Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

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Re: Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

Beitragvon Wolle » Mi 16. Mär 2011, 21:15

ich dachte das die ursprüngliche Schaltung mit der Dämmerung den Verbraucher einschaltet.... :?
denn ich will es ja genau anders rum, sprich wenn die Sonne scheint, soll ein Verbraucher zu geschaltet werden...
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Re: Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

Beitragvon andreas » Mi 16. Mär 2011, 22:56

Hallo Wolle,

welchen Strom soll der Verbraucher ziehen können? Bei kleinen Strömen bis etwa 100 mA könntest Du mit einem einzigen aktiven Bauteil auskommen - dem dreibeinigen Tl431 in To92, welcher den Verbraucher masseseitig schaltet.

MfG. Andreas
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Re: Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

Beitragvon jb79 » Do 17. Mär 2011, 08:07

Häng einfach bei der ursprünglichen Schaltung den LDR zwischen Masse und dem unteren Anschluß vom Poti. Der obere Potianschluß kommt nicht an den LDR sondern direkt an die Versorungsspannung => fertig.
lg Jürgen
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Re: Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

Beitragvon Wolle » Do 17. Mär 2011, 09:57

Hallo,
@: andreas: Der Verbraucher wird mehr als 100mA ziehen.

@: jb79:

Ok, hier der Schaltplan:

stromsparender Dämmerungsschalter.png
stromsparender Dämmerungsschalter.png (12.49 KiB) 10458-mal betrachtet


Grüße Wolle
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Re: Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

Beitragvon jb79 » Do 17. Mär 2011, 10:42

Hallo!

Wenn du einen Bipolartransistor (NPN oder PNP) anschließen willst, dann muß unbedingt noch ein Vorwiderstand zwischen Basis und den Gatterausgang eingebaut werden. Eventuell solltest du bei größeren zu schaltenden Strömen da auch über eine Darlington Stufe (zwei oder mehr NPN/PNP Transistoren hintereinander) nachdenken, da eventuell der Transistor sonst mit dem Strom vom Gatter nicht komplett durchschalten kann. z.B. BC517 (500mA)

Der Fet braucht das alles nicht, da er über die Spannung und nicht über den Strom gesteuert wird.
Damit ist er für Low Power Schaltungen eigentlich immer die bessere Wahl.
lg Jürgen
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Re: Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

Beitragvon Wolle » Do 17. Mär 2011, 10:49

Jop es wird bei mir ein MOSFET sein.
Aber erstmal muss ich noch einen passenden (also ziemlich hochohmschen) Fotowiderstand suchen.
Das Problem wird die Temperatur für den Fotowiderstand sein, denn wenn ich diesen im Kollektor unterbringen will.
Da hier im Sommer (wenn der Kollektor nicht belüftet wird) Temperaturen über 80°C entstehen können.
Also Danke für die Hilfe bei der Schaltung.
Wolle
 
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Re: Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

Beitragvon andreas » Fr 18. Mär 2011, 23:53

Hallo Wolle,

ob hochohmig oder nicht, im Sortiment von Reichelt findest Du genügend Typen um ein Euro herum. Thermisch solltest Du 70 Grad nicht überschreiten, also in jedem Fall nicht im Kollektor, sondern davor/daneben befestigen. Solche Sensoren bringe ich gern in kleinen Kupferrohren unter, die mit Silikon ausgefüllt werden. Die Rohre lassen sich dann auch mechanisch gut mit Kabelschellen auf Rahmen oder in Bohrungen durch selbige anbringen.

MfG. Andreas
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Re: Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

Beitragvon loomx » So 10. Apr 2011, 18:55

Hallo zusammen,

zwei Sachen erstmal vorweg: 1. mit Windenergie, also um das Thema, um das sich dieses Forum eigentlich dreht, habe ich leider (bislang) nichts zu tun. Aber Tante Google kannte Euch und hat mich bei der Suche nach der Schaltung hierher verwiesen. 2. vielen lieben Dank an Juergen fuer das Bereitstellen der Daemmerungsschaltung.
Ich habe heute die Version 2 (mit Dimmer) (auf Seite 3 im Thread) nachgebaut für eine Art LED-Nachtlicht, aber irgendwie will die ganze Angelegenheit nicht. Was passiert: die LED leuchtet permanent, egal welche Sonneneinstrahlung/Helligkeit gerade herrscht und wie die beiden Trimmer eingestellt sind. Nach langem Überprüfen und weiterem Lesen hier ist mir aufgefallen, dass zwischen Pin 4 und 9 noch Luft lag. Leider besteht das Phänomen aber immer noch :?: . Hier mal ein Foto meiner Konstruktion sowie die Unterseite:
Bild
Bild
Was ich bereits getestet habe: - Fotowiderstand: funktioniert. Geht von ca. 150 Ohm in der prallen Sonne bis über 20 MegaOhm (dann versagt das Multimeter) in einer geschlossenen Kiste. - Leiterbahnen: sieht auch gut aus. - Trimmer: machen, was sie sollen (links bis 1 MegaOhm, rechts der 10k Ohm).
Ich würde mich freuen, wenn einer der erfahreneren Anwesenden hier bzw. Juergen/Bernd mal kurz einen Blick drauf werfen und mich auf einen evtl. offensichtlichen Fehler (falsche Pins etc.) hinweisen bzw. mir einen Tipp zur weiteren Fehlersuche geben könnten, da mir als Elektro-"Greenhorn" nichts mehr einfällt. Hierzu habe ich auch kurz Gimp angeworfen und versucht, die beiden Bilder zu kombinieren (nicht perfekt, aber vielleicht hilft's): Bild.

Auf jeden Fall schonmal vielen Dank an Euch :)!

Edit: die Bauteile sollten den empfohlenen entsprechen. Fotowiderstand ist von Reichelt mit genau der gleichen Bauteile Nr. wie dem von Conrad. Statt dem BUZ setze ich den IRFZ44N ein, wobei das ja bei diesem "Nichts" von Last keinen wirklichen Unterschied machen sollte.
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Re: Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

Beitragvon jb79 » So 10. Apr 2011, 19:28

Was mir auf die Schnelle aufgefallen ist: Warum hängt der LDR zwischen + und - der IC Versorgung?
Der sollte mit dem Poti eigentlich einen Spannungsteiler bilden, also zumindest der - Anschluß des LDR sollte am Poti und nicht an - des IC hängen, sonst hast du nur einen lichtabhängigen Verbraucher (nämlich den LDR) gebaut...
Miß mal nach, ob der LDR die selbe Spannung hat wie die IC Versorgung (Pin 7 und 14), falls ja, dann trenne mal die Minusleitung des LDR und hängs an den nicht mit Masse verbundenen Potianschluß, wie oben beschrieben.

Evtl. würde ich zum Abblockkondensator noch einen Elko parallelschalten, sonst hast du beim Dimmen die eigentümlichsten Reaktionen (weil mit der Last auch die Versorgung des IC immer ein bißchen einbricht), ein Elko mit sagen wir mal 100µF dürfte ausreichend Energie haben um den IC ausreichend Strom zu liefern ohne daß die Spannung nennenswert einbricht.
lg Jürgen
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Re: Frage an die Elektroniker unter uns, Dämmerungsschalter

Beitragvon loomx » Mi 13. Apr 2011, 18:01

Danke erstmal für die Hilfestellung.

jb79 hat geschrieben:Was mir auf die Schnelle aufgefallen ist: Warum hängt der LDR zwischen + und - der IC Versorgung?


Du hattest recht und ich habe die Trimmer komplett falsch eingelötet (beide). Ziemlicher Käse den ich gebaut habe, aber aus solchen sinnfreien Fehlern wird man klug :D . Ein Spannungsteiler war das auf jeden Fall nicht mehr. Das Problem ist nun behoben. Auch die IC-Versorgungsspannung und diejenige am LDR unterscheiden sich jetzt deutlich.

So ganz glücklich bin ich aber noch nicht. Folgendes Problem: die (mit Vorwiderstand versehene) LED am Ausgang leuchtet konstant. Das Verändern der Einstellung an Trimmer 2 (Dimmer) ändert erstmal nichts daran. Wenn man nun aber an Trimmer 1 (1 MOhm am LDR) dreht, gibt es eine bestimmte Stelle, ab welcher die LED schlagartig dunkler wird. Ab diesem Punkt ist auch eine Einstellung über den "Dimmtrimmer" möglich und PWM schlägt an (yippieh :) ). Leider kann ich am LDR-Trimmer drehen wie ich will, die LED leuchtet über den restlichen "Widerstandsraum" immer in der gleichen Helligkeit, egal ob ich den LDR direkt vor eine Lichtquelle setze oder mit der Hand abddecke. D.h. nein: in einer Einstellung hatte ich bei weniger Lichteinfall eine minimal hellere LED, wobei der Unterschied wirklich nur in homöopathischen Dosen sichbar war und man schon sehr genau hinschauen musste. An diese Stelle aber beim weiteren probieren auch nicht mehr hingekommen. Hättest Du evtl. noch eine Idee, woran dies liegen könnte?

Bzgl. Elko: Danke für den Hinweis. Leider muss ich das Ding erst noch besorgen und bis dahin werde ich mit komischen Reaktionen leben müssen ;).

ps: Nochmal sorry für die Verzögerung und danke für Deine Rückfrage!

Edit: Als ich gerade das Licht ausgeschaltet und nochmal an der Schaltung herumgespielt habe, konnte ich bei stärkerer Dimmung eindeutig feststellen, dass die LED bei Dunkelheit voll aufdreht. Das ändert jedoch nichts daran, dass der LDR-Trimmer praktisch nur ein Ein/Aus Schalter zwischen "Immer-Vollbeleuchtung" und "LDR aktiviert" ist. Empfindlichkeit einstellen ist leider nicht. LDR ist von Reichelt (http://www.reichelt.de/?ACTION=3;ARTICL ... ROVID=2402) und sollte eigentlich dem vorgeschlagenen entsprechen.
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