Hallo Ullrich!
Da Du so konsequent an vernünftigen kleinen Windrädern arbeitest:
Beim vertikalen Windrad ist es ziemlich einfach, den Generator und Elektrik im Ausseneinsatz vor der Witterung zu schützen weil man ihn leicht mit einer voll abdeckenden Schutzkappe versehen oder einfach nur geschützt unterhalb der Tragarmplatte anbringen kann.
Wartungsfreiheit bei Nutzbetrieb draussen ist ja ein ganz anderes Thema als bei Testreihen in Innenräumen.
Allerdings stehen bei unseren "Vertikalen" auch die Generatoren vertikal was dann bedeutet, dass man auch ein Auge auf die Lagerung werfen sollte.
In der Hinsicht haben wir beim Nabendynamo aus dem Fahrrad viel Glück, es handelt sich um Konuslager die den senkrechten Gewichtsdruck des Rotors auf die Drehachse sehr gut abfangen.
Das ist bei einfachen Rillenkugellagern nicht der Fall. Was im Testbetrieb eine ganze Weile wunderbar läuft, kann im Dauerbetrieb dann doch mit herausfallenden Lagerkugeln enden, ich habe das jedenfalls schon erlebt. Mal ganz davon abgesehen, das falsche Lager dort Reibungsverluste verursachen!
Bei senkrechtem Druck auf Rillenlager koennen Scherkraefte wirksam werden!
Da Du ja auch Verfechter des kommutatorlosen Generators bist, denke ich mir, dass Du einige Jahre Erfahrung mitbringst und Dich auch mit diesem Problem schon auseinandergesetzt hast.
Immerhin wird es gut sein, das mit der Lagerung hier einzuflechten, damit diejenigen, die ein Windrad für draussen bauen wollen auch diese Kleinigkeit beachten können.
Ich will meine Pingeligkeit

mal näher erklären:
Wenn ich draussen ein Windrad aufgestellt hatte, so war das immer mein ganzer Stolz und nichts konnte mich mehr in Rage versetzen als das ploetzliche Versagen der Technik aus heiterem Himmel heraus, wenn man schon garnicht mehr darauf gefasst ist.
Meist läuft so ein Ding ja problemlos länger als ein halbes Jahr, mindestens aber bis zum nächsten Sturm, und man hat sich zunächst einmal schon mental darauf eingestellt, das die Konstruktion bombenfest ist.
Nach einem halben Jahr draussen im Betrieb sind die Teile vom Generator meist aussen schon etwas verdreckt, Staub den der Wind mitbringt und das Schmierfett sorgen dafür, dass man entspechend schmutzige Hände bekommt, bei Reparaturen.
Es ist also nicht das grosse Vergnügen, wenn man nicht sowieso den ganzen Tag als Mechaniker oder Rohrschlosser daran gewohnt ist, hier ungeplante Sondereinsätze zu absolvieren.
Ich hatte bei den preiswerten Vorschlägen von Bernd nicht gleich mitbekommen, wofür diese in erster Linie gedacht waren, er sagte ja inzwischen, worum es geht und das unser Nabendynamo eben bisher doch noch die 1.ste Wahl ist, für unser 50x50 Standardmodell für Einsteiger!
Deshalb also jetzt meine Frage wegen der Lagerung bei Deinen Stellmotoren: Lassen sich die Lager dort gegebenenfalls austauschen oder läßt sich unter die Achse unten eine oder mehrere Kugeln zwischen Achsende und Generatorgehäusewand legen, die das Gewicht des Rotors aus den anderen Lagern herausnehmen?
Gruss, Carl