Hallo Allerseits,
ich habe nun mal die Schaltung von
http://www.edn.com/article/CA6619019.html ausprobiert. Sie ist eigentlich recht simpel, läßt sich leicht auf übliche Schaltwandler anpassen und verarbeitet ausschließlich die Werte vor dem Wandler (egal, ob der nun auf- oder abwärts wandelt). Noch dazu ist der Erfassungsteil für Strom und Spannung statisch, läßt sich also prima allein mit dem Multimeter vermessen und anpassen.
Auf Anhieb geht da nach Aufbau gar nichts, der Wandler schaltet auf Durchzug, vorn und hinten gleiche Ströme, keinerlei Regelwirkung. Daraufhin habe ich die Erfassungsschaltung um Q1 und Q2 untersucht und festgestellt, daß man dort längst aus dem eigentlichen Regelbereich heraus ist. Dieser Bereich ist eigentlich dadurch geprägt, daß man dort sehr kleine Basisströme (µA-Bereich) verwendet, an welchen ein logarithmischer Verlauf der Basisspannungen (von vielleicht 0,2 bis 0,6 V) zu sehen ist. Nach deutlicher Anpassung der Widerstände unterhalb von Q1 und oberhalb von Q2 sowie leichten Schaltungsänderungen funktioniert die Erfassung beider Werte recht ordentlich.
Zur Funktion: Der untere Q1 ist für den Strom zuständig, bekommt also den Spannungsabfall über dem Shunt als (negative!)Eingangsspannung. Je nach Größe des Vorwiderstandes (im Original mit 200 Ohm deutlich zu klein, einige zig kOhm sind sinnvoll) fließt ein Strom durch den Q1, welcher daran einen Spannungsabfall erzeugt. IC1a regelt das soweit aus, daß an seinem Minus-Eingang wieder 0 V anstehen. Das ist auch der Emitter von Q1, der somit auf Null gehalten wird. An BC von Q1 steht somit nur die reine BE-Spannung an, welcher der erste Teil der Eingangswerte, nämlich der Strom ist. Fremdeinflüsse (wie Strom von oben durch Q2) kompensiert IC1a sauber, der richtet sich allein nach dem Strom durch den unteren Widerstand.
Auf diesen Punkt setzt Q2 auf und möchte dort die Generatorspannung abbilden. Leider ist auch dessen Strom viel zu hoch, um dort noch in einem sinnvollen Teil der gebogenen BE-Kennlinie anzukommen. Dort hilft ein hochohmiger Spannungsteiler, die Generatorspannung soweit herunter zu bringen, als daß Q2 in einem sinnvollen Bereich arbeitet.
Die Reihenschaltung von Q1 und Q2 bewirkt nun eine Addition ihrer beider Spannungskurven. Auch, wenn beide logarithmisch sind, ergibt die Addition natürlich keine korrekte Multiplikation, aber für die Ausbildung eines Trends der Leistung dürfte es ausreichend sein. Praktisch ergibt sich so eine gewisse Fehlertoleranz; allein das starke Ansteigen von Strom _oder_ Spannung führt zum Abregeln, wo die echte Multiplikation gandenlos gegen den Anschlag gefahren wäre.
IC1b verstärkt den Summenwert von Q1 und Q2 noch etwas, nach gewollter Störung durch den Schalter gelangt das als getaktete Regelspannung auf den Wandler. Ob es diesen dann auch korrekt beeinflußt, werde ich übermorgen sehen können.
MfG. Andreas