etwa 1,5V pro Spule benötigen um auf die gewünschte Spannung zu kommen (@ Ekofun: wir benötigen 15V NACH dem Gleichrichter). Bei der Flußdichte 0,34 Tesla, die bei 12mm Luftspalt (=10mm Spulenhöhe) vorhanden ist, benötigt man ca. 68 Windungen um auf diese 1,5V zu kommen. Aufteilen in Drahtdurchmesser und Drähte parallel kann man das wie man möchte, kommt immer ungefähr das selbe heraus.
Bei 9mm Luftspalt (entsprechend 7mm Spulenhöhe) hat man 0,43 Tesla, die 1,5V werden deshalb schon mit nur 55 Windungen erreicht.

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Die maximal mögliche Leistung ist bei der 7mm Spule höher, was aber in der Praxis nichts nützt, weil Du diese Leistung nicht entnehmen darfst sonst überhitzt der Stator.
Betrachtet man die Leistung auf Basis des Stromes der entnommen werden darf, so ist die 10mm Spule im Vorteil, weil hier 1 Draht mehr parallel möglich ist.
Da die zulässige Leistungsentnahme ja von der Spulentemperatur abhängt, kann man Sie durch gute Kühlung nach oben schrauben. Mit deinem Dualscheibengeni ist da einiges möglich, da die auf die Scheiben geklebten Magnete von sich aus wie eine Kreiselpumpe wirken. Man muss nur dafür sorgen, dass innen Luft zuströmen kann.
Einfach auf Basis einer Spule hochgerechnet würde Dein Geni bei 100U/min und einer Stromdichte von 4 etwa 90W bringen. Die darfst Du aber nicht abrufen, weil der Rotor da ja erst etwa 30W bringt.
Die Zahlen jetzt bitte nicht auf die Goldwaage legen... um das genau zu sagen müsste man eine Leistungskurve am Savonius (besser: an Ölis Savonius) ermitteln, - es soll nur die gegebenen Verkältnise verdeutlichen...