Scheibengenerator D= 365 mm

Scheibengenerator D= 365 mm

Beitragvon Lumar » Di 18. Mai 2010, 14:23

Hallo zusammen,

endlich habe ich ein wenig Zeit gefunden und die ersten Teile für den passenden Generator für meinen Horizontalrotor bauen können. die Magnete und Spulendraht liegen hier schon ewig rum.
Der Durchmesser der Magnetscheibe beträgt 365 mm, genau wie die Grundplatte meines H-Rotors und ist aus 12mm Siebdruckplatte.
24 Magnete (35 x 15 x 6 mm) sollen verbaut werden. Das ergibt für einen schönen Phasenversatz 18 Spulen.
Auf der Verpackung der Magnete steht: Quality S-30/200 , was immer das heißen mag. Die kleben aber aneinander wie Sau... Davon hab ich mal 120 Stück sehr günstig bei e... bekommen. Also bleibt viel Material für Experimente ;)

Soweit erst mal der Stand der Dinge. ich werde noch eine Achskonstruktion zum testen bauen und dann mit einigen Spulenvarianten experimentieren, wieviele Umdrehungen ich brauche um mit wievielen Wicklungen eine brauchbare Ladespannung/-Strom zu erreichen.
Danach richtet sich dann das Design des Spulenträgers.

Grüße
Mark
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Re: Scheibengenerator D= 365 mm

Beitragvon jb79 » Mi 19. Mai 2010, 06:16

Hallo Mark!

Saubere Arbeit, wie befestigst du die Magnetscheibe am Rotor?
lg Jürgen
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Re: Scheibengenerator D= 365 mm

Beitragvon Bernd » Mi 19. Mai 2010, 12:44

Beim eisenlosen Generatorbau gibt es 3 entscheidende Faktoren die das Ergebnis bestimmen:

1. Wie hoch ist der magnetische Fluss der auf den Leiter wirkt.

2. Wie schnell bewegt sich das Magnetfeld im Verhältnis zum Leiter.

3. Wie gross ist das Verhältnis zwischen dem im Magnetfeld wirksamen Leiter zu dem Leiteranteil
der nicht zur Spannungserzeugung beiträgt.

Aus diesen 3 eben genannten Faktoren kann man sehr schnell abschätzen ob eine Bauart zu einem brauchbaren
oder zu einem unbrauchbaren Generator führt.

Beispiel:
Ist der wirksame magnetische Fluss im Leiterbereich relativ gering, dann benötige ich einen relativ langen Leiter
um die nötige Spannung zu erzeugen. Ergebnis : viele Windungen, hoher Innenwiderstand und damit hohe Verluste.

Bewegt sich das Magnetfeld nur relativ langsam im Verhältnis zum Leiter, dann benötige ich ebenfalls
eine hohe Leiterlänge (viele Windungen) und damit hohe Verluste.

Habe ich nur wenig wirksame Kupferdrahtlänge (Drahtlänge im Magnetfeld) aber viel "nutzlosen" Wicklungsdraht ausserhalb
des Magnetfeldes drumherum, erziele ich ebenfalls hohe Verluste und einen hohen Innenwiderstand.

Grüsse

Bernd
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Re: Scheibengenerator D= 365 mm

Beitragvon finn » Mi 19. Mai 2010, 17:36

Lumar hat geschrieben:... meinen Horizontalrotor...
Der Durchmesser der Magnetscheibe beträgt 365 mm, genau wie die Grundplatte meines H-Rotors und ist aus 12mm Siebdruckplatte.
...

Was denn nun, H-Rotor oder Horizontalläufer?
oder betreibst du beides parallel?
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Re: Scheibengenerator D= 365 mm

Beitragvon Lumar » Mi 19. Mai 2010, 18:24

finn hat geschrieben:Was denn nun, H-Rotor oder Horizontalläufer?
oder betreibst du beides parallel?


Uups :oops: Ich meinte natürlich Vertikalachenrotor...

Der Magnet-Ring wird einfach mit 4 Schrauben an den unteren Ring meines Rotors dran geschraubt.
Ich werde weiter maßlich in meinem Baukastensystem bleiben.

Grüße
Mark
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Re: Scheibengenerator D= 365 mm

Beitragvon Menelaos » Do 20. Mai 2010, 01:00

Moin,

Was mir beim Betrachten der bilder sofort auffiel ist, dass es so ausschaut als wär dien Magnetträger aus Holz gerfertigt?????

Das wäre nicht gut denn der Magnetische Fluss ist dann sehr schwach. besser bzw. unabdinglich ist eine Fertigung aus Eisen.
Oder habe ich mich verguckt?

Gruß
Max
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Re: Scheibengenerator D= 365 mm

Beitragvon finn » Do 20. Mai 2010, 05:38

Lumar hat geschrieben:... und ist aus 12mm Siebdruckplatte.
...


dumme frage, aber bei Bernds Eisenlosen Generatoren klappts doch auch?
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Re: Scheibengenerator D= 365 mm

Beitragvon Menelaos » Do 20. Mai 2010, 12:45

Ja das ist aber auch ein komplett anderes Prinzip.

Wenn du so einen SChiebengenerator aus Holz baust, dürften deine Ergebnisse um das 4-5 fache Schlechter ausfallen...mindestens. deine Flussdichte wird auch bei kleinen Magnetabständen sehr klein sein. entsprechend mehr Kupfer brauchst du bzw. mehr windungen ud dein Innenwiderstand wird dann sehr hoch.

Lies dir mal einige beiträge zum Thema im Kleinwindanlagenforum durch. Noch kannst du hier was ändern. Ist der Stator dann erstmal gegossen wird es viel schwerer noch was anzupassen...
Ich empfehle dringlichst Rotorscheiben aus Stahl. Alles andere wäre in etwa so als würde man seinen Porsche auf 25 Km/h Geschwindigkeitslimit drosseln :-)

Ich will dir keinesfalls die Freude am Basteln nehmen....aber wenn du es so lässt wird die Enttäuschung am Ende groß sein!

Gruß
Max
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Re: Scheibengenerator D= 365 mm

Beitragvon haditei » Fr 28. Mai 2010, 15:11

Hallo,

das mit dem magnetischen Rückschluss kann ich nur bestätigen. Ich hab schon mehrere Versuche mit Scheibengeneratoren gemacht und zuletzt auch einen brauchbaren zusamengebaut. Ohne Eisenscheiben hat das ganze keinen Sinn. Aber zur Vermeidung von Schwingungen wäre dein Trägermaterial gut geeignet. Als magnetischen Rückschluss reicht dann ein 1,5 mm starkes Blech, was du auf die Platte klebst/schraubst und dann die Magnete aufkleben. Machst du nur eine Scheibe? Dann verzichtest du ebenfalls auf einen erheblichen Teil des magnetischen Feldes und brauchst sehr viel Kupfer um eine einigermasen vernünftige Stromproduktion hin zu bekommen. Bin gespannt was bei deinem Werk an Ergebnis zu erzielen ist.

Gruß Hans
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Re: Scheibengenerator D= 365 mm

Beitragvon Bernd » Fr 28. Mai 2010, 16:31

Als magnetischen Rückschluss reicht dann ein 1,5 mm starkes Blech,
was du auf die Platte klebst/schraubst und dann die Magnete aufkleben.


Wie stark das Rückschlusseisen sein sollte hängt vom ganzen Aufbau und der Art
und der Grösse und vor allen der Dicke der Magnete ab.
Das Eisen sollte so dick sein das es durch die aufgebrachten Magnete nicht in die Sättigung gerät.
Im Forum gibt es irgendwo auch eine Diskussion und Beispiele zu diesem Thema.

Grüsse

Bernd
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