aber wie werdesst Du das rechnen wenn diese Geni erste ist und keine Geni war vorher in Betrieib.?
Das kann in so einem Fall kein Mensch auf dieser Erde wirklich genau berechnen, nur aus Erfahrungswerten heraus grob schätzen.
Es ist ein großes Glück das man durch die Erfahrungen mit dem ersten Generator das Startdrehmoment bei Udo in etwa zurück rechnen kann.
Und bedeutet das Windreder mit Auftrieb keine Drehmoment haben wenn TSR 0 ist??
Nein natürlich nicht sonst würden sie ja niemals losdrehen. Aber insbesondere vertikale Auftriebsläufer haben ein vergleichsweise schwaches Anlaufmoment.
Die horizontalen haben meist ein höheres Startdrehmoment zur Verfügung.
Ein Startdrehmoment für einen normalen Horizontalrotor zu berechnen, wie bei den einfachen Kukateflügeln die immer in der gleichen Position zum Wind stehen, ist ja recht einfach.
Man nimmt einen Flügel alleine und misst ganz einfach wieviel Drehmoment dieser bei welcher Windgeschwindigkeit/Anstellwinkel im Stillstand entwickelt
und multipliziert es mit der Anzahl der verwendeten Flügel. Auch gibt es sicher Datenbanken in denen man nachschauen kann welche Profilform bei
welchem Anstellwinkel welches Drehmoment entwickelt. Natürlich lässt sich das ganze dann noch verfeinern und auf die Profillänge und Rotorform etc. beziehen aber
bei einem Horizontalen sieht grundsätzlich alles viel viel einfacher und durchschaubarer aus als bei einem Vertikalrotor. Grund ist das die Horizontaldinger von ganz
vielen Leuten seit vielen Jahrzehnten studiert und ausgewertet wurden. So hat man heute dafür unwahrscheinlich viele Daten und Berechnungsgrundlagen zur Verfügung.
Ein exaktes Startdrehmoment für einen vertikalen H-Rotor mit Auftriebsprofilen berechnen zu wollem ist meiner Meinung nach ungleich schwieriger bis nahezu unmöglich.
Diese "Unberechenbarkeit" ist sicher auch ein Hauptgrund warum sich das Bauprinzip bisher kaum durchsetzte.
Was Theoretiker nicht in Formeln quetschen können interessiert in unserer Industriegesellschaft keinen weil es dadurch nicht kommerziell verwertbar ist.
Jeder Flügel hat eine andere Position zum Wind und somit ist auch die jeweilige Rotorposition zum Wind mit für das sich ergebende Gesamtdrehmoment entscheidend.
Das gleiche gilt natürlich auch für die Profilform der Flügel und den tangentialen Anstellwinkel der einzelnen Blätter (falls vorhanden).
Wahrscheinlich ist das Startdrehmoment je nach Anströmwinkel des H-Rotors auch nicht immer gleich, was besonders schön auch beim zweiflügeligen Savonius zu sehen ist.
Aber auch beim Darrieus wird das sich ergebende Drehmoment vom Anströmwinkel des Rotors bzw. dessen Position zum Wind abhängig sein.
Viel zu viele Variablen um das wirklich zielsicher berechnen zu können. (Wenn gleich es sicher Berufstheoretiker gibt die wie immer meinen auch das im Griff zu haben...)
Man muss nicht immer alles im Vorfeld genau berechnen können Ekofun.
Oftmals sind Erfahrungswerte viel mehr wert als alle graue Theorie.
Udos Windrad ist ein schönes Beispiel dafür, Manfreds Generatoren ebenso.
Grüße
Bernd
