Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Beitragvon Gerhard S. » Mo 11. Jan 2010, 00:10

Abend,

Der Topictitel sagt eigentlich schon alles...

Kann auch sein das es völliger Humbug ist :oops:
Mein zugegeben laienhafter Anastz... eine Fliehkraftkupplung die Rotor und Generator bzw. dessen Übersetung trennt müsste doch
gewisse Vorteile mit sich bringen...


+ leichterer/früherer Anlauf bei Eisenhaltigen Generatoren
+ einfachere Getriebe/Generatorwahl

- höhere Anschaffungskosten
- mehr Verschleisteile
- erhöhter Aufwand bei der Abstimmung der Kupplung

Grüße Gerhard
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Re: Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Beitragvon jb79 » Mo 11. Jan 2010, 15:59

Völliger Humbug ist die Idee nicht, besonders bei wenig Wind und einem eisenhältigen Generator könnte es schon sein, daß das Rastmoment den Rotor lange festhält bis er sich endlich zu drehen beginnt. Ein freilaufender Rotor der ab einer gewissen Drehzahl "einkuppelt" kann schon durch seine Massenträgheit wie eine Art Schwungrad wirken und so das Rastmoment auch bei einer geringeren Windstärke überwinden.

Allerdings sehe ich da eher die Nachteile, die du auch schon gefunden hast, zudem wird in diesen Bereichen fast nie ein relevanter Ladestrom zu erzeugen sein.
Im oberen Leistungsbereich könnte es dann auch passieren, daß die Kupplung wegen Feuchtigkeit oder Überlastung durchrutscht wenn der Generator stark bremst (hoher Ladestrom) und der Wind mehr Energie bringen würde als die Kupplung übertragen kann.

Optisch schauts sicher nett aus wenn das Windrad schon beim kleinsten Lüftchen zu drehen beginnt, der Aufwand ist aber zu hoch und es bringt in der Effizienz leider nur Nachteile denke ich.
lg Jürgen
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Re: Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Beitragvon Bernd » Mo 11. Jan 2010, 18:05

Die Idee wäre insbesondere für einen Darrieus, weil sehr anlaufschwach, gut zu nutzen.
Der Darrieus ist in aller Regel im Stand sowas von drehmomentschwach das er selbst mit
relativ leichgängigen Generatoren schon Probleme hat. Ich finde die Idee gut.

Grüsse

Bernd
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Re: Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Beitragvon Gerhard S. » Mo 11. Jan 2010, 23:02

Stimmt, hatte erst garnicht dran gedacht, das die C-Rotoren ohnehin geringe Windstärken zum Anlauf benötigen!
Der Darreus fällt für mich aus, da ich vermutlich im Jahresschnitt keine so "hohen" Windgeschwindigkeiten zu erwarten habe!
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Re: Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Beitragvon jb79 » Di 12. Jan 2010, 01:21

Guter Einwand, Bernd. Hatte eigentlich nur an den recht "drehmomentstarken" C-Rotor gedacht und garnicht an den Darrieus. Dort könnte man schon was damit anfangen wenn man den Generator mit etwas Drehzahl losreißen kann.

Vielleicht wäre es ja möglich, die Kupplung so zu gestalten daß sie bei einer bestimmten Drehzahl erstmal einkuppelt und bei weiter steigenden Drehzahlen dann noch mechanisch verriegelt wird, so daß auch bei schlechten Kupplungsbelägen und hohen Durchgangsleistungen kein Schleifen mehr möglich ist und somit kein Verlust durch Reibung und kein unkontrolliertes Hochdrehen mehr möglich sind.
lg Jürgen
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Re: Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Beitragvon klingei » Di 12. Jan 2010, 15:01

Wie Ruckartig kuppelt so eine Fliehkraftkupplung eigentlich ein?
Ich meine, nehmen wir mal an, der Darrieus beginnt sich zu drehen, die Kupplung löst aus und plötzlich hat der Darrieus eine große Last zu beschleunigen. Könnte es da nicht passieren, dass der Darrieus damit wieder gleich abgestochen wird?
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Re: Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Beitragvon Gerhard S. » Di 12. Jan 2010, 15:48

Wenn ich da an ein "Mofa" denk sehr sanft. Beim anfahren merkt man wie "der Zug" mit steigender drehzahl stärker wird... und sich wieder verringert wenn die Drehzahl sinkt. Also alles andere als "abgehackt".

Allerdins hab ich keinen Schimmer welche Drehmomente ein eine derartige Fliekraftkupplung auf dauer aushalten kann und wie hoch die mechanischen Verluste wären

Grüße Gerhard
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Re: Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Beitragvon Bernd » Di 12. Jan 2010, 17:50

Verluste gäbe es nur während des Einkoppelvorganges. Es wäre also gut wenn die Kupplung
nicht sehr lange schleift sondern einigermassen schnell fest durch verbindet.

Grüsse

Bernd
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Re: Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Beitragvon jb79 » Di 12. Jan 2010, 18:07

Also das Moped das ich vor ca. 14 Jahren gefahren bin hatte eine herkömliche Kupplung (über Hebel bedient), eine "normale" Puch Maxi (die etwas langsamer war :mrgreen: ) hat so um die 3-4Nm, das könnte für einen kleinen Rotor hinhauen, bei einem größeren muß man sich aber anderweitig umschauen.

Was ich bei der für den C-Rotor benötigten Kupplung als größtest Problem ansehe ist die Drehzahl: eine Fliehkraftkupplung beim Moped stellt den Kraftschluß erst bei ca. 1500Umdrehungen her, diese Schwelle könnte man mit schwächeren Federn sicher nach unten setzen, aber gut einstellbar ist sicher was Anders.
lg Jürgen
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Re: Generaltoranlauf über Fliehkraftkupplung

Beitragvon Bernd » Di 12. Jan 2010, 18:12

Der C-Rotor braucht ja keine Kupplung, eher ein Darrieus und der dreht ca. 5 x schneller
aber im "Einkuppelbereich" auch keine 1500.
Die Mechanik müsste man wohl selber entwerfen bzw "designen" . :)

Grüsse

Bernd
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